Diskussion, aber keine Ausgrenzung

Hess-Grunewald erklärt AfD-Aussagen

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald ist der Wertekanon des Vereins wichtig, will aber niemandem im Stadion ausgrenzen.
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Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald ist der Wertekanon des Vereins wichtig, will aber niemandem im Stadion ausgrenzen.

Bremen - Hubertus Hess-Grunewald hat in den vergangenen Wochen viel Post bekommen, Briefe, E-Mails, dazu auch einige Anrufe. Es ging jeweils um das gleiche Thema. Werder-Mitglieder teilten dem Vereinspräsidenten mit, dass sie mit dessen AfD-kritischen Äußerungen aus dem Spätsommer nicht einverstanden sind.

Ihr Vorwurf: Hess-Grunewald habe damit die in der Satzung verankerte Vorgabe zur politischen Neutralität des Vereins verletzt. Während der Mitgliederversammlung erklärte der 58-Jährige, warum er das nicht so sieht – und wies einmal mehr darauf hin, dass sich Werders Wertekanon deutlich von dem der Parteien am rechten Rand unterscheide.

„Unser Verein basiert auf Grundwerten von Solidarität und der Absage an jede Form von Ausgrenzung“, betonte der Präsident in seiner Rede. Das hervorzuheben, sei eine „aktive Bewerbung“ für Werders Werte und keine Parteipolitik. „Wir haben ja mit keinem Wort die demokratische Legitimation der AfD in Frage gestellt.“ Die Vorgabe zur politischen Neutralität dürfe nicht mit einem Maulkorb verwechselt werden.

Hess-Grunewald: Auch AfD-Anhänger im Weserstadion willkommen

Hess-Grunewald hatte im Spätsommer erklärt, dass es in seinen Augen ein Widerspruch ist, Werder und die AfD gut zu finden. Ausgrenzen habe er die Mitglieder und Wähler der Partei damit aber nicht. Im Gegenteil. „Ich sage nicht, dass ich sie nicht haben will. Sie sind uns im Weserstadion willkommen, gerade auch als Dauerkarteninhaber“, sagte Hess-Grunewald nach der Mitgliederversammlung gegenüber der DeichStube. Denn kommen die AfD-Anhänger regelmäßig ins Weserstadion, könnten sie dort genau jene weltoffene Atmosphäre aufsaugen, „für die wir als Verein stehen“.

Einige Werder-Mitglieder waren wegen der Äußerungen Hess-Grunewalds aus dem Verein ausgetreten. „Ich habe jedem AfDler, der bei uns ausgetreten ist, mitgeteilt, dass ich das bedauere. Denn genau das wollte ich nicht. Ich wollte einen inhaltlichen Austausch darüber, für was Werder steht“, betonte der Präsident.

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