Verwunderung über Gegner Hannover

Prödl fordert: „Platz 7 halten“

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Sebastian Prödl erklärt, wie Werder nach Europa kommt.

Bremen - Werders nächstem Gegner geht es schlecht, richtig schlecht. Hannover 96 ist auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht und sucht vor dem Heimspiel am Samstag Hilfe im Nobelhotel „Klosterpforte“ in Harsewinkel-Marienfeld. Werder-Kapitän Clemens Fritz muss bei diesem Hinweis schon ein bisschen schmunzeln. „Uns hat das nicht geholfen“, erinnert sich der 34-Jährige an die Nacht im März vor dem bitteren Aus im DFB-Pokal bei Arminia Bielefeld. Und an die Nacht im April 2007 vor der 2:3-Niederlage im Bundesliga-Spiel bei der Arminia, als Werders Meistertraum platzte.

Trotzdem: Der Respekt vor Hannover 96 ist groß. Die 15 sieglosen Partien in Serie würden keine Rolle spielen, glaubt Sebastian Prödl: „Das ist durch den Trainerwechsel ein anderes Hannover geworden. Gegen Hoffenheim haben sie durch unglückliche Schiedsrichter-Entscheidungen verloren – und in Wolfsburg ein 2:2 geholt, das war stark.“ Deswegen erwartet der Bremer Innenverteidiger gegen das Hannover 96 unter Michael Frontzeck, der Tayfun Korkut abgelöst hat, „eine brutal schwere Aufgabe“. Aber eine, die sein Team meistern muss: „Wir sind jetzt zum zweiten Mal Siebter. Beim ersten Mal haben wir es in Paderborn verspielt. Jetzt wollen wir Platz sieben halten und bis zum Schluss verteidigen.“

Dieses 2:2 in Paderborn, das nervt noch immer. Mit der gelungenen Aufholjagd nach dem 0:2 gab es zwar durchaus ein kleines Happy End, aber aufgrund der ersten Hälfte auch jede Menge Frust. „Wenn wir uns so wie in Paderborn verstecken, dann kriegen wir auf die Mütze“, mahnt der Österreicher – und erinnert an den 1:0-Sieg gegen Frankfurt am vergangenen Samstag: „Da haben wir es von Anfang an gut gemacht, das hat richtig Spaß gemacht.“ Und der Spaßfaktor soll noch weiter steigen – mit der Qualifikation fürs internationale Geschäft. „Ich will das mit Werder schaffen, denn es wäre richtig geil, vom letzten Platz aus dort am Ende zu landen“, sagt Prödl, betont aber zugleich: „Da muss wirklich alles passen.“ Dabei denkt Prödl erst mal ausschließlich an Platz sieben, der allerdings nur für Europa reicht, wenn Wolfsburg den Pokal holt. Sollte Dortmund in Berlin triumphieren, dann muss die Borussia Fünfter oder Sechster werden, damit der Siebte international dabei ist.

Aber warum wagt Prödl nicht den Blick auf Platz sechs, der nur einen Zähler entfernt ist? Weil er nicht überdrehen will. „Es wird schwierig genug“, sagt der 27-Jährige: „Wir brauchen Minimum sechs Punkte aus den drei Spielen.“

So dürfte in etwa auch die Rechnung der Hannoveraner lauten. Die haben übrigens vergangene Saison gute Erfahrungen mit dem Kloster gemacht. Nach dem Trainingslager in Harsewinkel gab es einen 2:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV und am Ende auch den Klassenerhalt.

kni

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