Pokalpartie beim Drittligisten Preußen Münster

Sokratis verspricht: „Hinten gibt‘s keine Probleme“

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HEUTE WIRD’S heiß: Sokratis und Co. müssen viel trinken, um in Münster zu bestehen.

Bremen - von Björn Knips. Abschlusstraining vom SV Werder – da ist am Weserstadion immer richtig was los. So auch gestern Mittag. Doch kaum einer wollte die Werder-Profis sehen.

Die bereiteten sich vor nur wenigen Augenzeugen auf einem Nebenplatz auf die heutige Pokalpartie beim Drittligisten Preußen Münster (16 Uhr) vor, während nur wenige Meter weiter Tausende in die Arena strömten. Dort fand das ungleiche Pokalduell zwischen den Amateuren des FC Oberneuland und den Double-Gewinnern von Borussia Dortmund statt.

Mit den Werder-Profis auf der Tribüne. Frisch geduscht schauten sich die Bremer ihren Gegner beim Bundesliga-Auftakt am Freitag an. Aber nicht bis zum Schluss. Schon vor dem Abpfiff ging‘s in den Bus. „Wir wollen schnell auf die Bahn“, berichtete Trainer Thomas Schaaf. Denn der Fokus an diesem Wochenende liegt noch ganz klar auf Münster. Dort will der runderneuerte SV Werder einen guten Start hinlegen und die hervorragenden Eindrücke der Vorbereitung bestätigen.

Allerdings: Bei aller Freude über die neue Offensivkraft macht die Defensive ein bisschen Sorgen. 14 Gegentore kassierten die Grün-Weißen in der Vorbereitung, davon drei gegen Aston Villa. Auch bei den Kurzauftritten (2x30 Minuten) beim Liga-total-Cup in Hamburg klingelte es gegen Bayern (zwei Mal) und Dortmund (drei Mal) viel zu oft im Werder-Kasten. Noch stimmt die Balance nicht. Doch Abwehrchef Sokratis ist ganz entspannt und versichert: „Hinten gibt‘s keine Probleme.“ Der Grieche hat nämlich genau hingeschaut und festgestellt: „Wir haben viele Tore nach Standards bekommen. Das ist nicht so schlimm, das lässt sich beheben. Ich bin zuversichtlich.“

Das ist Schaaf auch. Trotzdem, so scheint es, wählt er zum Saisonstart die etwas defensivere Variante. Beim Trainingsspiel erhielt gestern auf der linken Abwehrseite erneut der zweikampfstarke Aleksandar Ignjovski den Vorzug vor dem vorstoßfreudigen Lukas Schmitz. Und auf der rechten Seite verzichtete Schaaf auf einen echten Außenstürmer und vertraute dort Mittelfeldmann Kevin De Bruyne, der extrem forsch auftrat.

Auch Nils Petersen präsentierte sich in bester Spiellaune. Kein Wunder, die Leihgabe vom FC Bayern durfte endlich wieder im Sturmzentrum ran – und das auch in der A-Formation. Herausforderer Niclas Füllkrug muss wohl auf seine Chance noch ein wenig warten, aber in seiner guten Form ist ihm heute ein Einsatz als „Joker“ fast sicher.

Aber bitte nicht erst in der Verlängerung. Denn eine Overtime wollen die Bremer bei der Hitze unbedingt vermeiden. Zumal es bereits am Freitag in Dortmund weitergeht. Aber das ist nur ein Grund. Auf die Frage, was heute spannender wird – das Pokal-Duell in Münster oder der Tatort aus Münster in der ARD – antwortete Schaaf mit breitem Grinsen: „Wir werden einen spannenden Tatort sehen.“ Der Mann plant also ohne Verlängerung, denn ansonsten beginnt der Tatort ohne ihn irgendwo auf der A1 zwischen Münster und Bremen.

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