Bargfredes Pläne für die Rückrunde

Einer fegt dazwischen

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Philipp Bargfrede meldet sich nach überwundenen Achillessehnenproblemen zurück.

Johannesburg - Philipp Bargfrede macht einen äußerst entspannten Eindruck, wie er da so in der Lobby von Werders Teamhotel in Südafrika sitzt - und das hat einen einfachen Grund: Nach überstandenen Achillessehnenproblemen ist der 29-Jährige wieder fit.

„Für mich war es sehr wichtig, dass ich wieder einsteigen konnte ins Training. Ich hab viele Einheiten mitgemacht und auch individuell hier gut arbeiten können“, betont Bargfrede, der beim Rückrundenstart gegen Hannover 96 (Samstag, 19. Januar, 15.30 Uhr) wieder in der Bremer Startelf stehen will: „Ich fühle mich sehr gut.“

Ein Muskelfaseriss und eine eine Achillessehnenreizung

Insgesamt acht Spiele hatte der Profi während der Hinrunde verpasst, erst zwei wegen eines Muskelfaserrisses, dann gegen Ende der ersten Saisonhälfte noch einmal sechs wegen der schmerzenden Achillessehne. Zuvor war Bargfrede, dessen Krankenakte bekanntlich lang ist, fast ein Jahr lang ohne Rückschlag geblieben, dann fiel er aus. „Es war im ersten Moment frustrierend und nervig“, berichtet er von einer Situation, die er in seiner Laufbahn schon etliche Male erlebt hatte. „Leider gehört das ein Stück weit zu meiner Geschichte dazu“, sagt Bargfrede, für den Aufgeben aber noch nie eine Option war.

„Da bin ich immer sehr gut mit mir selbst klargekommen. Meine ersten Verletzungen waren ja schon ziemlich früh, und ich habe einen Weg gefunden, immer wieder zurückzukommen.“ Sein Rezept: „Man muss einfach positiv bleiben, hart und gut arbeiten und braucht eine gewisse persönliche Stärke, um damit klarzukommen.“

Zurück auf dem Platz (sein Comeback feiert er am Freitag im Testspiel gegen den Bidvest Wits FC) will der gebürtige Zevener nun wieder das einbringen, wofür er steht: Einsatzwille und Kampfkraft. Er will der Mannschaft, „wenn es nicht so läuft, einen kleinen Impuls geben, mal dazwischenfegen“. Werder kann das nur guttun, und vielleicht hat genau das in den letzten Spielen der Hinrunde gefehlt.

„Die Punkteausbeute in der Rückrunde muss deutlich besser sein“, fordert Bargfrede - und erinnert: „Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir in der Rückrunde aufdrehen können. Jetzt sind wir zwar in einer anderen Situation und haben nicht das Messer am Hals, aber ich denke trotzdem, dass wir das wiederholen können.“

Philipp Bargfrede: Seine Karriere in Bildern

Philipp Bargfrede ist ein echter Ur-Bremer. Seit 2004 spielt der Defensivmann schon für Werder. Mit dem Fußballspielen angefangen hatte er beim TuS 1906 Heeslingen. Seine Karriere in Bildern.
Philipp Bargfrede ist ein echter Ur-Bremer. Seit 2004 spielt der Defensivmann schon für Werder. Mit dem Fußballspielen angefangen hatte er beim TuS 1906 Heeslingen. Seine Karriere in Bildern. © Gumz
Im Alter von von 15 Jahren wechselte der defensive Mittelfeldspieler in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen. Dort unterlief er die Teams von der U17 bis zur U19.
Im Alter von von 15 Jahren wechselte der defensive Mittelfeldspieler in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen. Dort unterlief er die Teams von der U17 bis zur U19. © imago
2008 unterschrieb er bei den Grün-Weißen einen Profivertrag, kickte zunächst noch für die U23, absolvierte die Vorbereitung aber bereits unter Trainer Thomas Schaaf mit der ersten Mannschaft.
2008 unterschrieb er bei den Grün-Weißen einen Profivertrag, kickte zunächst noch für die U23, absolvierte die Vorbereitung aber bereits unter Trainer Thomas Schaaf mit der ersten Mannschaft. © imago
Sein Bundesliga-Debüt feierte er bei der 2:3-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt am 8. August 2009. Bargfrede kam in der 74. Minute für Tim Borowksi ins Spiel.
Sein Bundesliga-Debüt feierte er bei der 2:3-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt am 8. August 2009. Bargfrede kam in der 74. Minute für Tim Borowksi ins Spiel. © imago
Bis zum ersten Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus musste sich Bargfrede aber lange gedulden. Erst am 14. Spieltag der Saison 2013/14 traf er - gegen die TSG Hoffenheim in der Nachspielzeit zum 4:4.
Bis zum ersten Treffer im deutschen Fußball-Oberhaus musste sich Bargfrede aber lange gedulden. Erst am 14. Spieltag der Saison 2013/14 traf er - gegen die TSG Hoffenheim in der Nachspielzeit zum 4:4. © imago
Apropros Hoffenheim: Die TSG ist Bargfredes absoluter Lieblingsgegner - zumindest was das Toreschießen betrifft. Viermal traf er bisher gegen Hoffenheim - so oft wie gegen keinen anderen Club.
Apropros Hoffenheim: Die TSG ist Bargfredes absoluter Lieblingsgegner - zumindest was das Toreschießen betrifft. Viermal traf er bisher gegen Hoffenheim - so oft wie gegen keinen anderen Club. © gumzmedia
In seiner Laufbahn musste der Fußballprofi allerdings auch viele Rückschläge hinnehmen. Bargfrede war schon öfter schwer verletzt. Immer wieder bereitete ihm sein Meniskus im Knie Probleme und zwang ihn zu langen Pausen.
In seiner Laufbahn musste der Fußballprofi allerdings auch viele Rückschläge hinnehmen. Bargfrede war schon öfter schwer verletzt. Immer wieder bereitete ihm sein Meniskus im Knie Probleme und zwang ihn zu langen Pausen. © imago
Doch der Mittelfeldspieler ist immer wieder stark zurückgekommen, war nach seinen Verletzungen prompt wieder bei 100 Prozent.
Doch der Mittelfeldspieler ist immer wieder stark zurückgekommen, war nach seinen Verletzungen prompt wieder bei 100 Prozent. © gumzmedia
Im März 2018 bestätigte Bargfrede gegenüber der DeichStube: „Ich bleibe bei Werder“.
Im März 2018 bestätigte Bargfrede gegenüber der DeichStube: „Ich bleibe bei Werder“. © gumzmedia

Quelle: DeichStube

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