Werders Top-Torjäger fällt aus

Ohne Pizarro – Ujah muss es rausreißen

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Anthony Ujah

Bremen/München - Das Rendezvous mit der Ex-Braut fällt aus, und auch der Torrekord muss noch ein bisschen warten. Wegen einer Adduktorenzerrung, zugezogen am Donnerstag im Training, verpasst Werder-Torjäger Claudio Pizarro heute die Partie gegen den FC Bayern München.

„Eine bittere Nachricht“, meinte Coach Viktor Skripnik, der im 100. Bundesliga-Duell der beiden Traditionsclubs nun gleich vier Spieler (neben Pizarro noch Bartels, Fritz und Junuzovic) aus den Startaufgeboten der letzten beiden Partien ersetzen muss. „Dafür scharren andere mit den Hufen, sich beweisen zu können. Die, die spielen, werden alles geben und eine gute Leistung zeigen“, versprach Geschäftsführer Thomas Eichin und beteuerte: „Ich habe überhaupt keine Angst vor dem Spiel.“

Man könnte sie mit einem Blick auf den Bremer Kader aber bekommen. Denn im Aufgebot steht nicht ein Spieler, der in seiner Karriere schon mal gegen den FC Bayern gewonnen hat. Fritz und Pizarro wären die einzigen gewesen. Die Hoffnungen auf eine Überraschung in München ruhen nun auf Anthony Ujah, der bei den Siegen über Leverkusen und Hannover noch die Bank gedrückt hatte. „Ich bin hungrig und bereit, wenn man mich braucht“, hatte der Nigerianer gesagt. Heute, 18.30 Uhr, kann er es beweisen. „Ujah ist sicher keine Verschlechterung“, urteilte Eichin.

Dennoch bleibt es dabei: Werder tritt mit einem absoluten Notteam beim Meister und Tabellenführer an. Welches Personal der FC Bayern heute auf den Platz schicken wird, war gestern noch völlig offen. Rotation vor dem Champions-League-Rückspiel am Mittwoch gegen Juventus Turin oder nicht – auf diese Frage gab Trainer Pep Guardiola keine echte Antwort. Aber Juve spielt in seinen Gedanken angeblich noch keine Rolle. „In dieser Woche war in meinem Kopf nur Bremen“, verkündete der spanische Starcoach: „Wir müssen uns auf Werder konzentrieren – danach haben wir vier Tage Zeit für das Spiel gegen Juventus.“ Schwung holen für die Königsklasse ist das Ziel, sagte Arjen Robben: „Man kann nicht sagen, es geht schon um Juventus, Bremen nehmen wir so zwischendurch. Das funktioniert nicht.“

csa/kni/dpa

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