0:1-Pleite für Werder beim VfB

Werder Bremen in Noten gegen VfB Stuttgart: Niclas Füllkrug lässt die größten Chancen liegen

Niclas Füllkrug konnte seine Startelf-Chance bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart nicht wirklich nutzen.
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Niclas Füllkrug konnte seine Startelf-Chance bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart nicht wirklich nutzen.

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart mit 0:1 verloren. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Was die Stuttgarter auf seinen Kasten abgaben, war bei ihm in sicheren Händen. Auch beim unglücklichen Augustinsson-Kopfball hatte Pavlenka noch seine Finger dran, aber das reichte nicht, um das 0:1 zu verhindern. Note 3

Theodor Gebre Selassie: Dem Rechtsverteidiger schmeckte die Umstellung auf Viererkette zunächst gar nicht, immer wieder entwischte ihm im Rücken ein Stuttgarter. Doch der Kapitän biss sich in die Partie, wurde auch nach vorne mutiger. Die Flanke vor dem 0:1 konnte er allerdings nicht verhindern. Note 3,5

Ömer Toprak: Bester Mann auf dem Platz! Unglaublich, wie sich der Innenverteidiger aufopferte, um die Unaufmerksamkeiten seiner Kollegen wettzumachen. Und dazu blieb er bei Ballbesitz immer ganz cool. Note 2

Marco Friedl: Agierte anfänglich ein bisschen unkonzentriert, war auch nicht immer nah genug dran an den Gegenspielern. Das wurde im Spielverlauf aber besser. Note 3

Ludwig Augustinsson: Der Pechvogel des Tages! Sein Eigentor entschied die Partie (81.), aber eine Schuld konnte dem Schwede nicht angehängt werden. Augustinsson hatte keine Sicht auf den Ball, der ihm auf den Kopf fiel. Insgesamt wirkte er etwas vorsichtig, was gegen den unberechenbaren Coulibaly vielleicht aber auch besser war. Note 3,5

Werder Bremen-Noten gegen VfB Stuttgart: Romano Schmid mit Licht und Schatten

Kevin Möhwald (bis 88.): Als Sechser mit großen Problemen, wenn die Stuttgarter schnell durchs Zentrum spielten. Fand da lange Zeit nicht das richtige Mittel und tat sich auch im Spiel nach vorne schwer. Note 4

Christian Groß (bis 84.): Kam für den verletzten Veljkovic ins Team, aber nicht in der Abwehr, sondern vorwiegend als Sechser. Dort ging es in der ersten Halbzeit zwar manchmal etwas zu schnell für ihn. Es ist aber bemerkenswert, wie sehr Groß dann die Ruhe bewahrte, die Bälle clever verteilte oder auch mal selbst nach vorne ging. Note 3

Maximilian Eggestein: Durfte im rechten Mittelfeld etwas offensiver als sonst agieren, was er aber zu selten zu guten Pässen nutzte. Eigene Torgefahr strahlte er auch nicht aus, dafür defensiv immer auf der Hut, was gegen schnelle Schwaben wichtig war. Wegen Meckerns sah Eggestein in seinem 150. Bundesligaspiel die fünfte Gelbe Karte und ist deshalb gegen Leipzig gesperrt. Note 4

Romano Schmid (bis 73.): Ein Spielmacher mit Licht und Schatten. Begann gleich mal mit einem mutigen Schussversuch (10.), trickste die Stuttgarter auch mal aus und schaffte so Räume. Aber letztlich fehlte dem Österreicher die nötige Effektivität in seinen Aktionen. Note 4

Milot Rashica: Er will es, aber es will nicht klappen. Startete auf der linken Seite mit viel Engagement, konnte sich aber kaum durchsetzen. Und wenn doch, dann rutschte er aus wie in der 33. Minute. Immerhin gab der Stürmer nicht auf und setzte seine Kollegen gut in Szene – was Füllkrug zweimal nicht zu nutzen wusste (55. und 69.). Note 4

Werder Bremen-Noten gegen VfB Stuttgart: Niclas Füllkrug lässt gute Chancen liegen

Niclas Füllkrug (bis 73.): Bekam den Startelf-Platz des gesperrten Sargent – und hätte Werders Matchwinner werden können. Doch der Stürmer, der unglaublich ackerte, ist nach seiner Verletzungspause noch nicht wieder der Knipser, der er zum Saisonstart war. Ließ gleich mehrere gute Chancen liegen. Note 4,5 (Update: Werder-Schock! Füllkrug schon wieder verletzt!)

Yuya Osako (ab 73.): Der Japaner brachte durchaus den Schwung seiner Japan-Reise mit auf den Platz. Doch sein Schuss kurz vor Schluss landete leider am Außennetz. Note -

Davie Selke (ab 73.): Ersetzte im Zentrum den ausgepumpten Füllkrug, konnte sich aber nicht wirklich in Szene setzen. Und wenn doch, dann schenkte er den Ball gleich wieder her. So ist er wirkungslos. Note -

Eren Dinkci (ab 84.): Der junge Angreifer setzte sich einmal geschickt an der Grundlinie durch – und verpasste dann ein besseres Abspiel. Note -

Patrick Erras (ab 88.): Erster Bundesliga-Einsatz in diesem Jahr, und seine Größe machte Werder vorne tatsächlich noch etwas gefährlicher. Note -

Auch interessant: „Ich wäre nicht mal mit einem Remis zufrieden gewesen!“ - Die Stimmen von Florian Kohfeldt und Co. zur Niederlage des SV Werder in Stuttgart.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen den VfB Stuttgart: Niclas Füllkrug und Christian Groß in der Startelf

Update (04.04., 14.30 Uhr): Jetzt sind die Aufstellungen da! Niclas Füllkrug steht in der ersten Elf, Christian Groß ersetzt Milos Veljkovic. Die ganze Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart.

Bremen – Die Tage nach einer langen Länderspielphase sind für Bundesliga-Trainer stets Tage des genauen Beobachtens. Wer hat bei Einsätzen für das jeweilige Nationalteam neue Kraft für den Kopf getankt? Oder wem fehlt selbige nach kräftezehrenden Spielen und Reisen nun in den Beinen? Es gibt viel zu analysieren für Florian Kohfeldt, der in den zwei Wochen vor dem Bundesliga-Match beim VfB Stuttgart acht Spieler abstellen musste. Mit welcher Startelf-Aufstellung beginnt der Coach des SV Werder Bremen also in Stuttgart?

Dass zwei Stammkräfte des SV Werder Bremen am Ostersonntag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) nicht spielen werden, steht schon fest. Angreifer Josh Sargent fehlt in der Startelf-Aufstellung wegen einer Gelbsperre, Verteidiger Milos Veljkovic ist wegen einer Zerrung in den Adduktoren nicht einsatzfähig. Sie werden vermutlich im Sturm durch Niclas Füllkrug und in der Fünfer-Abwehrkette durch Christian Groß ersetzt.

Und sonst? Florian Kohfeldt hat insofern Glück, dass weitere Bremer Stammkräfte des SV Werder Bremen auf der letzten Länderspieletappe nicht zu den hochbelasteten Spielern gehörten. Torwart Jiri Pavlenka flog zwar nach Wales, spielte dort aber nicht für Tschechien. Ludwig Augustinsson blieb beim Testspiel der Schweden gegen Estland nur Zuschauer. Marco Friedl kam für Österreich gegen Dänemark auch nur auf acht Minuten Einsatzzeit. Und da Romano Schmids Auftritt für die österreichische U21 am Sonntag auch schon wieder sechs Tage zurück liegt, stellt sich aus dem Pool potenzieller Bremer Startelf-Spieler eigentlich nur bei Milot Rashica die Frage nach der nötigen Frische für die Aufstellung. Der Kosovare war am Mittwochabend noch in Spanien im Einsatz, kehrte erst am späten Donnerstag nach Bremen zurück. Doch weil er nur 55 Minuten spielen durfte, sieht Kohfeldt auch bei ihm alle Ampeln auf Grün: „Er ist durch die Länderspiele in einen guten Rhythmus gekommen, dementsprechend erwarte ich ihn am Sonntag in guter Form.“

Werder Bremen-Aufstellung gegen den VfB Stuttgart: Wen stellt Trainer Florian Kohfeldt in die Startelf?

Rashica wird also spielen, Augustinsson, Friedl, Pavlenka auch. Schmid könnte im Mittelfeld des SV Werder Bremen ein Wackelkandidat in der Startelf-Aufstellung beim VfB Stuttgart sein, weil Leonardo Bittencourt ausgeruhter ist. Oder weil Yuya Osako nach starken Auftritten für Japan eine neue Chance bekommt. Bei ihm wollte Kohfeldt in den geheimen Trainingseinheiten vor dem Wochenende aber ganz genau hinschauen – „immerhin hat er eine 18-Stunden-Reise in den Knochen“.

Werder Bremen hat unterdessen die nächste Englische Woche vor Augen. Sonntag beim VfB Stuttgart, am Mittwoch folgt das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Zweitligist SSV Jahn Regensburg, ehe die Woche am Samstag mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig endet. Ein hartes Programm, dem Florian Kohfeldt aber nicht gleich im ersten Spiel und auch nicht wegen der zurückliegenden Extra-Belastung durch die Länderspiele mit einer Personalrotation in der Startelf-Aufstellung begegnen möchte: „Auf gewissen Positionen haben wir die Möglichkeit dazu, ohne Qualität zu verlieren. Aber diese Überlegungen beginnen in der Regel erst mit dem zweiten Spiel.“ (csa) Auch interessant: Transfers und Vertragsverlängerungen - Werder Bremen bittet um Geduld!

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