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„Enttäuschend“: Werder-Star Füllkrug kritisiert Fifa-Verbot der „One-Love“-Binde – und hofft auf Startelf-Einsatz gegen Japan

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Von: Marius Winkelmann

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Niclas Füllkrug von Werder Bremen kritisiert das „One Love“-Binden-Verbot der Fifa und spricht über seine Startelf-Chancen für Deutschland gegen Japan.
Niclas Füllkrug von Werder Bremen kritisiert das „One Love“-Binden-Verbot der Fifa und spricht über seine Startelf-Chancen für Deutschland gegen Japan. © IMAGO / Ulmer/Teamfoto

Bremen/Doha – Niclas Füllkrug ist durchaus bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Einen Tag vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Japan (Mittwoch, 14 Uhr) hat der Stürmer des SV Werder Bremen nun das Fifa-Verbot der „One-Love“-Binde bei der Weltmeisterschaft in Katar gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ deutlich kritisiert und über seine Einsatzchancen gegen die Japaner gesprochen.

„Es ist eine sehr enttäuschende Entscheidung der Fifa“, sagte Niclas Füllkrug und betonte: Auch wenn wir auf die Binde verzichten müssen, stehen wir weiter für unsere Werte ein.“ Dennoch sei es aus seiner Sicht „wichtig, den Disput zwischen den Verbänden nicht auf dem Rücken der Spieler auszutragen“. Das Thema Menschenrechte habe der 29-jährige Profi des SV Werder Bremen mit seinen Teamkollegen in der Nationalelf zuletzt viel diskutiert. „Wir sind uns alle der Umstände bewusst und verurteilen sie. Man muss es so deutlich sagen. Das ist total inakzeptabel, aber die Macht, diese Dinge wirklich zu verändern, die liegt in anderen Händen“, sagte gebürtige Hannoveraner und fügte an: „Wir können auf Dinge aufmerksam machen, können mit dem Finger darauf zeigen, darüber reden - aber die Entscheidungen werden von anderen getroffen.“

Werder Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug nach Krankheit wieder fit vor Deutschland-WM-Spiel gegen Japan

Rein sportlich liegt hinter dem Stürmer des SV Werder Bremen die wohl spannendste Woche seiner bisherigen Karriere als Profifußballer. Zunächst das erfolgreiche Länderspiel-Debüt inklusive des Siegtores gegen den Oman, dann bremste Niclas Füllkrug am Wochenende, wenige Tage vor dem deutschen WM-Auftakt, ein grippaler Infekt aus. Und kurzzeitig kam die Befürchtung auf, dass er der DFB-Elf beim ersten Gruppenspiel womöglich nicht zur Verfügung stehen könnte. „Der grippale Infekt hat mich tatsächlich kurz aus der Bahn geworfen. Es war gut, dass ich einen Tag Pause hatte und die anderen Jungs nicht angesteckt habe“, sagte Füllkrug, der inzwischen wieder fit ist und seit Montag voll mit der Mannschaft trainieren kann. Nun darf sich „Fülle“ berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz gegen Japan machen - womöglich sogar in der Startelf?

Niclas Füllkrug von Werder Bremen würde sich bei Deutschland gegen Japan in der Startelf aufstellen

„In der Offensive ist bei uns generell viel Qualität vorhanden“, stapelte Niclas Füllkrug zunächst etwas tief, betonte aber zugleich, dass „ich der Mannschaft etwas geben kann – in welcher Situation auch immer.“ Füllkrug meinte damit seine Qualitäten als echter Mittelstürmer: „Ich bringe eine gute Präsenz mit und kann Innenverteidiger binden. Außerdem kann ich als Wandspieler gut Bälle halten.“ So könne er viel Platz für die Mittelfeldspieler schaffen, „die bei uns eine brutale Qualität haben und mit ihrem Tempo dann gut in die Tiefe gehen können“. Ob und wie viel er spiele, entscheide letztlich Bundestrainer Hansi Flick. Er selbst beantwortete die Frage, ob er sich aufstellen würde, so selbstbewusst, wie er sich während des vergangenen Jahres bei Werder Bremen auf dem Platz präsentierte: „Klar, immer.“ Gegen Japan definitiv nicht spielen wird dagegen Füllkrugs Teamkollege Leroy Sané. Der Offensivmann des FC Bayern fehlt dem DFB-Team aufgrund von Knieproblemen. (mwi)

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