Vor dem Nordderby

Polizei zieht Werder-Chaoten aus dem Verkehr

Hamburg - Einsatzkräfte der Polizei haben am Freitag bei einer groß angelegten Kontrolle zahlreiche Bremer Fußball-Chaoten aus dem Verkehr gezogen. „Wir haben vermutlich eine schwere Auseinandersetzung verhindert!“, wird Normen Großmann, Einsatzleiter der Bundespolizei, in der "Bild"-Zeitung zitiert.

Demnach waren rund vier Stunden vor dem Anpfiff des 104. Nordderbys sieben Reisebusse mit Bremer Anhängern von der Autobahn geholt und kontrolliert worden. Die Busse (drei von der A1, vier von der A7) wurden auf den alten Zolldurchlass Waltershof geleitet, wo rund 250 Beamte die Kontrollen bei den 170 Insassen durchführten.

Während die Busse von der A1 anschließend ihre Fahrt Richtung Stadion fortsetzen durften, war für die "Reisegruppen" von der A7 der Ausflug nach Hamburg beendet, bevor er richtig begonnen hatte. Sie wurden unter Polizeibegleitung zurück nach Bremen eskortiert. Der Grund: Unter den Werder-Anhängern in diesen Bussen befanden sich laut "Bild" zahlreiche Hooligans der Kategorien B (gewaltbereit) und C (gewaltsuchend). Zudem wurden bei den Durchsuchungen unter anderem Vermummungsgegenstände, Schutzkleidung für Schlägereien und Polen-Böller sichergestellt.

Bitter für die unbeteiligten Werder-Anhänger in den vier Bussen, bei denen nichts gefunden wurde und die auch nicht als Hooligans geführt werden - für sie war die Reise an dieser Stelle ebenfalls beendet. Statt das eigene Team im Volksparkstadion anfeuern zu können, ging es auch für sie auf die vorzeitige Rückreise nach Bremen.
mib

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Rubriklistenbild: © dpa

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