Keine neuer Vertrag für Manneh

Märchen ohne Happy End: Ousman Manneh ohne Zukunft bei Werder Bremen

Vertrag nicht verlängert: Ousman Manneh hat bei Werder Bremen keine Zukunft
+
Vertrag nicht verlängert: Ousman Manneh hat bei Werder Bremen keine Zukunft

Bremen – Er hatte es vom Flüchtling bis zum Bundesliga-Profi geschafft, doch für Ousman Manneh gibt es zumindest beim SV Werder Bremen kein Happy End. Nach fast zweijähriger Verletzungspause wird der ausgelaufene Vertrag mit dem 23-jährigen Stürmer aus Gambia nicht verlängert.

„Es tut mir persönlich sehr leid für ihn. Ousman Manneh ist ein wirklich herzensguter Junge, der von Verletzungen geplagt wurde“, berichtet Sportchef Frank Baumann im Gespräch mit der DeichStube und erklärt die Entscheidung des SV Werder Bremen gegen Manneh: „Unsere U23 ist voll besetzt. Da sind viele junge Spieler, die nachgerückt sind und sich jetzt in der Regionalliga beweisen sollen. Und in der Bundesliga-Mannschaft würde Ousman bei uns keine Rolle spielen.“ Wohin es Manneh zieht, ist nicht bekannt.

Ousman Manneh: Bei Werder Bremen zwischenzeitlich zum Profi befördert

Mit 17 Jahren war Manneh aus seiner Heimat Gambia nach Bremen geflüchtet. Bei einem Sichtungstraining wurde er vom Blumenthaler SV entdeckt, später dann auch vom SV Werder Bremen. Als 18-Jähriger wechselte Ousman Manneh zum Bundesligisten, debütierte sofort in der U23. Im Herbst 2016 folgte das Bundesliga-Debüt gegen Mainz 05. Alexander Nouri war vom U23-Trainer zum Chefcoach der Profis befördert worden und hatte Manneh gleich mitgenommen. Sechs Mal schenkte er dem robusten Stürmer das Vertrauen – dann nie wieder.

Trotzdem wurde Mannehs Vertrag bei Werder Bremen im Sommer 2017 bis 2020 verlängert. Eigentlich sollte der junge Offensivmann anschließend an einen Zweitligisten verliehen werden, doch das klappte nicht. Ousman Manneh blieb, kam aber nur noch in der Dritten Liga zum Einsatz. Fünf Tore, vier Assists in 17 Spielen lautete seine Bilanz, ehe er sich im März verletzte. Ein angedachter Wechsel im Sommer war wegen der anhaltenden Fußprobleme kein Thema. Und es wurde lange Zeit nicht besser. Erst 21 Monate später, im Dezember 2019, feierte der Angreifer sein Comeback, spielte 24 Minuten bei der 0:5-Niederlage im U23-Duell mit dem VfL Wolfsburg

Ousman Manneh hat bei Werder Bremen keine Zukunft

Mehr Regionalliga-Einsätze kamen allerdings nicht mehr dazu, was auch an der Coronakrise und dem daraus resultierenden Saisonabbruch lag. „Er ist jetzt gesundheitlich wieder auf einem guten Weg“, betont Baumann und hofft, dass sich für Ousman Manneh eine gute Lösung ergibt: „Ich drücke ihm alle Daumen. Aber bei uns hätte es leider keinen Sinn gemacht.“

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Triumphale Bayern: Martínez wird nochmal zum "Mr. Supercup"

Triumphale Bayern: Martínez wird nochmal zum "Mr. Supercup"

Bayern gewinnt den UEFA-Supercup: Martínez sticht als Joker

Bayern gewinnt den UEFA-Supercup: Martínez sticht als Joker

Was Autofahrer über Winterreifen wissen sollten

Was Autofahrer über Winterreifen wissen sollten

Letzte Rettungsversuche für gestrandete Wale in Australien

Letzte Rettungsversuche für gestrandete Wale in Australien

Meistgelesene Artikel

Wegen Yuya Osako: Werder-Coach Kohfeldt riskiert sogar Prügel

Wegen Yuya Osako: Werder-Coach Kohfeldt riskiert sogar Prügel

Wegen Yuya Osako: Werder-Coach Kohfeldt riskiert sogar Prügel
Nach dem Fehlstart will Werder-Coach Florian Kohfeldt gegen Schalke zurück in den „Alles-oder-nichts-Modus“

Nach dem Fehlstart will Werder-Coach Florian Kohfeldt gegen Schalke zurück in den „Alles-oder-nichts-Modus“

Nach dem Fehlstart will Werder-Coach Florian Kohfeldt gegen Schalke zurück in den „Alles-oder-nichts-Modus“
Milot Rashica fehlt Werder Bremen auch gegen Schalke

Milot Rashica fehlt Werder Bremen auch gegen Schalke

Milot Rashica fehlt Werder Bremen auch gegen Schalke
Werder-Torwart Jiri Pavlenka und der Corona-Frust

Werder-Torwart Jiri Pavlenka und der Corona-Frust

Werder-Torwart Jiri Pavlenka und der Corona-Frust

Kommentare