Nouris Fazit nach dem Trainingslager

Mehr Flexibilität bringt auch mehr Ungewissheit

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Werder-Trainer Alexander Nouri weiß noch nicht, wo sein Team nach dem Trainingslager steht.

Alhaurin el Grande - Von Björn Knips. Werder Bremen hat sein Trainingslager im spanischen Alhaurin el Grande beendet. Wo steht die Mannschaft jetzt? Trainer Alexander Nouri zieht ein Fazit.

Als Alexander Nouri die letzte Medienrunde im Golfhotel Alhaurin beginnt, da reibt er sich zufrieden die Hände. „Wenn man den sibirischen Wintereinbruch zu Hause sieht, dann war es die richtige Entscheidung, dieses Trainingslager zu machen“, sagt der Werder-Coach und lächelt zufrieden. Es ist einer der wenigen Momente in dem fast halbstündigen Gespräch, in denen Nouri wirklich entspannt wirkt und locker drauf los plaudert. Ansonsten wägt der 37-Jährige jedes Wort genau ab, weicht Fragen gerne aus und bleibt noch lieber unverbindlich.

„Schwierig zu sagen“, entgegnet er auf die Frage, wo die Mannschaft elf Tage vor dem Wiederbeginn der Bundesliga steht. Die Testspiele gegen Karlsruhe und Brügge, die jeweils 1:1 endeten, hätten immerhin „wichtige Erkenntnisse ergeben, wo jeder einzelne Spieler steht“. Also konditionell. „In diesem Bereich haben wir keine Baustelle mehr“, sagt Nouri und macht hinter dem Thema Fitness einen grün-weißen Haken.

Dabei hat er aus logistischen Gründen auf die geplanten Morgenläufe verzichten müssen. Die sollten eigentlich zum neuen Fitnessprogramm gehören – Nouris Fitnessprogramm. Das alte vom Sommer hatte der Nachfolger von Viktor Skripnik als unzureichend abgestempelt. „Es hat gereicht, was wir gemacht haben. Wir konnten das über die Intensität in den Einheiten steuern“, sagt Nouri.

Richtig intensiv waren allerdings nur der Donnerstag und der Freitag mit jeweils zwei längeren Einheiten. Da klagte anschließend so mancher Profi über schwere Beine. Am Samstag und Sonntag wurde die Belastung dann zurückgefahren, damit in den Testspielen „Vollgas“ (Nouri) gegeben werden konnte. Gegen Brügge gelang das besser als gegen Karlsruhe. Nach dem Spiel gegen den Zweitligisten monierte Kapitän Clemens Fritz sogar: „Wir hätten uns deutlich besser bewegen können.“

Ein Satz, der nicht nur zum Thema Fitness passt, sondern auch zum Thema Abstimmung. Davon war wenig zu sehen. Dabei hatte Nouri in den Trainingseinheiten viel Wert auf Taktik gelegt und vielfach ähnliche Formationen gegeneinander antreten lassen. So bildeten fast immer Lamine Sane, Santiago Garcia und Jesper Verlaat eine Dreierkette – so auch im Spiel. Und auf der anderen Seite verteidigten Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ulisses Garcia in einer Viererkette.

Nouri wollte im Trainingslager neue Konstellationen testen

Beide Aufstellungen wird es so wohl nie in der Bundesliga geben. Nouri bestätigte, dass eine Dreierkette eher aus Moisander und Veljkovic sowie Sane als Chef bestehen werde. Und in einer Viererkette sind natürlich Moisander und Sane innen gesetzt. Warum diese beiden nun nie gemeinsam verteidigten, begründete Nouri so: „Sie haben in den letzten Spielen doch gut harmoniert.“ Es sei in Alhaurin darum gegangen, andere Konstellationen zu testen, um flexibler zu sein.

Die Zeit rast. Vor dem Heimspiel gegen Dortmund (21. Januar) bleibt nur noch ein Testwochenende. Dabei soll sich in der Partie am Samstag in Braunschweig die vermeintliche A-Elf einspielen. Einen Tag später dürfen dann Reservisten in Oldenburg Spielpraxis sammeln. Möglicherweise weiß Nouri danach, wo sein Team steht.

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