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Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Union Berlin: Was ist bloß mit Jiri Pavlenka los?

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Von: Malte Bürger

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Jiri Pavlenka erlebte bei der Niederlage von Werder Bremen gegen Union Berlin einen rabenschwarzen Tag - Note 5.
Jiri Pavlenka erlebte bei der Niederlage von Werder Bremen gegen Union Berlin einen rabenschwarzen Tag - Note 5. © Carmen Jaspersen / dpa

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin am Mittwochabend mit 1:2 (1:1) verloren. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Stand völlig neben sich. Wollte Behrens im eigenen Fünf-Meter-Raum austricksen, was beinahe schiefgegangen wäre (5.). Versuchte vor dem 1:1 noch vergeblich zu retten, allerdings stand er bei Piepers etwas zu schwachen Rückpass auch nicht optimal im Strafraum. Hatte dann mächtig Dusel, dass sein unkontrollierter Befreiungsschlag wegen eines Handspiels von Behrens nicht zum Rückstand vor der Pause führte. Strahlte auch bei hohen Bällen keineswegs Sicherheit aus. Note 5

Mitchell Weiser: Um kreative Akzente bemüht, suchte wie gewohnt den Weg nach vorne auf seiner rechten Seite. Beschäftigte dadurch immer wieder die Unioner Hintermannschaft, eilte aber auch selbst zurück, wenn es nötig war. Note 3

Amos Pieper (bis 77.): Zurück in der Startelf, weil WM-Teilnehmer Veljkovic auf die Bank musste. Und die Hereinnahme machte sich zunächst bezahlt, weil der Verteidiger direkt per Kopf die Führung erzielte (13.). Nur vier Minuten später leitete jedoch seine schlechte Rückgabe auf Pavlenka den Ausgleich ein. Hatte danach einige Mühe mit dem schnellen Sheraldo Becker. Note 3

Niklas Stark: Begann äußerst konzentriert und gewann nahezu jeden Zweikampf, den er in der ersten Hälfte zu führen hatte. Diese Souveränität und Ruhe tat dem Bremer spürbar gut. Eindeutig der beste Mann in der Dreierkette. Note 2,5

Marco Friedl: Ein paar Ungenauigkeiten schlichen sich in sein Spiel ein, aber dem Kapitän war anzumerken, dass er kämpferisch und verbal vorangehen wollte. So dirigierte er fleißig, war stets um Ordnung bemüht. Note 3

Werder Bremen-Noten gegen Union Berlin: Anthony Jung mit viel zu vielen Fehlpässen

Anthony Jung (bis 71.): Ließ in seinen Aktionen völlig die nötige Sicherheit vermissen. Unsaubere Ballannahmen wechselten sich mit schnellen Ballverlusten ab. Hatte nach 45 Minuten gerade einmal 42 Prozent seiner Anspiele an den Nebenmann gebracht. Defensiv solide, aber insgesamt zu wenig. Seine Auswechslung überraschte nicht. Note 4,5

Ilia Gruev (bis 87.): Dieses Mal wieder als Sechser aufgeboten. Eine Aufgabe, die er gewohnt lauffreudig erledigte. Auch die Passgenauigkeit stimmte, vor dem Seitenwechsel landete jedes seiner Abspiele beim Teamkollegen. Nach Wiederanpfiff war er es dann allerdings, der vor dem schnellen 1:2 Gegenspieler Behrens laufen ließ. Note 4

Niklas Schmidt (bis 77.): Weil Gruev statt Groß vor der Abwehr spielte, erhielt Schmidt den Zuschlag für die Achterposition. Drehte sich zunächst etwas zu häufig nach hinten ein, fand dann aber seinen Rhythmus und hatte einige gute Szenen – so landete sein abgefälschter Schuss kurz vor dem Halbzeitpfiff nur knapp neben dem Tor. Note 3,5

Leonardo Bittencourt: Vergab das 2:1, als er unter Bedrängnis aus kurzer Distanz am Pfosten scheiterte (22.). Ging energisch zu Werke und probierte eine Menge aus. Der Ertrag war insgesamt überschaubar. Wurde es defensiv knifflig, wusste er sich einige Male auch nur per Foul zu helfen. Note 3,5

Marvin Ducksch (bis 77.): Nutzte gleich den ersten Standard und servierte den Ball punktgenau für Piepers 1:0. Danach zwar viel in Bewegung, ein weiterer Geistesblitz ließ allerdings auf sich warten. Tauchte ab. Note 4

Schon gelesen:Für einen Aufsteiger eine vernünftige Hinrunde gespielt“ - Die Werder-stimmen zur Niederlage gegen Union!

Werder Bremen in Noten gegen Union Berlin: Niclas Füllkrug bemühte sich - Einwechselspieler unauffällig

Niclas Füllkrug: Bemühte sich und steckte etwa stark zur Bittencourt-Topchance durch. Wirkte nach einer unsanften Begegnung mit dem Rasen zu Spielbeginn in der Folge aber auch etwas mitgenommen. Hatte eine gute Kopfball-Gelegenheit zum 2:2 (53.). Note 3,5

Lee Buchanan (ab 71.): Fiel nicht großartig auf. Note -

Milos Veljkovic (ab 77.): Durfte in der Schlussphase noch ran. Note -

Oliver Burke (ab 77.): Kaum zu sehen. Note -

Jens Stage (ab 77.): Zeigte wenig Wirkung. Note -

Eren Dinkci (87.): Hatte keine echte Aktion. Note -

Der Aufstellungs-Text:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Union Berlin: mehrere Veränderungen in der Startelf

Der SV Werder Bremen spielt am 17. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin. So sieht die Startelf-Aufstellung von Werder-Trainer Ole Werner aus.

Update (25. Januar, 19.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Niklas Stark und Niklas Schmidt starten, Milos Veljkovic und Christian Groß müssen auf die Bank! Die ganze Startelf und alles Weitere lest Ihr im Live-Ticker zum Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin!

Bremen – Immerhin ein paar lächelnde Münder waren dann doch zu sehen. Abwehrspieler Niklas Stark legte die letzten Meter bis zum Trainingsplatz ebenso fröhlich gestimmt zurück wie sein Coach Ole Werner. Ansonsten drückten die Gesichter der Profis des SV Werder Bremen aber vor allem eines aus: absolute Konzentration. Eine knappe halbe Stunde lang zeigten sich die Akteure am Dienstagvormittag der Öffentlichkeit, absolvierten neben ein paar Aufwärmübungen und dem obligatorischen Fünf-gegen-Zwei auch eine spielerische Einlage auf dem Kleinfeld. Danach beorderte Werner seine Mannschaft zurück ins Weserstadion, wo hinter verschlossenen Türen die Fortsetzung der Vorbereitung auf das Hinrunden-Finale gegen Union Berlin (Mittwoch, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) in Angriff genommen wurde. Doch welcher Startelf-Aufstellung wird der Coach dabei vertrauen?

So seht ihr die Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg live im TV und im Livestream

Werder Bremen-Aufstellung gegen Union Berlin: Bekommt Jens Stage eine neue Startelf-Chance?

In personeller Hinsicht hat sich bei Werder Bremen im Vergleich zum vergangenen Wochenende nichts verändert. Romano Schmid fehlt weiterhin wegen seiner Innenbandverletzung im Knie, Felix Agu setzt aufgrund seiner Probleme an der Patellasehne aus. Ansonsten stand der gesamte Bremer Kader am Dienstag auf dem Rasen, was zumindest in der Theorie die Chance für das Trainerteam bietet, gegen Union Berlin ein paar Veränderungen in der Startelf vorzunehmen. Doch die Alternativen haben sich bislang nicht gerade aufgedrängt. Aber es gibt sie. Mittelfeldmann Jens Stage etwa ging bei der Abschlusseinheit recht forsch zu Werke, betrieb somit noch ein wenig Eigenwerbung. Ob es half? Grundsätzlich könnte seine körperbetonte Spielweise gegen die Berliner durchaus hilfreich sein, nur hat er diese Qualität bislang zu selten abgerufen. Erhält der Däne dennoch für die Acht den Zuschlag in der Aufstellung, dürfte das einen kleinen Dominoeffekt in Gang setzen. Der laufstarke Ilia Gruev könnte zurück auf die Sechserposition, für Christian Groß ginge es dagegen auf die Bank.

Ist das die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg?

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen Union Berlin: Verändert Ole Werner die Offensive?

Auch in der Abwehrkette besteht die Gelegenheit zum Tausch. Zuletzt begann Niklas Stark neben Milos Veljkovic und Kapitän Marco Friedl. Mit Amos Pieper hofft jedoch ein Akteur auf die Rückkehr in die letzte Reihe, der dort in dieser Saison schon viele gute Partien gezeigt hat. Gut möglich also, dass Stark wieder weichen muss. Und sonst? Passiert noch was in der Offensive? Niclas Füllkrug ist im Sturm gesetzt, doch Marvin Ducksch ist keineswegs unantastbar. Mit Oliver Burke, Eren Dinkci und vielleicht sogar Niklas Schmidt gibt es drei frische Kräfte, die Ole Werner auf dieser Position bringen könnte. Doch der Trainer des SV Werder Bremen kündigte bereits an, dass er nur handeln will, wenn es ausdrücklich Sinn ergibt.

„Es geht jetzt nicht darum, irgendwelche Zeichen zu setzen. Das wäre Aktionismus, der uns nicht gefällt und nicht weiterbringt“, betonte er. „Es geht für uns darum, die bestmögliche Mannschaft auf den Platz zu stellen.“ Änderungen in der Aufstellung wird es bei Werder Bremen gegen Union Berlin wohl trotzdem geben, das ließ Werner etwas verklausuliert durchblicken – weil er mögliche Wechsel schon im Vorfeld verteidigte. „Wenn der eine oder andere Spieler aus dem letzten Spiel nicht in der Startelf steht, bedeutet das nicht, dass er schuld daran ist, dass wir 1:7 in Köln verloren haben.“ (mbü) Schon gelesen? So sehen Fans das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen Union Berlin live im TV und im Livestream!

So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Union Berlin aussehen.
So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Union Berlin aussehen. © DeichStube

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