Werder bereitet sich in Verden vor

Ein Pokalfinale als Vorspiel

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Werder-Coach Skripnik

Bremen/Verden - Bierbuden, Bratwurststände, 400 Zuschauer – das Abschlusstraining des SV Werder für den Abstiegskrimi gegen den VfB Stuttgart könnte am Sonntag ein ganz besonderes werden. Denn der Bundesligist zieht um. Nach Verden.

Dort bezieht das Team von Chefcoach Viktor Skripnik ab heute Nachmittag ein Kurzztrainingslager – so die offizielle Bezeichung. Das heißt: zwei Mal schlafen im Hotel Niedersachsenhof, Abschlusstraining am Sonntag und Anschwitzen am Montagmorgen jeweils im Stadion am Berliner Ring.

„Fokussieren und einschwören“, lautet die Devise. doch mit der Konzentraition könnte das zumindest beim Abschlusstraining etwas schwierig werden. Denn bevor die Werder-Profis auf den Rasen dürfen, muss erst das Kreispokalfinale zwischen dem SV Hönisch und dem TSV Dauelsen beendet sein. Anstoß 15 Uhr. Werder hat seine Einheit für 17.30 Uhr angesetzt. Da dürfte der eine oder andere Pokalsieger noch jubeln, genauso wie ein Teil der 400 Zuschauer, die zu diesem Highlight im Amateurfußball erwartet werden. Und wenn die dann auch noch die Werder-Profis sehen . . .

Aber gut, Gegner VfB Stuttgart hatte sich unter der Woche sogar nach Mallorca verabschiedet – nicht weit weg vom legendären Ballermann. Im Abstiegskampf ist eben alles anders. Wobei Sportchef Thomas Eichin bis Donnerstag noch betonte, Werder bräuchte keinen „Aktionismus“. Da wurde längst die Wochenendreise geplant. Auch auf Wunsch der Mannschaft. „Wir haben uns darüber unterhalten und gesagt, dass wir das für sinnvoll halten“, berichtet Clemens Fritz. Für ihn ist diese Art der Vorbereitung ein Novum bei Werder: „Das haben wir noch nicht gemacht.“

Skripnik freut sich schon auf Verden. „Da haben wir alle Zeit der Welt, um uns vorzubereiten“, sagt der Coach: „Wir werden Analysen und Einzelgespräche machen.“ Und heute Abend gemeinsam Fußball gucken. Ein Raum wird dafür hergerichtet, um die Partie Leverkusen gegen Hertha zu verfolgen. Auch das gehört zum Teambuilding. Und Skripnik verspricht: „Am Montag weiß jeder von uns, wo es langgeht.“

Klingt ziemlich unspektakulär – und soll es auch sein. Deshalb könne auch nicht von Aktionismus die Rede sein. „Wir sind einfach mal einen Tag länger vor dem Spiel zusammen“, sagt Eichin. Die Suche nach einem geeigneten Standort sei gar nicht so einfach gewesen. Drei Kriterien gab es zu erfüllen: kurze Entfernung zu Bremen, gutes Hotel, ordentlicher Platz. Verden passte schließlich am besten. So wird die Pferdestadt für ein paar Tage zur Bundesliga-Stadt. Bis Werder am Montagabend Richtung Weserstadion aufbricht, um dort mit eienem Sieg gegen den VfB Stuttgart den Relegationsplatz zu verlassen.
kni

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