Polizei lobt Fan-Verhalten der Paderborner Anhänger

Bremen - Am Samstagabend gingen nicht nur die Fußballfans von Werder Bremen mit dem 4:0 Sieg im Rücken gegen den SC Paderborn 07 nach Hause, sondern auch die Einsatzkräfte der Polizei Bremen. Sie lobten anschließend ausdrücklich das vorbildliche Fan-Verhalten der Paderborner Anhänger.

Zu dem Spiel waren 41.800 Zuschauer ins Weserstadion gekommen, darunter 3.600 Gästefans. Die An- und Abreise der Fans erfolgte weitestgehend durch Züge und Busse. Die mit dem Zug angereisten Fans begaben sich fußläufig und friedlich zum Stadion. Während des Spiels war auf beiden Seiten fantypisches, spielorientiertes Verhalten zu beobachten. Nach dem Spiel erfolgte ein zügiger und lockerer Abmarsch aller Besucher. Mit diesem Positiv-Erlebnis ließen sich die Einsatzkräfte gerne in den 1. Advent entlassen.

Werder in der Einzelkritik

Raphael Wolf: Gute Paraden gegen Bakalorz (63.) und Kachunga (86.), dazu präzise Abwürfe und Abschläge. Der Schlussmann gönnte sich nur eine Unsicherheit, als er mit einer seltsamen Faustabwehr Gefahr heraufbeschwor. Note 2,5 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie: Brachte sich nicht in den Fokus, weil er sich auf die Erledigung seiner defensiven Aufgaben beschränkte. Was ihn vor keine Herausforderung stellte. Note 3 © nordphoto
Sebastian Prödl: Auch der Kapitän und Abwehrchef geriet angesichts harmloser Paderborner Angriffe kaum in Verlegenheit. 78 Prozent seiner – nicht nur auf Sicherheit gespielten – Pässe kamen an. Note 2,5 © nordphoto
Alejandro Galvez (bis 84.): Hat sich unter Coach Skripnik längst als Innenverteidiger etabliert. Auch diesmal wieder stabil. Allerdings kassierte der Spanier seine fünfte Gelbe Karte, fehlt deshalb gegen Eintracht Frankfurt. Note 2,5 © nordphoto
Janek Sternberg: Die größte Überraschung in der Startelf. Der Linksverteidiger aus der U 23 feierte ein ordentliches Bundesliga-Debüt. Sternberg versteckte sich nicht, war aktiv auf dem Platz. Dabei ging manches auch noch daneben, aber insgesamt gilt für den 22-Jährigen: Chance genutzt. Note 3 © nordphoto
Felix Kroos: Der defensive Mittelfeldspieler war anfangs etwas wackelig, kam mit dem Paderborner Pressing nicht zurecht. Später wurde Kroos immer sicherer. Note 3,5 © nordphoto
Fin Bartels: Arbeitsbiene und eiskalter Vollstrecker. Bartels legte weite Wege zurück, kam auf mehr als zwölf Kilometer Laufleistung. Gut seine Vorbereitung bei Selkes Top-Chance (22.), noch besser sein Abschluss zum 3:0. Note 2,5 © nordphoto
Zlatko Junuzovic: Sein Freistoßtor zum frühen 1:0 war eine Augenweide. Das 2:0 bereitete er ebenfalls per Freistoß vor. Doch Junuzovic hatte mehr zu bieten als nur Standardsituationen. Aus dem Spiel heraus gelangen ihm ein paar feine Tricks. Note 1,5 © nordphoto
Levent Aycicek (bis 83.): In seinem fünften Bundesliga-Spiel durfte er erstmals von Anfang an ran – und das auf der Königsposition als Spielmacher. Was der 20-Jährige daraus machte, war verheißungsvoll. Aycicek forderte und verteilte die Bälle, suchte mutig den Torabschluss. Nachdem er mit den ersten beiden Versuchen noch gescheitert war, schlug’s beim dritten Mal im Winkel des Paderborner Gehäuses ein. Bitte mehr davon! Note 2,5 © nordphoto
Izet Hajrovic (bis 68.): Kaum eine Besserung nach seiner schwachen Leistung in Hamburg. Bei Angreifer Hajrovic ging die Mehrzahl der Aktionen schief. Der bosnische WM-Teilnehmer gewann nur 17 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte lediglich sieben (von zwölf) Pässe zum Mann. Note 4,5 © nordphoto
Davie Selke: Viel Licht, aber auch Schatten bei dem Mittelstürmer, der den Vorzug vor Nils Petersen bekam. Selke bewies bei seinen Chancen in Halbzeit eins Durchsetzungsvermögen im Strafraum. Sein Torriecher funktioniert auch – siehe der Abstauber zum 2:0, seinem zweiten Bundesliga-Treffer. Aber bei zwei Kontersituationen in der zweiten Hälfte agierte Selke zu eigensinnig und zu ungenau. Legte dann noch das 4:0 für Aycicek auf. Note 2,5 © nordphoto
Cedrick Makiadi (ab 68.): Half mit, Paderborn die Hoffnung auf eine Aufholjagd zu nehmen. Note - © nordphoto
Maximilian Eggestein (ab 84.): Bundesliga-Debüt mit zarten 17 Jahren – unvergesslich für das Mittelfeld-Talent. Note - © nordphoto
Luca Caldirola (ab 84.): Kam für Galvez – vielleicht war es ein Hinweis, dass Caldirola den gegen Frankfurt gesperrten Spanier vertreten wird. Note - © nordphoto

Werder Bremen gewinnt gegen Paderborn mit 4:0

Werder Bremen hat sich eine Woche nach der bitteren Pleite im Nordderby im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den Frust von der Seele geschossen. Nach einer kämpferisch und spielerisch überzeugenden Vorstellung gewann die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik am 13. Spieltag verdient mit 4:0 (1:0) gegen den SC Paderborn. © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
Werder Bremen gewinnt Heimspiel gegen Paderborn © nordphoto
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