Verliehener Spieler mit VfL Osnabrück beim Turnier in Lohne

Das Ziel von Niklas Schmidt: Zurück zu Werder Bremen

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Am Samstag spielte Niklas Schmidt (r., hier gegen Malte Karbstein) mit seinem Leih-Club VfL Osnabrück in Lohne gegen seinen Heimatclub Werder Bremen.

Lohne - Es war ein kleiner Schreckmoment. Eine Szene, die hinterher, im Zuge der öffentlichen Aufarbeitung, ziemlich sicher mit folgendem Wort versehen worden wäre: ausgerechnet! Während des Testspiels von Werder Bremen in Lohne gegen den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück (0:1) blieb Niklas Schmidt in der 56. Minute verletzt liegen, musste ausgewechselt werden – jener Schmidt, den Werder doch gerade erst für zwei Jahre nach Osnabrück verliehen hatte.

Ausgerechnet! Na ja, zumindest fast, denn nach der Partie gab der 21-Jährige umgehend Entwarnung: „Nichts passiert, ich bin nur ausgerutscht. Es ist alles in Ordnung.“ Das ist es für Niklas Schmidt in der Tat, auch unabhängig vom Ausrutscher in Lohne. Denn in Osnabrück, da fühlt sich der Mittelfeldspieler pudelwohl.

„Ich habe schnell eine Wohnung gefunden, mich gut eingelebt“, berichtete Schmidt, der in der Mannschaft von Trainer Daniel Thioune schon der Mann für die Standards ist – und sich nun über die 2. Bundesliga näher an seinen großen Traum heranarbeiten möchte: an eine Rückkehr nach Bremen, in Werders Bundesliga-Kader. „Mein Ziel ist es, nach Bremen zurückzukommen und ein Teil der Mannschaft zu sein“, betonte Schmidt.

Niklas Schmidt noch nicht weit genug für die Bundesliga

Er ist aber auch realistisch genug, um zu wissen, dass ihm dafür noch ein Stück fehlt: „Für die Bundesliga bin ich jetzt noch nicht soweit, so ehrlich muss ich sein. Deswegen ist die zweite Liga für mich jetzt der richtige Schritt.“ Eine Einschätzung, die Werders Verantwortliche teilen, weswegen sie Schmidts Vertrag zunächst bis 2022 verlängert und ihn dann nach Osnabrück geschickt haben.

In der vergangenen Saison war das Talent bereits an den Drittligisten Wehen Wiesbaden (33 Liga-Spiele, fünf Tore, elf Vorlagen) ausgeliehen gewesen. Nun freut sich Niklas Schmidt, dass er wieder näher an der Heimat Fußball spielen kann. „Osnabrück ist nah dran an Bremen, was für mich ein ausschlaggebender Punkt war, denn in Bremen habe ich viele Freunde“, sagte er.

Werder Bremen: Niklas Schmidt im Austausch mit Clemens Fritz

Im Endeffekt haben ihn aber die „guten Gespräche“ mit Thioune überzeugt. „Er hat mir den Weg aufgezeigt, und darin habe ich mich total erkannt“, sagte Schmidt. Mit Ex-Profi Clemens Fritz, der sich bei Werder Bremen um die Leihspieler kümmert, steht auch Niklas Schmidt regelmäßig in Austausch. Mal persönlich, mal telefonisch, aber immer mit demselben Ziel: „Ich hoffe, dass Werder auch weiter immer ein Auge auf mich hat.“ (dco)

Beim Test-Turnier in Lohne hat Werder Bremen übrigens nach der Niederlage gegen den VfL Osnabrück gegen den 1. FC Köln gewonnen. Torschütze Josh Sargent fühlt sich „in der besten Verfassung meines Lebens“. Unterdessen hat Sportchef Frank Baumann verraten, welche Transfer-Strategie Werder Bremen verfolgt - und wie der Club um eigentlich zu teure Spieler kämpft. 

Quelle: DeichStube

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