Wegweisendes Duell im Abstiegskampf

Das Derby als Schicksalsspiel: Wo bitte geht's zum Glück?

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Schuss ins Glück: Florian Kainz sorgte im Vorjahr für Werders 2:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV.

Bremen - Man kann es förmlich schon hören, so wahrscheinlich ist es, dass es am Samstagabend irgendwann im Laufe des Spiels erklingt, dieses schon so oft gesungene, aber nie an Aktualität einbüßende: „Die Nummer eins im Norden sind wir“.

Wenn Werder gegen den Hamburger SV spielt, ist dieser Fan-Gesang seit jeher fester Bestandteil, mal von der einen, dann wieder von der anderen Seite vorgetragen – je nachdem, wer gerade Oberwasser hat. „Die Nummer eins im Norden“. Sie ist freilich kein offizieller Titel, nichts für Briefkopf oder Geschichtsbuch – und trotzdem ist ihr Wert unermesslich.

Vor dem 108. Bundesliga-Duell hoffen beide Vereine wieder einmal darauf, die Dinge mit einem Sieg gegen den Erzrivalen zum Besseren zu wenden. Denn selbst wenn die „Nummer eins im Norden“ schon seit Jahren nur noch darüber Auskunft gibt, welchem der beiden Clubs es gerade etwas weniger schlecht geht – einen Trend hat das Ergebnis des Rückspiels in den vergangenen fünf Spielzeiten immer markiert.

Sieg im Nordderby kann besondere Kräfte freisetzen

„Es ist für uns ein wichtiges Spiel, um neuen Schwung zu holen“, weiß Werders Sportchef Frank Baumann, dessen Team nach zwei Siegen gegen Schalke (2:1) und Wolfsburg (3:1) durch das jüngste 0:1 in Freiburg wieder ausgebremst wurde. Mit einem Heimsieg gegen den HSV wollen die Bremer das geraderücken. Sie würden davon in doppeltem Maße profitieren. Zum einen natürlich tabellarisch, der Rivale wäre dann auf neun Punkte distanziert. Zum anderen aber auch stimmungstechnisch, denn ein Sieg im Nordderby kann besondere Kräfte freisetzen. Das gilt vor allem für den Saisonendspurt. Wo bitte geht’s zum Glück? Das Derby als Schicksalsspiel.

Seit der Serie 2012/2013 hatte das zweite Nordderby des Spieljahres immer jenen richtungsweisenden Charakter, der vermeintlich wichtigen Spielen gerne nachgesagt wird. Aufs Nordderby bezogen stimmt es tatsächlich: Während der Sieger im weiteren Saisonverlauf keine größeren Probleme mehr hatte, musste der Verlierer bis zum Ende zittern (siehe Auflistung unten).

Das Nordderby: Kuriose Fakten und spektakuläre Ereignisse

Symbolbild
Beim Nordderby im Jahr 1967 fand die erste Auswechslung der Bundesliga-Geschichte statt. Hamburgs Torhüter Arkoc Özcan hatte sich in der 18. Minute den kleinen Finger gebrochen – für ihn kam Ersatzkeeper Erhard Schwerin in den Kasten. Die Regel, die Auswechslungen ermöglichte, war erst kurz zuvor eingeführt worden. © imago sportfotodienst (Symbolbild)
Nordderby
Ende einer Serie: 36 Bundesligaspiele in Folge war der HSV zwischen den Jahren 1982 und 1983 ungeschlagen. Ausgerechnet Werder stoppte den Lauf des Rivalen. Die Grün-Weißen siegten 3:2. © imago sportfotodienst
Nordderby
Das Nordderby im Jahr 1972 wurde vor gerade einmal 8000 Zuschauern ausgetragen – Negativrekord. Weniger kamen davor und danach nie zum Duell der Nordrivalen. Ein Grund für das geringe Interesse: Kurz zuvor war der legendäre Bundesliga-Skandal aufgeflogen. © imago sportfotodienst
Nordderby
Ehrenrunde über dem Weserstadion: Nach Hamburgs Meisterschaft in der Saison 1982/1983 hatte Horst Hrubesch eine ganz besondere Idee. Auf dem Rückflug vom letzten Spieltag überredete der HSV-Profi den Piloten der Fokker-Maschine, eine Ehrenrunde über dem Weserstadion in Bremen zu drehen. © imago sportfotodienst
Nordderby
An diesen Tag erinnern sich die Bremer nur ungern. Am 27. November 1971 lässt Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler die Werder-Profis in der zweiten Halbzeit beim Auswärtsspiel in Hamburg mit HSV-Trikots auflaufen. Der Grund: Für Eschweiler waren sich Werder- und HSV-Trikots zu ähnlich – Verwechslungsgefahr! Weil Werder aber keine Ersatztrikots dabei hatte, mussten die Grün-Weißen die ungeliebte HSV-Raute auf der Brust tragen. © im ago/Future Image
Nordderby
Ailton ist eben doch ein Bremer! 2006 nagelte der Brasilianer im Trikot der Hamburger den Ball im Derby völlig freistehend aus acht Metern über das leere Tor. Der HSV unterlag 1:2. Durch die Pleite zog nicht Hamburg, sondern Bremen in die Königsklasse ein. Wenig später war Ailtons Zeit beim HSV beendet – er wurde verkauft. © imago images / Thorge Huter
Nordderby
Beim Derby 2008 versuchten die Hamburger im Kampf um die Champions-League-Plätze mit einem Psychotrick zu punkten: Beim Duell in Hamburg wurde die Gästekabine mit HSV-Flaggen ausstaffiert. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Die Bremer ließen sich nicht beeindrucken, gewannen und wurden am Ende Zweiter in der Tabelle – der HSV musste sich mit Rang vier begnügen. © imago images / HochZwei/Christians
Nordderby
Werders höchster Auswärtssieg in Hamburg gelang am 22. September 2001 mit einem 4:0. Bremens gefeierter Held: Marco Bode. Der Stürmer erzielte einen Treffer selbst und bereitete zwei weitere vor. Der höchste Heimsieg war in der Meistersaison 2004 sogar ein 6:0. © imago images / Kolvenbach
Nordderby
Das wohl berühmteste Tor der Nordderby-Geschichte: Frank Baumanns Kopfballtreffer bedeutet für Werder den Einzug ins UEFA-Cup-Finale 2009. Es sorgte auch für einen der drei Werder-Siege gegen den HSV in drei Wettbewerben binnen 19 Tagen. Kurios war aber auch die Entstehung der Ecke vor Baumanns Tor: Der Ball hoppelte über eine Papierkugel, die ein HSV-Fan auf den Rasen geworfen hatte. HSV-Abwehrmann Michael Graavgaard traf den Ball nicht richtig - es gab Ecke für Werder. © imago
Nordderby
Ausgerechnet ein Wahl-Hamburger ersteigerte die legendäre Papierkugel. Matthias Seidel, Gründer von „transfermarkt.de“, erwarb die Kugel, um sie später im Werder-Museum ausstellen zu lassen. © imago images / Philipp Szyza
Nordderby
Adrian Maleika. Der Name steht synonym für die größte Tragödie der Derby-Geschichte. Der Werder-Fan wurde vor dem Spiel am 16. Oktober 1982 auf dem Weg ins Volksparkstadion von Hamburger Hooligans brutal angegriffen. Bei einem Steinwurf erlitt der 16-jährige Lehrling einen Schädelbasisbruch und Gehirnblutungen. Einen Tag später starb er. Er gilt als erstes Todesopfer bei Hooligan-Übergriffen in Deutschland. © imago
Nordderby
Noch eine der ganz bitteren Geschichten des Nordderbys: Am 20. September 1989 spielte Ditmar Jakobs sein letztes Bundesliga-Spiel. Im Weserstadion rutschte der HSV-Verteidiger bei einer Rettungsaktion ins Tor. Dort bohrte sich ein defekter Karabinerhaken der Toraufhängung in seinem Rücken. Jakobs kam nicht mehr los, der Haken musste mit einem Skalpell herausgeschnitten werden. Dabei wurden seine Nerven so stark verletzt, dass an Profisport danach nicht mehr zu denken war. © imago
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Niederlagen sind nie schön, die am 14. Mai 1988 gegen den HSV gilt aber als eine der schönsten Werder-Pleiten. Die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel ging zwar zu Hause mit 1:4 gegen die Hamburger baden. Aber das juckte keinen: Die Bremer hatten die zweite Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte schon perfekt gemacht - und durften nach dem Spiel die Schale vor den Augen des Rivalen in die Höhe recken. © imago
Nordderby
So unschön die Szene, so schnell wurde sie auch legendär: Werder-Keeper Tim Wiese verwechselte im Mai 2008 Fußball mit Kung Fu und senste beim Herauslaufen HSV-Stürmer Ivica Olic derart um, als wolle er ihm den Kopf abtreten. Ob Wiese da schon den Gedanken an eine Karriere im Wrestling entwickelt hat? Franz Beckenbauer sprach danach von Mordversuch, ein Unbekannter stellte sogar Strafanzeige wegen versuchten Totschlags. Der Schiedsrichter zeigte im Spiel jedenfalls nur Gelb. © imago
Nordderby
Klar ist: Werder Bremen gegen den Hamburger SV - es ist das ewige Duell der Bundesliga. Kein Spiel gab es häufiger. Zum 100. Nordderby präsentierten die Werder-Fans im Weserstadion eine beeindruckende Choreografie. „100 Spiele wie im Märchen“, schrieben die Fans und klappten das Geschichtsbuch auf. Am Ende stand: „Und die Moral von der Geschicht‘, Bremen ist geil, Hamburg nicht.“ © imago images / osnapix

„Ich muss die Bedeutung des Spiels bei unserer Mannschaft nicht speziell hervorheben“, sagt Baumann, der freilich weiß, dass Werder bei einer Niederlage wieder mittendrin stecken würde im großen Abstiegsschlamassel. Drei Punkte Vorsprung wären es dann nur noch auf den HSV, der vor dem Duell im Weserstadion allerdings mehr unter Druck steht. Nach dem 1:2 gegen Leverkusen gingen die Hamburger Fans am Samstag auf die Barrikaden. Ein versuchter Platzsturm, ein unmissverständliches Transparent („Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt“) – rund um den Volkspark herrscht wieder einmal Ausnahmezustand.

Moisander: „Derby kommt genau zur richtigen Zeit“

Daran wird auch der neue Präsident Bernd Hoffmann bis Samstag nichts ändern können. Bei Werder hingegen herrscht Ruhe. Den handelnden Personen ist der Ernst der Lage zwar bewusst, nach der Niederlage in Freiburg gelang es ihnen aber trotzdem ziemlich schnell, die Enttäuschung über das gerade abgepfiffene in Vorfreude auf das kommende Spiel umzuwandeln.

„Das Derby kommt genau zur richtigen Zeit“, betonte Niklas Moisander, „wenn wir gewinnen, sieht alles besser aus.“ Der Frust von Freiburg wäre dann tatsächlich vergessen, das Umfeld mindestens bis zum nächsten Spiel in bester Stimmung. „Es gibt keine leichten Spiele in der Bundesliga“, hielt Moisander noch fest, ehe er sagte: „Wir haben jetzt ein großes Spiel vor uns, das müssen wir nur gewinnen.“ Das klang dann irgendwie doch ganz einfach.

Ein Überblick der vergangenen Nordderby-Rückspiele

Das Nordderby als Kompass für den Weg durch die restliche Saison – in den vergangenen fünf Jahren war das Duell zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV tatsächlich ein verlässlicher Orientierungsgeber im Abstiegskampf. Es galt die Formel: Wer in der Rückrunde das Derby verlor, musste bis zum Ende zittern. Eine Rückschau:

Saison 12/13: Bereits am 19. Spieltag steigt das Nordderby. In Hamburg triumphiert der HSV mit 3:2 – es ist eine Saison, in der der Club als Siebter nur knapp das europäische Geschäft. Und Werder? Muss zittern. Am Ende sind es drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, die die Bremer vor Schlimmerem bewahren. Der Klassenerhalt war jedoch „schon“ nach Spieltag 33 sicher.

Saison 13/14: Wir schreiben Spieltag 23, und der SV Werder verschafft sich mit einem 1:0-Heimsieg über den Nordrivalen Luft im Abstiegskampf, klettert auf Rang 13. Der HSV bleibt 16. – und weil sich daran bis zum Schluss nichts ändert, muss sich das Team in der Relegation beweisen. Gegen Greuther Fürth schleppt sich der HSV mit zwei Unentschieden zum Klassenerhalt.

Diese Profis spielten für Werder und den HSV

Benno Möhlmann hielt Werder von 1978 bis 1987 die Treue, ehe er zum Hamburger SV wechselte. Dort beendete der Mittelfeldmann seine aktive Karriere als Fußballprofi. Zudem war er von 1992 bis 1995 Cheftrainer beim HSV. © imago
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Frank Ordenewitz spielte von 1983 bis 1989 noch unter der Leitung von Otto Rehagel für die Bremer. Ein Jahr bevor er den Verein verließ, gewann der Mittelstürmer die Meisterschaft und den Superpokal. Für Werder absolvierte Ordenewitz 164 Spiele und traf 44 Mal ins Eckige. © nordphoto
Dietmar Beiersdorfer spielte von 1986 bis 1992 beim HSV (DFB-Pokal-Sieger 1987), ehe er zum Erzrivalen wechselte. In seinen knapp vier Jahren beim SV Werder wurde der Innenverteidiger Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger und zweimal deutscher Superpokalsieger. © imago
Pawel Wojtala wagte ebenfalls den direkten Wechsel von Hamburg nach Bremen. Nach einem Jahr Aufenthalt an der Weser, verließ er Werder in Richtung Warschau. Der Innenverteidiger absolvierte 24 Spiele für Werder und 22 für den HSV. © imago
Bruno Labbadia trug von 1987 bis 1989 das Trikot vom HSV. Über Kaiserslautern, Bayern München und den 1. FC Köln landete der Mittelstürmer 1996 beim SV Werder. Zudem stand Labbadia gleich zweimal beim HSV als Trainer an der Seitenlinie (2009-2010 und 2015-2016). © imago
Marinus Bester kickte zwei Jahre beim SVW, kam aber nicht über die Reservistenrolle hinaus, sodass der Mittelstürmer 1992 per Leihe zum HSV wechselte. Ein Jahr später kam er an die Weser zurück und wurde erneut verliehen (FC Schalke). Danach verließ Bester den Verein 1995 endgültig. © imago
Liga-Pokal-Finale
Rodolfo Cardoso spielte von 1995 bis 1996 für den SVW, ehe er nach Hamburg wechselte. Insgesamt absolvierte der Offensivmann 220 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 47 Treffer. 44 weitere legte er auf. © nordphoto
Dirk Weetendorf lief von 1996 bis 1999 beim Hamburger SV auf und wechselte direkt zum Erzrivalen Werder Bremen, wo der Mittelstürmer jedoch nur ein Jahr kickte. © imago
BL 2002/2003 - Bor.-Dortmund vs SV Werder Bremen 2:1
Fabian Ernst (Mitte) spielte sogar für drei Nordclubs. Seine Karriere begann der Mittelfeldspieler bei Hannover 96. 1998 wechslte er dann nach Hamburg und zwei Jahre später landete er beim SVW. Dort hielt es Ernst fünf Jahre. 2004 gewann er mit Werder das Double. © nordphoto
FBL 05/06 - Hamburger SV vs. Werder Bremen
Ailton (l.) kam 1998 aus Mexiko zum SV Werder. Sechs Jahre kickte der "Kugelblitz" an der Weser. Mit Bremen wurde der Stürmer Deutscher Meister (1999 und 2004), gewann den DFB-Pokal (2004) und wurde in der Bundesliga-Saison 2003/04 Torschützenkönig mit 28 Treffern. 2005/06 spielte Ailton für den HSV. © nordphoto
Efes Pilsen Cup 5 - Werder Bremen vs. Besiktas Istanbul
Andreas Reinke stand zwar bei den HSV-Profis unter Vertrag, war aber bei den Amateuren aktiv. Für die Profis kam er nur einmal zum Einsatz. Nach mehreren Stationen landete der Keeper 2003 bei Werder, wo er das Double gewann. © nordphoto
Raphael Wicky hielt gleich beiden Nordclubs über viele Jahre die Treue. Für Werder trug er 128 Mal das Trikot, beim Hamburger SV kam der Defensiv-Allrounder 162 Mal zum Einsatz. © nordphoto
Mohamed Zidan wechselte 2005 zum SV Werder, wo er sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Über Mainz 05 landete der Offensivmann 2007 beim Hamburger SV. © nordphoto
CL 07/08 Real MADRID - Werder BREMEN
Boubacar Sanogo kam für 4,5 Millionen Euro von Hamburg nach Bremen. Für Werder absolvierte der Angreifer 51 Spiele und erzielte 22 Treffer. © nordphoto
Eljero Elia spielte von 2009 bis 2011 beim Hamburger SV. Nach einer Saison bei Juventus Turin wechselte der Linksaußen zum SV Werder. In Bremen ist Elia jedoch selten mit guten Leistungen aufgefallen. © nordphoto
GER, 1.FBL , Werder Bremen vs Hamburger SV
Sieben Jahre stand Frank Rost beim SV Werder zwischen den Pfosten. In Bremen hatte der Keeper seine erfolgreichste Zeit. Er wurde Deutsche Meister, DFB-Pokalsieger und zweimal deutscher Superpokalsieger. Nach dem zwischenzeitlichen Aufenthalt auf Schalke (2002-2007), wechselte Rost zum HSV. © nordphoto
GER, FSP, MSV Duisburg vs. SV Werder Bremen
Levin Öztunali hatte in der Jugend für die "Rothosen" gespielt, bevor er nach Leverkusen wechselte. Der Enkel von Uwe Seele kam im Januar 2015 per Leihe an die Weser. Seit der aktuellen Saison kickt der Offensivmann für Mainz 05. © nordphoto
Aaron Hunt lief bereits für Werders U17 auf. Am 18. September 2004 gab Hunt sein Bundesliga-Debüt im Werder-Dress. Zudem ist er mit 18 Jahren und 161 Tagen Werders jüngster Torschütze aller Zeiten. Im Februar 2005 erzielte der Stürmer seinen ersten Treffer in der Bundesliga. Aktuell spielt Hunt beim Erzrivalen aus Hamburg. © nordphoto
GER, Dresden Cup, SV Werder Bremen (GER) vs Real Betis Sevilla (ESP)
Ähnlich verlief es bei Janek Sternberg. Der Abwehrspieler verbrachte seine Jugendzeit allerdings zunächst beim HSV und kam dann 2013 direkt zum SV Werder. © nordphoto
GER, 1.FBL, Training Werder Bremen
Auch Raphael Wolf kam aus der HSV-Jugendabteilung. Der Keeper wechselte jedoch erst zum SV Kapfernberg, ehe er 2012 nach Bremen kam. Aktuell spielt Wolf bei Werder keine Rolle mehr. © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs VFL Wolfsburg
Jaroslav Drobny hingegen spielt sehr wohl eine Rolle beim SV Werder. Der Keeper wechselte erst zur aktuellen Spielzeit von den Rothosen nach Bremen. Derzeit kämpft er gegen Felix Wiedwald um dem Stammplatz im Werder-Tor. © nordphoto
GER, 1.FBL, Hamburger SV vs Eintracht Frankfurt
Dennis Diekmeier spielte von 2003 bis 2009 bei Werder. Erst in der Jugend, dann bei den Amateuren. Aber nie in der Bundesliga. Dann wechselte der Rechtsverteidiger zum 1. FC Nürnberg. Ein Jahr später verließ er den "Club" Richtung Hamburg, wo er bis heute aktiv ist. © nordphoto
Patrick Owomoyela
Nach seiner Zeit von 2005 bis 2008 beim SV Werder und den darauffolgenden fünf Jahren bei Borussia Dortmund beendete Patrick Owomoyela seine Karriere 2014 beim HSV. © imago
Fritz Laband
Fritz Laband spielte vor der Bundesliga-Zeit von 1950 bis 1956 für die Rothosen. Es folgte der Wechsel an die Weser. Bis 1957 trug er das Werder-Trikot. © imago
Hans Schulz
Hans Schulz war in der Zeit von 1964 bis 1966 Spieler des SV Werder. 1966 zog es ihn zum HSV, wo er bis 1971 gegen den Ball getreten hat. Nach seiner aktiven Profi-Karriere war er 17 Jahre im Werder-Aufsichtsrat - bis 2016. © imago
Ole Björnmose
Ole Björnmose spielte von 1967 bis 1971 für die Grün-Weißen. Auch er entschied sich für einen direkten Wechsel zum HSV. Dort war er von 1971 bis 1978 aktiv. © imago
Werner Dreeßel
Werner Dreeßel spielte von 1977 bis 1980 für Werder, dann zog es ihn zum Rivalen nach Hamburg, wo er zwei weitere Jahre verbrachte. © imago

Saison 14/15: Selten war der Abstand größer als in dieser Saison. Werder geht am 29. Spieltag als Europacup-Anwärter ins Heimspiel gegen Hamburg, setzt sich mit 1:0 durch und fesselt den Widersacher weiter ans Tabellenende. Der HSV schafft es letztlich noch in die Relegation, wo es zum bekannten Herzschlagfinale mit Last-Minute-Tor und Verlängerung gegen den Karlsruher SC kommt. Werder verpasst Europa als Zehnter, hat mit dem Abstiegskampf aber überhaupt nichts zu tun.

Saison 15/16: Der Hamburger SV gewinnt am 31. Spieltag im Volksparkstadion mit 2:1 und ist mit 37 Zählern auf der einigermaßen sicheren Seite. Werder bleibt dagegen im Keller kleben und bewahrt sich erst am 34. Spieltag mit dem 1:0 über Eintracht Frankfurt vor dem nervenaufreibenden Gang in die Relegation.

Saison 16/17: Es ist der 29. Spieltag, Werder bezwingt den HSV im Weserstadion mit 2:1 und holt die Punkte 37 bis 39 – das ist nach einer bemerkenswerten Serie die frühzeitige Rettung für die Bremer. Der HSV steht nach dem Derby nur noch einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Dabei bleibt es auch bis Saisonende.

Quelle: DeichStube

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