Johannes Eggestein wird mal „ein Guter“

Pizarro und sein „Lehrling“

Johannes Eggestein trippelt über die Mini-Hürden – und Claudio Pizarro schaut ganz genau hin. J Foto: nordphoto

Neuruppin - Über Johannes Eggestein sagt Viktor Skripnik, dass er „schnelle Füße“ hat. „Seine Dribblings links, rechts, links – das gefällt mir“, lobt der Chefcoach den 18-Jährigen, mit dem bei Werder Bremen so viele Hoffnungen verbunden sind.

Eggestein, der nächste Top-Stürmer, Eggestein der nächste Pizarro – so hätten sie es gerne bei dem Bundesligisten. Ob es irgendwann so sein wird, vermag Claudio Pizarro nicht zu beurteilen. Was er aber sagen kann, ist, dass er fleißig mithelfen wird, seinen (möglichen) Nachfolger aufzubauen.

„Schon mit dem ersten Blick kann man sagen, dass Johannes Qualität hat – und den Torriecher auch. Er ist ein guter Spieler, und ich versuche, ihm etwas beizubringen“, sagt der 37-Jährige, der vom Alter her Eggesteins Vater sein könnte. Väterlicher Freund geht aber auch. Oder Mentor. Auf jeden Fall einer, der aufpasst auf den Jungen und ihm Tipps gibt. Gefragt oder gebeten werden muss Pizarro dabei übrigens nicht: „Ich gehe selber auf ihn zu.“ Nicht umgekehrt.

Vielleicht wird man die Stürmer aus den zwei Generationen bald gemeinsam auf dem Platz sehen. Coach Skripnik hält es für möglich, wird aber genau dosieren, wie er Johannes Eggestein wann einsetzen kann. Schritt für Schritt heranführen – es gilt das, was bei jungen Spielern immer gilt. „Johannes trainiert jetzt bei uns. Irgendwann kommt dann die Zeit, dass er Spielpraxis sammeln muss. Dass kann bei uns oder in der U 23 passieren.“

Als Claudio Pizarro so alt war wie Johannes Eggestein jetzt, spielte er gerade seine erste Saison bei Alianza Lima in Peru. Nur ein Jahr später folgte der Wechsel zu Werder. Und sofort stieg er zum Star auf, alles ging rasend schnell. Eine ähnliche Entwicklung bei Johannes Eggestein zu erwarten, wäre wohl überzogen, aber die Richtung stimmt schon mal, meint Pizarro: „Ich glaube, er wird ein Guter.“
csa

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