Prödl „verliert“ seinen Mentaltrainer an Werder

Mehr als nur ein Glücksbringer

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Ex-Werder-Profi Prödl

Bremen - Werder und Sebastian Prödl – das ist eine ganz besondere Verbindung. Vor knapp einem Jahr wechselte der Österreicher zum FC Watford, am Montag kehrte er als Fan zurück. Und war dabei im Abstiegskampf gegen den VfB Stuttgart sogar mehr als nur ein Glücksbringer.

„Werder hat mir meinen Mentaltrainer weggeschnappt“, verriet Prödl und lachte: „Es freut mich riesig, dass das geholfen hat. Es war ein Wahnsinnsabend!“

Prödl ist längst zurück in London. Die Pflicht ruft. Die zwei freien Tage nach dem 3:2-Sieg am Samstag in der Premier League gegen Aston Villa sind schon wieder vorbei. „Die Reise hat sich mehr als gelohnt“, sagt Prödl: „Super Wetter, acht Tore, viele Freunde getroffen – es war perfekt.“ Und dabei zieht er den Hut vor seinen ehemaligen Kollegen: „Der Druck vor dem Spiel war brutal. Dann so eine vorbildliche Leistung im Abstiegskampf zu bringen, das ist phänomenal. Jeder war bereit, jeder hat alles gegeben. Keiner hat sich von einem Rückschlag beeindrucken lassen.“

Prödl ist sich sicher, dass daran auch Prof. Dr. Andreas Marlovits seinen Anteil hatte. „Ein guter Mann“, sagt der Abwehrspieler und verrät: „Er ist seit über vier Jahren mein Mentaltrainer – nach meiner schweren Gesichtsverletzung.“ Im Januar 2012 hatte sich Prödl beim Bundesliga-Spiel in Kaiserslautern einen Oberkiefer- und Nasenbeinbruch zugezogen.

Wie genau Marlovits arbeitet, will der Abwehrspieler nicht sagen: „Das ist doch von Fall zu Fall unterschiedlich.“ Lieber spricht er über die Werder-Fans. „Das ist unglaublich. Werder kann im tiefsten Loch stecken, die Fans sind trotzdem immer mit allem, was sie haben, dabei. Die Stimmung war gigantisch. Ich denke, das ist in Deutschland einmalig, vielleicht sogar in Europa.“

Einen guten Vergleich bekommt Prödl schon am Sonntag. Dann geht es mit dem FC Watford an die berühmte Anfield Road zum FC Liverpool. „Natürlich freue ich mich darauf“, sagt der Österreicher. Als Glücksbringer für Werder fällt er deshalb aus, aber er ist ohnehin davon überzeugt: „Die Zugpferde Claudio Pizarro, Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic machen das schon. Ich bin fest davon überzeugt, dass Werder den Klassenerhalt schafft.“ - kni

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