Pressekonferenz vor Darmstadt-Spiel

Nouri setzt auf Drobny und Gegenpressing

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Werder-Coach Nouri

Bremen - Viel wollte Werder-Coach Alexander Nouri mit Blick auf das Spiel am Samstag bei Darmstadt 98 (15.30 Uhr) nicht verraten. Einen kleinen Einblick in Sachen Taktik und Personalien hat der 37-Jährige bei der Pressekonferenz am Donnerstag dann aber doch gegeben.

Jaroslav Drobny wird wohl erneut den Vorzug vor Felix Wiedwald im Tor der Bremer erhalten. „Wir haben zwei sehr, sehr gute Torhüter - ich sehe für den Moment aber keinen Grund, zu wechseln“, sagte Nouri, der direkt noch ein Lob für den auf die Bank verdrängten Wiedwald hinterherschob: „Er hat sich sehr gut eingebracht und die Mannschaft von außen unterstützt, so eine Reaktion ist nicht selbstverständlich." 

Personell gesehen hat Werders Coach nicht nur im Tor die Qual der Wahl: Gegen Darmstadt stehen nach längeren Verletzungspausen Fin Bartels und Santiago Garcia wieder zur Verfügung. Zudem kehren am Donnerstag Serge Gnabry und Lamine Sane, die beide am Mittwoch nicht mit dem Team arbeiten konnten, ins Mannschaftstraining zurück. Und auch im Sturmzentrum hat Nouri mit Aron Johannsson (Rot-Sperre abgesessen) eine weitere Option. Ob Johannsson sich direkt in der Startelf wiederfindet oder erneut U23-Stürmer Ousman Manneh das Vertrauen erhält, ließ Nouri offen. Der 37-Jährige betonte aber, dass Manneh in den vergangenen beiden Spielen „gute Argumente für sich gesammelt hat“.

Aus taktischer Sicht erwartet Nouri am Samstag einen sehr tief stehenden Gegner, der auf Fehler der Bremer lauert und auf schnelle Konter - besonders über die Flügel - setzt. Dem will Werders Coach eine hohe Taktung entgegensetzen. Es gehe darum, bei Ballverlusten sofort ins Gegenpressing zu kommen, so Nouri: „Daran haben wir im Training gearbeitet.“

„In mir steckt noch viel Werder“

Auf Seiten der „Lilien“ ruhen die Hoffnungen auf der möglichen Rückkehr von Kapitän und Abwehrchef Aytac Sulu. „Er ist nach der Pause (Anm.d.Red.: Wadenverletzung) zwar noch nicht bei 100 Prozent. Aber Aytac ist erfahren, ausgebufft und hilft uns unheimlich mit seiner Art“, sagte Trainer Norbert Meier am Donnerstag.

Meier, der in den 80er-Jahren in 372 Partien für Bremen 113 Treffer erzielt hatte, misst dem Wiedersehen mit seinem früheren Arbeitgeber indes nur eine untergeordnete Bedeutung bei. „In mir steckt noch viel Werder“, gab der 58-Jährige zu, „aber ich sage nicht, das wird das Spiel des Jahres für mich.“
mib/sid

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