Beim Werder-Heimspiel gegen Köln

Werder-Verteidiger Toprak bei Startelf-Rückkehr sofort Statistik-König

Ömer Toprak von Werder Bremen spielt einen Pass, während er von einem Spieler des 1. FC Köln bedrängt wird
+
Ömer Toprak war bei seinem Startelf-Comeback gegen den 1. FC Köln der wohl beste Spieler des SV Werder Bremen.

Bremen - Irgendwann ging es nicht mehr. Ein kurzes Signal in Richtung Trainerbank, und der Arbeitstag von Ömer Toprak war am Freitagabend nur wenige Augenblicke später beendet: Nach 74 Minuten verließ der Innenverteidiger des SV Werder Bremen im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (1:1) völlig ausgepumpt den Platz.

„Bei mir war der Akku leer“, sagte Ömer Toprak am Tag danach im „Werder-Strom-Talk“, zeigte sich aber zuversichtlich, schon bald wieder über die volle Distanz in der Bundesliga auf dem Platz stehen zu können. Klar ist: Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, würde das nicht nur freuen, er baut fest darauf. Einen Tag vor dem Köln-Spiel hatte der 38-Jährige betont, dass Toprak, wenn der es denn körperlich bloß wieder könnte, bei ihm immer spielen würde, denn „Ömer ist bei uns ein absoluter Qualitätsspieler“. Das war dann auch während der 74 Minuten am Freitagabend zu sehen.

Ömer Toprak agierte im Spielaufbau als rechter Part der Bremer Dreierkette, bei Kölner Ballbesitz gab er zudem den rechten Innenverteidiger in einer Viererkette. In beiden Rollen strahlte der 31-Jährige große Ruhe und Sicherheit aus, die später auch in den Statistiken Ausdruck fand: Sowohl in Sachen Passquote (95 Prozent) als auch bei der Zweikampfquote (83 Prozent) verzeichnete Toprak die Bestwerte aller Innenverteidiger auf dem Platz. Die noch viel bessere Nachricht war allerdings, dass er das Spiel körperlich gut überstanden hat.

Werder Bremen: Ömer Toprak über 90 Minuten gegen den FC Bayern München?

„Ich bin nur etwas müde, weil ich nach einem Freitagabendspiel nicht direkt einschlafen kann“, berichtete Toprak am Samstag, „aber grundsätzlich fühlt sich mein Körper gut an, ich habe das Spiel gut verkraftet.“ Die nun anstehende Länderspielpause will der Verteidiger dazu nutzen, um nach seiner Muskelverletzung vom Saisonbeginn „noch etwas Training aufzuholen“. Im nächsten Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen beim FC Bayern München (Samstag, 21. November) könnte es dann womöglich erstmals wieder für 90 Minuten reichen.

Für Werder wäre das enorm wichtig, schließlich wird die Defensive in München besonders im Fokus stehen. „Wir werden leiden in diesem Spiel“, ahnt Ömer Toprak, der weiß, dass sehr viel Laufarbeit ohne Ball auf seine Mannschaft zukommen wird: „Darauf müssen wir uns gut vorbereiten und dann alles reinwerfen, was wir haben.“ (dco)

Update (13. November 2020): Unfassbar! Ömer Toprak hat sich schon wieder verletzt und musste im Werder-Testspiel gegen den FC St. Pauli ausgewechselt werden.

Zur letzten Meldung vom 5. November 2020:

Werder Bremen: Ömer Toprak rückt immer näher an Startelf heran, doch Florian Kohfeldt zögert noch

Bremen - 13 Minuten in Freiburg und 20 Minuten in Frankfurt - die beiden Kurzeinsätze, auf die es Ömer Toprak in der laufenden Bundesliga-Saison bisher bringt, genügten Werder-Trainer Florian Kohfeldt schon, um sich abermals davon zu überzeugen, welch wichtige Rolle Toprak in seiner Mannschaft spielt. Oder besser: dauerhaft bei Werder Bremen spielen könnte, wenn er nur endlich über einen längeren Zeitraum frei von Verletzungen bliebe. „Er ist ein absoluter Qualitätsspieler bei uns“, betont Kohfeldt, der beim Innenverteidiger aber trotzdem noch vorsichtig ist.

Es ist zwar durchaus denkbar, dass Toprak im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr) in die Bremer Startelf zurückkehrt (Kohfeldt: „Er ist seit vier Wochen im Training und rückt von Tag zu Tag näher heran“) - selbstverständlich ist es deshalb aber noch lange nicht. Schließlich ist die bisherige Bremer Zeit des Abwehrspielers, der im Sommer 2019 von Borussia Dortmund kam, geprägt von schweren und mittelschweren Verletzungen, die immer wieder längere Ausfallzeiten nach sich zogen. Von insgesamt 40 möglichen Bundesligaspielen bestritt Ömer Toprak nur zwölf für Werder Bremen. Nie war ein sportlicher Grund dafür ausschlaggebend, dass Toprak zuschauen musste. Zu Beginn der laufenden Saison war es eine Muskelverletzung, die den 31-Jährigen zurückwarf. „Es ist keine Frage der Qualität bei Ömer. Wenn wir nur über Fußball reden, würde ich ihn sofort immer spielen lassen wollen“, sagt Kohfeldt, der darauf hofft, dass er diese Möglichkeit bald endlich hat.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Köln: Startelf-Einsatz für Ömer Toprak vertretbar?

Nach Topraks guten Auftritten in Freiburg und Frankfurt steht Werder Bremen vor der Frage, ob ein Startelf-Einsatz gegen Köln aus gesundheitlicher Sicht schon vertretbar, oder ob es nicht doch sinnvoller wäre, „dass wir uns noch die Zeit in der Länderspielpause nehmen.“ Weiter geht es für Werder nach dem Köln-Spiel erst am 21. November auswärts beim FC Bayern München. „Fakt ist, dass Ömer in seiner Bremer Zeit leider noch nie komplett seinen Rhythmus finden konnte. Deswegen sind wir alle sehr darum bemüht, einen stabilen Aufbau hinzubekommen“, sagt Kohfeldt. Weil die Mannschaft im Allgemeinen und die anderen Innenverteidiger im Speziellen gerade einen guten Job machten, „können wir uns diesen stabilen Aufbau bei Ömer auch leisten“. Der Spieler selbst wolle natürlich immer spielen. „Aber er kennt seine Geschichte bei uns ja auch“, sagt Kohfeldt. (dco)

(Verfolgt das Spiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln im Liveticker der DeichStube)

Zur letzten Meldung vom 31. Oktober 2020:

Werder-Verteidiger Ömer Toprak und das besondere Comeback nach Frankfurt

Bremen – Das Spiel war fast vorbei, die Nachspielzeit bereits angebrochen, als der ohnehin unschöne Abend für Ömer Toprak so richtig mies endete. Nach einem groben Foul von Filip Kostic zog sich der Innenverteidiger des SV Werder Bremen Anfang März während des Pokalspiels bei Eintracht Frankfurt (0:2) eine Riss-Quetschwunde an der Wade zu.

Später wurde bei ihm zudem ein Anriss des Syndesmosebands diagnostiziert. Die Saison war für Ömer Toprak damit gelaufen. Wegen einer Muskelverletzung stand er auch in der laufenden Serie erst 103 Minuten auf dem Platz – 90 während des Pokalspiels von Werder Bremen in Jena und 13 während des Auswärtsspiels in Freiburg –, und ausgerechnet Frankfurt soll für ihn nun zum Ort des Neuanfangs werden.

Werder Bremen: Ömer Toprak Startelfkandidat gegen Eintracht Frankfurt

Wenn der SV Werder Bremen am kommenden Samstag ab 15.30 Uhr beim Tabellenachten gastiert, könnte Ömer Toprak erstmals in dieser Bundesliga-Saison wieder in der Werder-Startelf stehen. „Ömer ist fit und damit auf jeden Fall ein Kandidat“, sagte Werders „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz am Mittwoch am Rande des Trainings, während die Übungseinheit der Profis seine Worte bestätigte. Bei der Übung, bei der es darum ging, das gegnerische Pressing zu überspielen, kam Toprak in der vermeintlichen A-Elf zum Einsatz, verteidigte sowohl in einer Dreierkette mit Marco Friedl und Niklas Moisander als auch in einer Viererkette mit Theodor Gebre Selassie, Moisander und Friedl. Gut möglich also, dass Trainer Florian Kohfeldt wieder uneingeschränkt mit dem 31-Jährigen plant. Nachdem Toprak die ersten drei Saisonspiele gegen Hertha, Schalke und Bielefeld verletzt verpasst hatte, war er gegen Freiburg zu einem Kurzeinsatz gekommen und gehörte auch am vergangenen Sonntag gegen Hoffenheim dem Kader an. Die Startelf wäre da durchaus ein logischer nächster Schritt.

Ein Wiedersehen auf dem Platz mit Kostic wird es allerdings nicht geben. Der Angreifer fällt wegen eines Innenbandanrisses seit dem dritten Spieltag aus - so auch gegen Werder Bremen. Das grobe Foul aus dem März ist zwischen den beiden Profis ohnehin kein Thema mehr. Kostic hatte sich kurz danach öffentlich bei Ömer Toprak entschuldigt. (dco)

Verfolgt das Spiel des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt im Liveticker der DeichStube.

Zur letzten Meldung vom 16. Oktober 2020:

Ömer Topraks fünfter Anlauf zu einer Topkraft bei Werder Bremen

Bremen – Viel hat Werder Bremen bislang nicht gehabt von Verteidiger Ömer Toprak. Drei lange Zwangspausen ließen in der vergangenen Saison nur zehn Einsätze zu, und auch die neue Spielzeit begann für ihn mit einer Verletzung – Muskelschaden in der Wade, noch kein Bundesliga-Einsatz bisher.

Doch gegen den SC Freiburg, jenem Club, bei dem Toprak einst unter Trainer Robin Dutt zum Profi geworden war, könnte das Comeback gelingen. Es wäre der fünfte Anlauf von Ömer Toprak im Trikot des SV Werder Bremen. Ob der endlich zu Einsätzen auf Dauer führt?

Werder-Coach Florian Kohfeldt hofft es natürlich, denn er will Ömer Toprak nicht nur in den Kader berufen, sondern „bald auf dem Niveau sehen, auf dem wir ihn brauchen“. Doch genau dafür benötigt der ehemalige türkische Nationalspieler eine längere Phase mit regelmäßigen Einsätzen. In der vergangenen Saison waren sieben Spiele die längste Strecke, die er gehen konnte, dann trug er bei einem Foul des Frankfurters Filip Kostic einen Anriss des Syndesmosebandes davon. Das war großes Pech. Die anderen Verletzungen und Rückschläge werfen dagegen die Frage auf, ob Topraks Körper der Belastung in der Bundesliga noch standhält.

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt hat trotz der Verletzungshistorie „großes Vertrauen“ in Ömer Toprak

Florian Kohfeldt sagt, dass er trotz der Verletzungshistorie „großes Vertrauen“ in Toprak habe. Bei der Mannschaft sei es genauso, schließlich habe der 31-Jährige mit 27 Länderspielen für die Türkei sowie 39 Champions-League-Einsätzen bei den Nach-Freiburg-Stationen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund „eine beeindruckende Vita“ vorzuweisen. Aber was hilft die, wenn eine Verletzung die andere jagt? Nichts natürlich.

Das einzig Gute an Topraks Zwangspausen war, dass sich Milos Veljkovic gut entwickelt hat. „Er hat ordentlich gespielt“, urteilt Kohfeldt über die Vorstellungen des Serben gegen Schalke 04 (3:1) und Arminia Bielefeld (1:0). Und es gibt auch keinen Grund, ihn gegen den SC Freiburg nicht wieder spielen zu lassen. Zumal Ömer Toprak „noch nicht so weit ist für 90 Minuten“, so Kohfeldt. Doch schon vor der folgenden Partie gegen 1899 Hoffenheim dürfte das Duell um den Platz rechts in der Innenverteidigung so richtig entbrennen. „Eine tolle Situation für mich“, meint Kohfeldt, der auf dem zweiten Innenverteidigerposten ebenfalls die freie Auswahl hat. Dort kämpfen Marco Friedl und Niklas Moisander um den Platz in der Startelf. Und wer aus diesem Quartett mit wem spielt, sei völlig egal, meint Friedl: „Wir kennen uns alle sehr gut. Jeder weiß, wie der andere tickt.“

Bei Werder Bremen hoffen sie, dass Ömer Toprak gesund bleibt und der Chef im Abwehrzentrum wird

Dass der Österreicher aber Moisander ablösen und Ömer Toprak der Chef in der Defensive sein soll, ist so etwas wie Kohfeldts Masterplan im Abwehrzentrum. Deshalb drücken sie sich bei Werder Bremen selbst die Daumen, dass Toprak nun fit bleibt. „Das wünschen wir uns alle“, sagt Clemens Fritz, der Leiter Profifußball: „Ömer ist ganz klar jemand, der auf dem Platz Verantwortung übernimmt.“

Aber dem Konkurrenzkampf kann auch er nicht aus dem Weg gehen. Genauso wenig wie Moisander. Im Moment spricht viel dafür, an der Kombination Friedl/Veljkovic festzuhalten. Sie verfügt zwar nicht über die Erfahrung wie Toprak/Moisander, hat dafür aber mit den sechs Punkten aus den vergangenen zwei Spielen mit Ergebnissen absolut überzeugt. (csa) Auch interessant: Werder Bremen will Philipp Bargfrede zurückholen!

Zur letzten Meldung vom 19. September 2020:

Wieder eine Zwangspause von mindestens zwei Spielen: Werder Bremen wird mit Ömer Toprak einfach nicht glücklich 

Bremen – Das Spiel gegen Hertha ist bereits abgehakt, die Partie gegen Schalke in akuter Gefahr: Werder Bremen muss davon ausgehen, dass Innenverteidiger Ömer Toprak mindestens für diese zwei Begegnungen ausfallen wird.

„Das ist sehr unglücklich – für uns und für Ömer“, sagte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen die Hertha. Doppelt unglücklich: Ersatzmann Milos Veljkovic ist nach einer für ihn unrunden Saisonvorbereitung noch nicht zu hundert Prozent fit. Möglich also, dass Christian Groß in die Startelf des SV Werder Bremen rückt und es mit der starken Hertha-Offensive aufnehmen muss.

Werder Bremen kann mit Ömer Toprak nicht verlässlich planen

Toprak hat in Kohfeldts Wunschelf eigentlich einen festen Platz. Doch es zeigt sich einmal mehr, dass mit dem 31-Jährigen nicht verlässlich zu planen ist. In der Hinrunde der vergangenen Saison war Ömer Toprak bereits zweimal mit einer Wadenverletzung ausgefallen – zunächst vom dritten bis zum achten Spieltag, dann vom elften bis zum Hinrundenende. Einen Zusammenhang will Coach Kohfeldt aber nicht erkennen: „Es liegt zu viel Zeit dazwischen, als dass man davon sprechen könnte. Ich spekuliere auch nicht, ob das Pech ist oder tieferliegende Gründe hat. Das wäre Ömer gegenüber nicht fair.“

Allerdings ist die Verletzungshäufigkeit bei Ömer Toprak schon auffallend. Denn auch in der Rückrunde schaffte der ehemalige türkische Nationalspieler nur sieben Spiele, dann stoppte ihn ein Foul des Frankfurters Filip Kostica – Syndesmosebandabriss, Saisonaus. Nun startet Toprak nach einer Vorbereitung, die ebenfalls nicht störungsfrei verlaufen war, wieder mit einer Verletzung in die neue Spielzeit. Zudem mit einer, die auch nach dem Spiel auf Schalke nicht ausgeheilt sein muss. Kohfeldt: „Das kann schnell gehen, das kann aber auch länger dauern. Wir reden aber nicht von vier bis sechs Wochen.“

Werder Bremen: Ömer Toprak fehlt gegen Hertha und Schalke

Aber für die kommenden zwei Partien braucht Kohfeldt eine andere Lösung. Milos Veljkovic ist als Back-up vorgesehen, hat aber noch nicht die Power für 90 Minuten, nachdem ihn muskuläre Probleme durch die Vorbereitungszeit begleitet hatten. Im DFB-Pokalspiel bei Carl Zeiss Jena fehlte der Serbe sogar – er absolvierte an dem Wochenende noch einen konditionellen Block, um körperlich auf Stand zu kommen. Kohfeldt: „Milos hätte auch in Jena schon 30 Minuten oder eine Halbzeit spielen können. Gegen Hertha wird er auf jeden Fall im Kader sein – und vielleicht ist er schon ein Kandidat für mehr.“ Wenn nicht, dann würde Groß den Part als rechter Innenverteidiger übernehmen. (csa)

Zur letzten Meldung vom 16. September 2020:

Nächster Verletzungsschock: Ömer Toprak fehlt Werder Bremen gegen die Hertha - mindestens

Bremen - Schlechte Nachrichten für den SV Werder Bremen: Innenverteidiger Ömer Toprak fällt mit einer „Muskelverletzung an der Wade" einmal mehr aus. Das gaben die Grün-Weißen am späten Mittwochabend bekannt.

Im Laufe des Tages hatte sich der 31-jährige ehemalige türkische Nationalspieler einer MRT-Untersuchung bei Vereinsarzt Dr. Daniel Hellermann unterzogen. Wie schlimm die Verletzung tatsächlich ist und wie sie letztlich zustande gekommen ist, verrieten die Bremer indes nicht. Feststeht bisher lediglich, dass Ömer Toprak dem SV Werder Bremen zum Bundesliga-Auftakt am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hertha BSC nicht zur Verfügung stehen wird. „Anschließend wird nach dem Rehaverlauf entscheiden, wann er wieder einsteigen wird“, heißt es in einer Mitteilung des Clubs.

Es ist das nächste bittere Kapitel in der Geschichte von Ömer Toprak und dem SV Werder Bremen, in der sich für den Türken bisher eine Verletzung an die nächste reihte. Eigentlich sollte in seiner zweiten Saison jetzt endlich alles besser werden. Wenige Tage vor dem Bundesliga-Start schien der Verteidiger endlich auf einem richtig guten Weg zu sein. Die Wunsch-Innenverteidigung mit Niklas Moisander hatte im DFB-Pokal kaum etwas anbrennen lassen und die Null gehalten. Nun gab es den erneuten Rückschlag. Bleibt zu hoffen, dass es der letzte sein wird. (mwi)

Zur letzten Meldung vom 11. September 2020:

Startelf gegen Jena? Ömer Toprak hält bei Werder Bremen den Kurs

Bremen – Den Trainingsdienstag hatte Florian Kohfeldt zum Maßstab gemacht für Ömer Toprak. Wenn der Innenverteidiger die Doppelschicht gut überstehen würde, dann würde er mit Blick auf das DFB-Pokalspiel am Samstag beim FC Carl Zeiss Jena auch zu einem ernsthaften Anwärter auf einen Platz in der Werder-Startelf werden, hatte der Trainer gesagt.

Der Dienstag ist um, und die Frage ist: Hat Ömer Toprak die Belastungsprobe bei Werder Bremen bestanden? In Vertretung von Coach Kohfeldt gab Clemens Fritz, Leiter Profi-Fußball, die Antwort: „Ömer hat ordentlich trainiert und konnte alle Umfänge mitmachen. Wir werden in den nächsten Einheiten sehen, ob es für Samstag reichen wird.“

Werder Bremen: Noch ist offen, ob Ömer Toprak im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena spielen wird

Das ist weder ein Ja für Jena noch ein Nein. Aber immerhin hat Toprak, der sich am Samstag im Test gegen Hannover 96 nach abgeklungener Sprunggelenksblessur zurückgemeldet hatte, den Kurs gehalten. Werder Bremen hatte am Dienstagvormittag auf dem Platz sowie am Nachmittag im Kraftraum trainiert. Ein Einsatz von Ömer Toprak im DFB-Pokal-Spiel des SV Werder Bremen gegen CZ Jena ist weiter offen. (csa)

Zur letzten Meldung vom 18. August 2020:

Neustart nach der „Ausnahme-Saison“: Wie Ömer Toprak für Werder Bremen endlich wichtig werden will

Sagen wir es mal so: Das Timing für eine Medienrunde mit Ömer Toprak hätte aus Sicht des Spielers besser sein können. Am Dienstagvormittag und noch während die Mannschaft des SV Werder Bremen im Trainingslager im Zillertal zur ersten Einheit des Tages auf dem Platz stand, stellte sich der 31-Jährige den mitgereisten Journalisten zum Gespräch.

Natürlich blieben Fragen zu seiner Verletzungsseuche in der vergangenen Saison nicht aus. Und Ömer Toprak gab sich alle Mühe, die Vergangenheit als „Ausnahme“ zu deklarieren und die Angst vor einer Wiederholung des Erlebten zu zerstreuen. Dass er aber das erste richtige Training der Woche bei Werder Bremen auslassen durfte/sollte/musste, half ihm dabei sicher nicht.

„Einfach nur eine Belastungssteuerung“ sei die Pause gewesen, erklärte Toprak und beteuerte, dass bei ihm alles okay sei: „Ich habe keine Wehwehchen, fühle mich gut.“ Aber wer wie er seit März gefehlt hat, der müsse eben ein bisschen vorsichtiger sein. Ein ernsthaftes Problem würde es nicht geben. Und siehe da: Immerhin stand Ömer Toprak bei der zweiten Trainingseinheit des Tages auch wieder gemeinsam mit den Kollegen auf dem Rasen.

Werder Bremen-Profi Ömer Toprak: „Die schlechteste und unglücklichste Saison meiner Karriere“

Gut, dann wäre das für den Moment geklärt. Aber natürlich hängen Ömer Toprak die zurückliegenden zwölf Monate nach. Denn seitdem er – zunächst auf Leihbasis, mittlerweile aber fest – von Borussia Dortmund zu Werder Bremen gewechselt ist, lief beinahe alles schief für den Innenverteidiger. Eine Verletzung reihte sich an die andere – oder wie er es im Rückblick sagt: „Kaum hatte ich mal zwei Spiele gemacht, war ich auch schon wieder verletzt.“ 

Stimmt nicht ganz, denn zwischen dem 18. und dem 23. Spieltag kam Toprak immerhin auf sechs Einsätze am Stück – bis Eintracht Frankfurts Filip Kostic ihm im DFB-Pokalviertelfinale mit einem unnötigen Foul in der Nachspielzeit übel verletzte. Anriss des Syndesmosebandes – Ömer Toprak absolvierte bis Saisonende kein Spiel mehr, es blieb bei bescheidenen zehn Einsätzen in der Liga. Nur eine Partie davon gewann Toprak. Sein persönliches Fazit? Erwartbar negativ. „Körperlich war es für mich meine schlechteste und unglücklichste Saison. Da war so viel Pech dabei, das habe ich so auch noch nicht erlebt. Aber das kann passieren, das ist manchmal so. Ich hoffe aber, dass die letzte Saison eine Ausnahme war.“

Werder Bremen: Ömer Toprak hat „viel Vertrauen“ in seinen Körper

Trainer Florian Kohfeldt hofft das auch, schließlich will er endlich etwas haben von dem erfahrenen Verteidiger, den Werder Bremen nach dem Klassenerhalt für insgesamt fünf Millionen Euro Ablöse kaufen musste. Oder konnte. Wie die Sichtweise nach Ablauf von Topraks bis 2023 datierten Vertrags sein wird, zeigt sich ab jetzt. Der ehemalige türkische Nationalspieler steht quasi vor dem Neustart und unter Druck. Er soll ein Führungsspieler sein, er will ein Führungsspieler sein. Doch dafür muss der Körper mitmachen. Kann er? Ja, sagt Ömer Toprak: „Ich habe viel Vertrauen in meinen Körper. Wichtig ist, dass ich jetzt die Vorbereitung voll mitmachen kann.“

Momente der Belastungssteuerung werden aber weiter dazugehören. Wie auch die Arbeit mit einem Personalcoach seines Vertrauens, mit dem Toprak schon seit Jahren zusammenarbeitet. „Ich investiere viel in meine Fitness, habe aus der vergangenen Saison auch meine Schlüsse gezogen“, sagt er, wird aber nicht genauer: „Man lässt mal dies weg und packt jenes dazu...“

Werder Bremen: Ömer Toprak will seine Mitspieler in Zukunft führen

Am Ende muss das Ergebnis stimmen und Ömer Toprak konstant auf dem Platz stehen, um endlich die Verstärkung zu sein, die Coach Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann vor einem Jahr in ihm gesehen hatten. Toprak selbst ist überzeugt, dass er die Erwartungen erfüllen wird: „Ich weiß um meine Qualitäten und gehe davon aus, dass ich spiele, wenn ich fit bin.“ Am Mittwoch, wenn Werder Bremen im Zillertal auf den Linzer ASK trifft, wird er dabei sein. Ein Einsatz sei „kein Problem“, sagt Toprak.

Ein Stammplatz in der Liga wird aber keine Selbstverständlichkeit sein. Zum einen hat er eben diese lange Pause hinter sich, zum anderen hat Milos Veljkovic auf der Position des rechten Innenverteidigers keinen so schlechten Job gemacht. Für Toprak spricht aber zweifelsfrei die Erfahrung aus 237 Bundesligaspielen, 27 Länderspiel-Einsätzen für die Türkei und 49 Auftritten in Champions- und Europa League. Allein aus dieser Vergangenheit erwächst die Erwartung, dass Ömer Toprak in der kommenden Saison ein Anführer sein wird im Team. Vom Selbstverständnis her ist er das sowieso: „Ich habe immer auf einer sehr zentralen Position gespielt, da ist es normal, dass man seine Mitspieler führen muss. So habe ich das gelernt, es ist fast schon mein Naturell.“ (csa/kni)

Zur letzten Meldung vom 15. August 2020:

Werder Bremen hofft auf Aufschwung von Ömer Toprak: „Jetzt lassen wir ihn mal richtig in Tritt kommen..."

Um die bisherige Geschichte des Ömer Toprak bei Werder Bremen zu erzählen, reichen im Grunde zwei Zahlen: 3510 und 809.

3510 – das ist die maximale Anzahl an Einsatzminuten, auf die Ömer Toprak hätte kommen können, wenn er in der vergangenen Saison alle Spiele in Bundesliga, Relegation und DFB-Pokal von Anfang bis Ende bestritten hätte. Das hat bei Werder Bremen niemand geschafft, ist ja klar. Aber die 809 steht für die tatsächliche Einsatzzeit des Innenverteidigers – was bedeutet: 77 Prozent der Saison verpasste Toprak wegen diverser Verletzungen und körperlicher Beschwerden. 

Werder Bremen: Ömer Toprak endlich richtig fit

„Eine schwierige Zeit“ nennt Werder-Coach Florian Kohfeldt deshalb Topraks erste Saison in Bremen – und das ist sogar noch reichlich verniedlichend. Die erwartete Verstärkung konnte der Neuzugang aus Dortmund nicht sein, von der zweiten Spielzeit versprechen sich jetzt alle bei Werder Bremen deutlich mehr - Ömer Toprak sicherlich inklusive. Und Kohfeldt sagt es so: „Es besteht eine gute Möglichkeit, dass wir den Spieler, den wir uns bei seiner Verpflichtung erhofft haben, noch sehen werden.“

Der Coach stützt seine Hoffnung auf die Eindrücke der ersten Trainingstage der Sommervorbereitung. Ömer Toprak habe sich bislang in einem „extrem erfreulichen gesundheitlichen Zustand“ präsentiert: „Er war gleich auf einem ganz anderen körperlichen Level.“

Ömer Toprak ein Kandidat für den Mannschaftsrat von Werder Bremen

Völlig unfit war der heute 31-Jährige vor einem Jahr beim Wechsel von Borussia Dortmund zu Werder allerdings auch nicht in Bremen angekommen. Aber danach wurde er ein ums andere Mal zurückgeworfen. Doch das sei Vergangenheit, betont Florian Kohfeldt und wirbt um Geduld und Vertrauen in den Mann, der gekommen war, um die Bremer Abwehrprobleme zu beheben. Der Auftrag besteht immer noch. Ob Ömer Toprak ihn nun mit Verspätung erfüllen kann? Der Coach des SV Werder Bremen glaubt vor dem Beginn des Trainingslagers im Zillertal fest daran: „Jetzt lassen wir Ömer mal richtig in Tritt kommen und eine gute Vorbereitung spielen. Das Wichtigste ist, dass er gesund bleibt und seine Physis erlangt.“ Dann könne der ehemalige türkische Nationalspieler ein Chef auf dem Platz werden.

Vielleicht auch ein Chef abseits des Rasens. Denn dass Kohfeldt den erfahrenen Abwehrspieler am Ende der Vorbereitung in den neuen Mannschaftsrat von Werder Bremen beruft, ist keineswegs auszuschließen. An der Wertschätzung des Trainers für den Spieler Ömer Toprak wird es jedenfalls nicht scheitern, „die habe ich immer betont“, sagt Kohfeldt, will sich aber auch nicht zu früh festlegen: „Das lasse ich noch total offen.“ (csa)

Letzte Meldung vom 30. Juli 2020:

Ömer Toprak will bei Werder Bremen endlich zur Verstärkung werden - Baumann: „Er wird  vorangehen“

Die wummernden Bässe drangen irgendwo hinter ihm aus der Gästekabine, dazwischen immer wieder das lautstarke Gejohle der Mitspieler – klassischer Party-Klangteppich –, doch Ömer Toprak, Abwehrspieler von Werder Bremen, nahm all das am späten Abend des 6. Juli für einen Moment höchstens beiläufig war: Er telefonierte.

Nach der Rettung im Relegationsrückspiel beim 1. FC Heidenheim hatte sich der Werder-Profi draußen vor dem Stadion etwas abseits einen ruhigen Platz gesucht, hatte sich das Handy ans Ohr gehalten und sich mit dem anderen Arm auf ein Metallgitter gelehnt. Entspannt sah er dabei aus, erleichtert auch. Für den Fan, der zaghaft um Autogramm und Selfie bat, unterbrach Ömer Toprak gerne sein Gespräch – es war ja alles nochmal gut gegangen.

Werder Bremen: Zweiter Anlauf für Ömer Toprak

Werder Bremen würde auch in der neuen Saison noch in der Bundesliga spielen, und das bedeutete wiederum, dass Toprak weiter für Werder spielen würde. Ein zweiter Anlauf sozusagen. Nach einem Jahr, das für den inzwischen 31-Jährigen ein rabenschwarzes gewesen war. Bei Werder freuen sie sich sehr darauf. Und sie verbinden es mit großen Hoffnungen.

„Ömer hat ja über viele Jahre hinweg gezeigt, zu welchen Leistungen er in der Bundesliga imstande ist“, sagt Sportchef Frank Baumann kurz vor dem Start in die Vorbereitung. Und er betont: „Wenn er fit und gesund bleibt, wird er bei uns vorangehen und für die Mannschaft enorm wichtig werden.“ Das mit dem Gesundbleiben war in der vergangenen Saison allerdings das Problem gewesen.

Werder Bremen: Ömer Toprak kam 2019 vom BVB

Als Werder Bremen am 11. August 2019 offiziell bekannt gab, dass Innenverteidiger Ömer Toprak per Leihe plus Kaufverpflichtung (die durch den Klassenerhalt greifen sollte) von Borussia Dortmund kommt, war die allgemeine Begeisterung groß. Ein Spieler dieses Kalibers, mit so viel Erfahrung (siehe Infokasten) und so gutem Namen lag doch eigentlich deutlich außer Reichweite des Vereins. Baumann war es jedoch gelungen, das finanzielle Risiko – für Toprak werden nach der Leihgebühr in Höhe von einer Millionen Euro nun weitere vier Millionen Euro an Ablöse fällig – in die Zukunft zu verschieben. Und der Spieler seinerseits hatte beim BVB keine Chance mehr auf einen Stammplatz gesehen, dafür in Bremen aber eine vielversprechende Zusammenarbeit mit Trainer Florian Kohfeldt. Was sollte da schon groß schiefgehen? Nur wenige Wochen später war dann klar: nahezu alles.

Bereits der erste Spieltag endete für den Verteidiger, der während des 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf einen Schlag abbekommen hatte, mit Atemnot im Krankenhaus. Am zweiten zog er sich während des 2:3 in Hoffenheim nach 17 Minuten einen Muskelfaserriss zu, weshalb er in den folgenden sechs Partien nicht zur Verfügung stand. Ein Traumstart sieht anders aus.

Es folgten – im Schnelldurchgang – erst muskuläre Probleme, dann eine Sehnenentzündung und schließlich ein grobes Foul von Frankfurts Filip Kostic während des DFB-Pokal-Viertelfinals, das Topraks Saison bereits am 4. März vorzeitig beendete: Syndesmosebandanriss. All das sorgte dafür, dass der angedachte Führungsspieler 21 von 34 Bundesligaspieltagen verletzt verpasste, kurzum: dass er der Mannschaft nie wirklich helfen konnte.

Werder Bremen: Ömer Toprak in der neuen Saison Startelf-Kandidat 

Die Sommerpause hat Ömer Toprak nun für sich genutzt, um etwas Rückstand aufzuholen. Anders als seine Kollegen Kevin Möhwald und Niclas Füllkrug steigt er zwar nicht vor dem Rest der Mannschaft mit individuellen Einheiten in die Vorbereitung ein. „Dafür hat er aber einen speziellen Plan mit in den Urlaub bekommen“, sagt Baumann, der Toprak am Montag topfit zurück in Bremen erwartet.

Im Gegensatz zur Vorsaison liegt dann die komplette Sommer-Vorbereitung mit der Mannschaft vor ihm. Übersteht er sie unverletzt, dürfte kaum ein Zweifel daran bestehen, dass Toprak beim Bundesliga-Auftakt im September zur Bremer Startaufstellung zählt. Vor allem seine große Stärke – die hohe Geschwindigkeit – war der Werder-Abwehr zuletzt doch arg abgegangen.

Zum Abschluss noch einmal zurück zum späten Abend des 6. Juli, zurück nach Heidenheim. Ehe Toprak dort sein Telefongespräch hatte starten können, war es im Stadion zu einer herzlichen Begegnung mit Aufsichtsratschef Marco Bode gekommen. „Ich habe Ömer einfach mal in den Arm genommen“, berichtete der 51-Jährige einige Tage später. Und kündigte an: „Er wird in der neuen Saison sehr, sehr ehrgeizig sein und bei uns zeigen wollen, was er kann.“ Lange genug darauf warten musste Toprak ja. (dco)

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Mein Wohnmobil ist Marke «DIY»

Mein Wohnmobil ist Marke «DIY»

Wellen jagen mit Marokkos bester Surferin

Wellen jagen mit Marokkos bester Surferin

Lichtblicke im trüben November: Helle Orte in Niedersachsen

Lichtblicke im trüben November: Helle Orte in Niedersachsen

Wie werde ich Raumausstatter/in?

Wie werde ich Raumausstatter/in?

Meistgelesene Artikel

Werder-Profi Christian Groß: Von der Bundesliga beeindruckend unbeeindruckt

Werder-Profi Christian Groß: Von der Bundesliga beeindruckend unbeeindruckt

Werder-Profi Christian Groß: Von der Bundesliga beeindruckend unbeeindruckt
Werder-Legende Dieter Burdenski im DeichStube-Interview zum 70.: „Der Fußball ist meine große Liebe“

Werder-Legende Dieter Burdenski im DeichStube-Interview zum 70.: „Der Fußball ist meine große Liebe“

Werder-Legende Dieter Burdenski im DeichStube-Interview zum 70.: „Der Fußball ist meine große Liebe“
Nächstes Tor: Warum Maximilian Eggestein bei Werder Bremen plötzlich wieder aufblüht

Nächstes Tor: Warum Maximilian Eggestein bei Werder Bremen plötzlich wieder aufblüht

Nächstes Tor: Warum Maximilian Eggestein bei Werder Bremen plötzlich wieder aufblüht
Wieso das 1:1 beim FC Bayern für Werder Bremen besonders wertvoll sein könnte

Wieso das 1:1 beim FC Bayern für Werder Bremen besonders wertvoll sein könnte

Wieso das 1:1 beim FC Bayern für Werder Bremen besonders wertvoll sein könnte

Kommentare