Als Joker gegen Hoffenheim dabei

Pizarro soll sofort helfen

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Wo Claudio Pizarro ist, da wird gelacht – und Trainer Viktor Skripnik findet das richtig gut.

Bremen - Dieser Claudio Pizarro verzaubert sie alle in Bremen – den Trainer nicht weniger als die Fans. Viktor Skripnik trat gestern so entspannt vor die Presse wie lange nicht mehr, bot am Mittag lächelnd eine mehrstündige Fragestunde an. Nur beim Training um 15 Uhr würde er gerne dabei sein, flachste der Werder-Coach und verriet sofort, was alle wissen wollten: „Wenn Claudio gesund bleibt, dann nehmen wir ihn mit nach Hoffenheim.“ Und das ganz sicher nicht nur als Zuschauer.

Pizarro ist wenige Tage nach seiner erneuten Rückkehr zu Werder offenbar schon so fit, dass er direkt eingesetzt werden kann. Noch nicht in der Startelf, doch Skripnik beschrieb ganz genau, wofür er den 36-Jährigen schon morgen gegen Hoffenheim braucht: „Er ist der letzte Kick für die letzten 20, 30 Minuten.“ Ein wahrer Edeljoker, der er nicht bleiben muss. „Wenn Claudio so weit ist, darf er gerne auch 90 Minuten spielen. Davon können wir alle nur profitieren“, meinte Skripnik, schützte aber sogleich seine beiden aktuellen Stammkräfte im Angriff: Anthony Ujah und Aron Johannsson. „Jeder weiß, wer bei uns Zukunft hat“, betonte der Ukrainer und verwies auf die Vierjahresverträge der beiden Angreifer. Außerdem könne er sich durchaus vorstellen, dass Pizarro, Ujah und Johannsson auch mal gemeinsam auf dem Platz stehen.

Skripnik strahlte. Die Verpflichtung von Pizarro bietet ihm ganz neue Möglichkeiten. Und die hatte er sich gemeinsam mit seinem Trainerteam so sehr gewünscht. „Wir wollten gerne eine Ergänzung für die Offensive“, berichtete Skripnik. Da lag ein Pizarro natürlich nahe. Der Wunsch wurde an die sportliche Leitung herangetragen – und nun lobte Skripnik: „Gott sei Dank haben es Thomas Eichin und Rouven Schröder geschafft.“

Abschlusstraining mit besonderem Zaungast

Mit der großen Erwartungshaltung der Fans hat der Coach überhaupt kein Problem, er befeuert sie sogar noch: „Ich glaube daran, dass er wieder der Pizarro wird, den wir kennen.“ Die Vorzeichen seien jedenfalls bestens, die Körpersprache schon „gut“, die Laufbereitschaft „enorm“ und „die Sache mit dem Ball „okay“. Ende Juni hatte der Peruaner das letzte Mal einen Ball am Fuß. Kein Problem, urteilte Skripnik: „Bei so einem Spieler dauert es nicht lange.“

Allerdings nur dann, wenn er gesund bleibt. Und damit hatte Pizarro in der vergangenen Saison beim FC Bayern so seine Probleme. Immer wieder stoppten ihn muskuläre Probleme. „Wir fragen ihn fast jede Minute“, erzählte Skripnik und verbreitete damit schon ein bisschen Angst und Schrecken. Doch es war als Scherz gedacht. Später relativierte der Coach: „Das sind ganz normale Sorgen wie bei jedem anderen Spieler auch.“ Bei einem 36-Jährigen, der einige Wochen pausiert habe, müsse allerdings die Trainingsintensität wohl dosiert werden. Deshalb war Pizarro am Donnerstagnachmittag im Kraftraum geblieben.

Gestern mischte und lachte er wieder mit. Der Stürmer verbreitet einfach gute Laune. „Ein Südamerikaner eben“, meinte Skripnik und verriet noch ein Geheimnis: Wenn die einstigen Teamkollegen Skripnik, Frings und Pizarro unter sechs Augen wären, „dann geht es nicht ohne lachen“. Da leuchteten seine Augen wieder, der Trainer ist genauso glücklich wie die Fans.

kni

Werder-Pressekonferenz vor Hoffenheim-Spiel

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