Mit „Rhythmuswechseln“ zum Sieg gegen Leverkusen

Nouris Matchplan geht auf

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Alexander Nouri hatte Grund zum Jubeln: Sein Matchplan gegen Leverkusen ging auf.

Bremen - Beginnen wir mal mit den Sachen, die Werder nicht hatte. Die Bremer hatten gegen Leverkusen nicht mehr Ballbesitz (34:66 Prozent) und während der 90 Minuten keine einzige Ecke. Aber was sie hatten und letztlich ausschlaggebend war: eine ziemlich gute Strategie.

Der Matchplan von Trainer Alexander Nouri ging auf und bescherte Werder beim 2:1 (1:1) einen Jubiläumssieg – den 750. in der Bundesliga. Nouri hatte seiner Mannschaft einen „Rhythmuswechsel“ verordnet. Mal hoch stehen und „punktuell attackieren“, mal weit zurückziehen. „Das haben wir diszipliniert gemacht“, lobte der Coach. Teilweise waren alle Bremer bei Leverkusener Ballbesitz in der eigenen Hälfte. Der Vorteil: Bayer hatte kaum Räume, konnte sein schnelles Offensivspiel nicht umsetzen und hatte – bis auf das Tor von Hakan Calhanoglu und zwei, drei Distanzschüsse – keine nennenswerten Chancen.

„Wir wollten hinter unserer Viererabwehrkette nicht zu viel Platz bieten“, erklärte Nouri. Mitte der ersten Halbzeit standen die Bremer zwar etwas zu tief und dadurch unter Druck, doch nach der Pause machten sie es wieder besser. Mit einer guten Organisation im Defensivverbund erzwangen sie viele lange Bälle, die sie recht mühelos verteidigten. Und dann trug auch noch die Trainingsarbeit Früchte. Nouri hatte in den vergangenen anderthalb Wochen einen Schwerpunkt auf das schnelle Umschaltspiel gelegt – und so fiel das 1:0. Leverkusen wurde ins hohe Pressing gelockt und, als alle weit aufgerückt waren, überfallartig ausgespielt. Theodor Gebre Selassie verlängerte einen hohen Ball von Keeper Felix Wiedwald auf Izet Hajrovic, der über rechts davon marschierte und in der Mitte mustergültig Ousman Manneh bediente. Der Gambier vergab zwar die Riesenchance, doch im Nachschuss war Zlatko Junuzovic zur Stelle.

Der Torschütze zum 1:0 nannte zudem den „Teamspirit“ als „Schlüssel zum Erfolg. Jeder war für den anderen da, das war und ist sehr wichtig“, urteilte Junuzovic. Dass Werder leidenschaftlicher auftrat, musste auch Bayer-Trainer Roger Schmidt konstatieren: „In den entscheidenden Situationen waren die Bremer galliger, entschlossener. Da darf man sich nicht wundern, wenn man mit null Punkten nach Hause fährt. Werder hat verdient gewonnen.“
mr

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