Werder Bremen mit Fehlstart in der Bundesliga

Werder Bremen in Noten: Yuya Osako und Josh Sargent gegen Hertha BSC völlig neben der Spur

Yuya Osako vom SV Werder Bremen mit dem Ball am Fuß gegen Hertha BSC
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Yuya Osako machte im Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC keine gute Figur.

Der SV Werder Bremen hat zum Saison-Start in der Bundesliga eine 1:4-Niederlage gegen Hertha BSC kassiert. Die Profis der Grün-Weißen machten insgesamt keine gute Figur - insbesondere Yuya Osako und Josh Sargent enttäuschten. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Bei den beiden Gegentoren vor der Pause ohne Abwehrchance. Beim Treffer von Cunha in Durchgang zwei sah das anders aus – nämlich extrem unglücklich. Der Flachschuss des Berliners kam zwar gegen die Laufrichtung, war aber alles andere als unhaltbar. Später mit guter Fußabwehr gegen Cordoba, die das 1:4 verhinderte. Note 4

Theodor Gebre Selassie: Ließ Mittelstädt vor dem 0:1 ungehindert flanken und trug somit eine Mitschuld am ersten Gegentor. Im Spiel nach vorne war ungewohnt wenig von ihm zu sehen. Bekam nach der Pause auch defensiv mehr und mehr Probleme – wie beim 0:3. Note 5

Niklas Moisander: Hob vor dem 0:2 das Abseits auf, was ihm aber nur schwerlich anzulasten ist, denn dafür entstand der Berliner Angriff nach einem Ballverlust viel zu schnell. Schwerer wog das hier: Vor dem 0:3 konnte er sich gegen Vorbereiter Cordoba körperlich nicht durchsetzen. Dem Kapitän gelang es insgesamt nicht, Ruhe in die Hintermannschaft zu bringen. Note 5

Marco Friedl: Vertrat den verletzen Toprak in der Innenverteidigung. Zu Beginn aufmerksam gegen Lukebakio und Piatek, dann aber mit einem Blackout, der beinahe folgenschwer geworden wäre: Hatte Glück, dass der Videoschiedsrichter nach seinem vollkommen unnötigen Foul an Pekarik auf Freistoß und nicht auf Foulelfmeter entschied. Note 5

Werder Bremen gegen Hertha BSC: Maximilian Eggestein konnte dem Spiel keine Struktur geben

Ludwig Augustinsson: Hatte seine linke Seite defensiv meist im Griff und wagte sich mit nach vorne, wo er allerdings lange wirkungslos blieb. In der zweiten Halbzeit dann aber Vorbereiter des Bremer 1:3, als er mit seiner Flanke Selkes Kopf fand. Note 3,5

Davy Klaassen (bis 63.): Lieferte eine unauffällige Vorstellung ab: defensiv ohne größere Fehler, im Spiel nach vorne ohne größere Impulse. Für einen Führungsspieler, der er bei Werder auch in der neuen Saison wieder sein soll, war das insgesamt zu wenig. Note 4,5

Maximilian Eggestein: Bildete gemeinsam mit Davy Klaassen die Doppel-Sechs im Bremer Spiel und war zu Beginn hörbar darum bemüht, seine Mitspieler zu dirigieren. Leitete dann das 0:2 mit einem unnötigen Ballverlust ein. Konnte dem Bremer Spiel allgemein keine Struktur geben. Note 5

Werder Bremen gegen Hertha BSC: Yuya Osako blass und glücklos

Tahith Chong (bis 63.): Startelf- und Bundesliga-Debüt für die Leihgabe von Manchester United. Deutete in einigen Aktionen an, dass er mit seinem Tempo und seinen Dribblings eine Verstärkung sein kann. Aber auch der Niederländer kam über Ansätze nicht hinaus. Note 4

Yuya Osako (bis 45.): Agierte beim SV Werder Bremen in einer Art Spielmacherrolle und forderte viele Bälle. Es gelang ihm allerdings nicht, gefährliche Situationen zu kreieren, heißt: entweder selbst zu Chancen zu kommen oder seine Kollegen in Szene zu setzen. Ein blasser Auftritt von Osako. Note 5,5

Josh Sargent: War von Kohfeldt als Linksaußen aufgeboten worden, agierte vor der Pause allerdings sehr defensiv – fast wie ein Mittelfeldspieler. Vor dem 0:1 nicht nah genug bei Pekarik, den er nicht mehr am Abschluss hindern konnte. In Hälfte zwei endlich als Flügelstürmer unterwegs, in dieser Rolle aber ebenso glücklos. Note 5,5

Davie Selke: Erhielt wie schon im Pokal den Vorzug vor Füllkrug. Anfangs viel unterwegs, dann lange abgemeldet – und plötzlich Torschütze: Setzte sich im Kopfballduell gegen Mittelstädt durch und erzielte das 1:3. Es war seine einzige gefährliche Aktion. Note 4

Werder Bremen gegen Hertha BSC: Leonardo Bittencourt bringt kurzzeitig Schwung

Leonardo Bittencourt (ab 46.): Brachte mit zwei Abschlüssen und feinem Dribbling direkt Schwung ins Spiel, konnte dieses Tempo aber nicht halten. Zwar giftig in den Zweikämpfen, aber letztlich auch ohne die zündenden Ideen. Note 4

Niclas Füllkrug (ab 63.): Mit seiner Einwechslung war die Hoffnung auf eine mögliche Wende verbunden, für die aber auch der 27-Jährige nicht sorgen konnte. Verzeichnete eine Chance, die Schwolow aber zunichte machte. Note -

Nick Woltemade (ab 63.): Das Nachwuchstalent durfte gleich am ersten Spieltag weitere Bundesliga-Spielzeit sammeln, blieb auf dem Platz aber ohne nennenswerte Szene. Note -

Nach der Werder-Niederlage gegen Hertha BSC war Trainer Florian Kohfeldt verärgert und Sportchef Frank Baumann nimmt die Werder-Profis in die Pflicht. Und überhaupt: Irgendetwas läuft da schief beim SV Werder Bremen - ein Kommentar der DeichStube zum Fehlstart. Derweil suchen die Grün-Weißen weiter nach einem Sechser: Ist Arne Maier von Hertha BSC ein Transfer-Kandidat beim SV Werder Bremen?

Zur letzten Meldung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hertha BSC: Tahith Chong und Davie Selke stürmen neben Josh Sargent

Update (19. September 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Davie Selke und Tahith Chong stürmen zusätzlich zu Josh Sargent. Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC.

Bremen – Der SV Werder Bremen spielt am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison gegen Hertha BSC. So könnte die Aufstellung am Samstag (15.30 Uhr) gegen die Hauptstädter aussehen.

Ausgesprochen hatte er ihn bereits Ende August, und der folgende Satz von Werder-Trainer Florian Kohfeldt über Stürmer Josh Sargent ist prächtig gealtert, denn Bestand hat er auch heute noch: „Ich kann mir momentan keine Startaufstellung am ersten Spieltag ohne Josh vorstellen“, hatte Kohfeldt damals vor dem Testspiel-Doppelpack gegen Groningen und den FC St. Pauli gesagt. Vor dem Bundesliga-Auftakt des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC sagt er nun: „Das gilt immer noch so.“

Sargent wird am Samstagnachmittag im Weserstadion also von Beginn an auf dem Platz stehen. Die große Frage ist nur: wer daneben? Einiges deutet erneut auf den Ex-Herthaner Davie Selke hin. Schon vor dem Pokalspiel in Jena hatte sich Kohfeldt für diese Besetzung des Zweier-Sturms entschieden. Während Sargent traf, agierte Selke allerdings unglücklich, vergab große Chancen und zettelte eine Rudelbildung an, was ihm hinterher Kritik vom Trainer einbrachte. An Kohfeldts grundsätzlicher Meinung über das Sturm-Duo Sargent/Selke hat das aber nichts geändert: „Ich finde die Kombination sehr, sehr spannend.“

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hertha BSC: Stürmt wieder Davie Selke statt Niclas Füllkrug?

Hinzu kommt, dass Selke formal bekanntlich ein Profi von Hertha BSC ist, der derzeit als Leihspieler für Werder Bremen aufläuft – und den Bremer Auftaktgegner also bestens kennen sollte. „Er ist zwar zu einem Zeitpunkt bei Hertha weggegangen, als es dort noch ein anderes Trainerteam und eine ganz andere Konstellation in der Mannschaft gab. Aber trotzdem habe ich das im Kopf“, sagte Kohfeldt und ließ die folgende Aussage unvollendet stehen: „Wie heißt es doch so schön? Die Geschichten, die der Fußball manchmal so schreibt...“ Davie Selke ist in der Tat bekannt dafür, liebend gerne gegen seine Ex-Clubs zu treffen.

Eine alternativer Sturmpartner für den gesetzten Sargent ist Niclas Füllkrug, der in Jena nach 74 Minuten eingewechselt wurde, und laut Kohfeldt „jetzt wieder näher dran ist“. In Sachen grundsätzliche Fitness und Entscheidungsverhalten auf dem Platz sei der 27-Jährige „auf einem guten Weg“. Theoretisch könnte der Trainer natürlich auch mit Sargent und zwei Flügelstürmern spielen lassen und dafür wiederum einen Spieler aus dem Vierer-Mittelfeld „opfern“. Da Florian Kohfeldt bei Werder Bremen gegen die Hertha aber „den Fokus weiterhin auf eine hohe Stabilität“ legen möchte, erscheint das unwahrscheinlich.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hertha BSC: Milos Veljkovic oder Christian Groß in der Startelf?

Vielmehr dürfte sich der Trainer im Mittelfeld wieder für eine Doppel-Sechs mit Maximilian Eggestein und Patrick Erras entscheiden. „Ich glaube, dass es gegen das System, das Hertha gerne spielt, eine sehr spannende Variante sein kann“, sagte er. Für die beiden Halbpositionen davor sind Yuya Osako und Davy Klaassen die Favoriten für die Startelf, womit nur noch eine Frage übrig bleibt: Wer ersetzt den an der Wade verletzten Ömer Toprak in der Abwehrmitte?

Milos Veljkovic wäre hier zwar die logische erste Wahl, allerdings ist es fraglich, ob der Serbe schon wieder fit genug für 90 Minuten Bundesliga ist. Als Alternative steht Christian Groß bereit. Die Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie (rechts) und Ludwig Augustinsson (links) sind in der Aufstellung des SV Werder Bremen derweil ebenso gesetzt wie Abwehrchef Niklas Moisander und Torhüter Jiri Pavlenka. (dco) Auch interessant: So kannst du das Spiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC live im TV und im Live-Stream schauen.

So könnte die Aufstellung von Werder Bremen gegen Hertha BSC aussehen.

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