Bundesliga und Corona-Pandemie

Werder und Co. müssen im Saison-Finale ins Quarantäne-Trainingslager - Baumann: „Sinnvolle Entscheidung“

In der Corona-Pandemie werden die Schutz-Maßnahmen verschärft: Werder Bremen und Co. müssen bald in ein Quarantäne-Trainingslager.
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In der Corona-Pandemie werden die Schutz-Maßnahmen verschärft: Werder Bremen und Co. müssen bald in ein Quarantäne-Trainingslager.

Im Saison-Finale verschärft die Deutsche Fußball-Liga die Corona-Schutz-Maßnahmen noch einmal: Ab 12. Mai müssen Werder Bremen und alle anderen Bundesliga- und Zweitliga-Clubs ein Quarantäne-Trainingslager beziehen. Damit will die DFL die letzten drei Spieltage zusätzlich absichern.

Das Quarantäne-Trainingslager ist aber erst der zweite Schritt in einem zweistufigen Quarantäne-Plan. Mannschaft, Trainer, Betreuer und alle, die zum regelmäßigen Corona-Test-Programm der Bundesliga-Clubs gehören, müssen sich bereits ab Montag, 3. Mai, noch stärker isolieren. Sie dürfen sich nur noch im häuslichen Umfeld sowie auf dem Trainingsgelände und/oder im Stadion aufhalten. Das betrifft also auch Werder Bremen. Die DFL nennt das eine Quasi-Quarantäne.

Ab 12. Mai muss sich der gleiche Personenkreis dann komplett in ein Quarantäne-Trainingslager begeben, das bis nach dem letzten Spiel (22./23. Mai) verpflichtend ist. In diesen Zeitraum fallen die letzten beiden Spieltage der ersten und zweiten Liga. „Die ‚Quarantäne-Trainingslager‘ dienen dazu, die Durchführung des Spielbetriebs – insbesondere unter Berücksichtigung des Termindrucks aufgrund der auf die Saison folgenden UEFA EURO – zusätzlich abzusichern“, teilt die DFL mit.

Werder Bremen und Co: Quarantäne-Trainingslager, um Bundesliga-Spielplan abzusichern

Eine Maßnahme, die Werder Bremen begrüßt. „Für uns ist das eine absolut sinnvolle und nachvollziehbare Entscheidung“, teilt Sportchef Frank Baumann mit. „Es ist das oberste Ziel, dass wir die Saison regulär zu Ende spielen.“ Ein Quarantäne-Trainingslager sei „der richtige Weg, um die letzten Spieltage abzusichern“. Es handele sich um eine „gemeinsame und einvernehmliche Lösung“, die die medizinische Taskforce von DFL und DFB gemeinsam mit den Profi-Clubs gefunden habe.

Neue Corona-Ausbrüche in den Bundesliga-Teams wären für den Terminplan verheerend. Warnendes Beispiel: Hertha BSC muss wegen Infektionen im Team und aktueller Kader-Quarantäne bereits jetzt noch drei Spiele nachholen. Für die Austragung von Nachholspielen bleibt allerdings kaum noch Zeit. Nun will die DFL den Spielbetrieb im Saison-Endspurt weiter absichern.

Werder Bremen: Quarantäne-Trainingslager „trifft auf breite Zustimmung im Team“

Während des Quarantäne-Trainingslagers dürfen Spieler, Trainer und Betreuer nur untereinander Kontakt haben. Sollten Personen aus diesem Kreis, etwa Mannschaftsärzte, in Ausnahmefällen das Trainingslager verlassen müssen, ist eine Rückkehr nur unter Umsetzung von weiteren Schutzmaßnahmen möglich, heißt es.

„Wir hatten letztes Jahr bereits ein Hotel-Quarantäne-Trainingslager und wir alle kennen das aus den regulären Trainingslagern in der Saisonvorbereitung“, erklärt Baumann. „Es herrscht ein großes Verständnis bei den Spielern, die sich schon die ganze Saison lang diszipliniert an die Vorgaben gehalten haben. Auch diese Maßnahme trifft auf breite Zustimmung im Team.“ Bereits vor dem Re-Start der Bundesliga im vergangenen Mai hatten sich die Teams abschotten müssen. Der SV Werder Bremen hatte sich damals ins Parkhotel zurückgezogen, aber weiter die Trainingsmöglichkeiten des Weserstadions genutzt. (han) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Union Berlin aussehen!

Zur letzten Meldung:

Verschärftes Hygienekonzept: Werder Bremen bald im „Quarantäne-Trainingslager“?

Bremen/Frankfurt – Werder Bremen muss sich auf eine Verschärfung des Hygienekonzepts in der Bundesliga einstellen. Künftig darf die Deutsche Fußball-Liga für die Clubs der ersten und zweiten Liga sogenannte „Quarantäne-Trainingslager“ anordnen. Demnach müssten sich die Teams für eine Dauer von fünf bis 14 Tagen komplett abschotten.

Update vom 24. März 2021: Wie der „Kicker“ berichtet, sollen die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Liga sollen rund um die Spieltage 29, 30 und 31 vom 14. bis 26. April ein „Quarantäne-Trainingslager“ beziehen. Diese Überlegung habe die DFL in einem Rundschreiben an die Vereine kommuniziert. „Dies würde mit Blick auf die englische Woche am 30. Spieltag dazu dienen, gleich drei Spieltage (29, 30, 31) noch zusätzlich abzusichern“, heißt es demnach in dem vierseitigen Schreiben, das von Präsidiumssprecher Christian Seifert und Präsidiumsmitglied Ansgar Schwenken unterzeichnet ist und dem „Kicker“ vorliegen soll. Ein konkreter Beschluss für Werder Bremen und Co. steht allerdings noch aus, er müsste mindestens acht Tage vor Beginn des Quarantäne-Trainingslagers gefällt werden.

Weiter mit der ursprünglichen Meldung vom 23. März 2021:

Offenbar geht es auch nicht um Inzidenzwerte, sondern ganz konkret um Infektionsfälle im deutschen Profi-Fußball, die in letzter Konsequenz die Einhaltung des Terminplans bis zum Saisonfinale am 22. Mai gefährden könnten. „Die Wochen werden weniger und damit auch die Ausweichtermine. Wenn jetzt noch Partien ausfallen, wird es terminlich eng“, sagt Clemens Fritz, der Leiter Profi-Fußball des SV Werder Bremen, und sieht in den „Quarantäne-Trainingslagern“ ein probates Mittel, um das Risiko von Spielausfällen in der Endphase der Saison „zu minimieren. Es ist einleuchtend, sich diese Möglichkeit offenzuhalten.“

Werder Bremen und Co.: „Quarantäne-Trainingslager“, damit sich im Saison-Endspurt keiner anstecken kann?

Denn klar ist auch: Sollte es speziell in der Englischen Woche vom 17. bis 24. April zu Corona-Infektionen innerhalb eines Teams und damit zur häuslicher Quarantäne einer ganzen Mannschaften kommen, würden sich einen Monat vor dem geplanten Saisonende schnell drei Nachholspiele ansammeln. Für deren Austragung dann aber kaum noch Zeit bliebe. Also: Alle vorher ab in die Quarantäne, damit sich bloß niemand zu Hause oder wo auch immer anstecken kann? Ja, genauso könnte es kommen. Die DFL darf zu diesem Mittel greifen – jedoch immer nur nach Abstimmung mit der „Kommission Fußball“, in der neben zwei DFL-Funktionären auch elf Club-Manager vertreten sind – unter anderem Werder-Sportchef Frank Baumann.

Die Vereine müssen mit einem Vorlauf von acht Tagen über ein bevorstehendes „Quarantäne-Trainingslager“ informiert werden, um ausreichend Zeit zur Organisation zu haben. Bereits vor dem Re-Start der Bundesliga im vergangenen Mai hatten sich die Teams abschotten müssen. Der SV Werder Bremen hatte sich damals ins Parkhotel zurückgezogen, aber weiter die Trainingsmöglichkeiten des Weserstadions genutzt.

Werder Bremen und Co. in der Corona-Pandemie: Infektionsschutz in Bundesliga wird erhöht

Neu im Hygienekonzept der Bundesligen sind auch tägliche Schnelltests bei Spielern, Trainern und Betreuern. Ab dem 1. April gilt ein negativer Schnelltest als Voraussetzung für die Teilnahme am täglichen Training. Einzige Ausnahme: Bei einem Inzidenzwert unter 35 entfällt die Pflicht zur täglichen Überprüfung. Die bisher mindestens zweimal wöchentlich und zeitnah vor Spielen durchgeführten PCR-Tests werden beibehalten.

Die neuen Regeln hat das DFL-Präsidium in Abstimmung mit der „Task Force Sonderspielbetrieb“ ausgearbeitet und beschlossen. „Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, den Infektionsschutz im Interesse aller noch zu erhöhen, das frühzeitige Erkennen von Infektionen weiter zu verbessern und die Durchführung des Spielbetriebs zusätzlich abzusichern“, heißt es in der Mitteilung der DFL. (csa) Auch wichtig: Corona-Fall im Internat des SV Werder Bremen! Und: Corona-Chaos bei Hertha BSC: Werder Bremens Abstiegskampf-Konkurrent plötzlich ohne Trainer-Team!

Zudem interessant: Werder Bremen-Transfergerüchte – Kommt der neue Sechser aus Israel?

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