Steht Wechsel im Winter bevor?

Denkpause für Niclas Füllkrug: Werder-Stürmer nach Disput mit Clemens Fritz freigestellt - Zukunft völlig ungewiss

Niclas Füllkrug ist von Werder Bremen wegen einer Auseinandersetzung mit Clemens Fritz freigestellt worden.
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Niclas Füllkrug ist von Werder Bremen wegen einer Auseinandersetzung mit Clemens Fritz freigestellt worden.

Bremen – Am Mittwochnachmittag hat bei Werder Bremen offiziell die Vorbereitung auf das so wichtige Auswärtsspiel beim SV Sandhausen begonnen – allerdings nicht für alle Profis, die ursprünglich um 15.00 Uhr zur Trainingseinheit auf dem Platz erwartet worden waren. Stürmer Niclas Füllkrug war nämlich nicht mit dabei – und der Grund für das Fehlen des 28-Jährigen hat es in sich.

Der SV Werder Bremen hatte ihn bereits am Montag für drei Tage vom Trainingsbetrieb freigestellt, wie der Verein nun mitteilte. Damit reagierten die Bremer auf einen Vorfall, zu dem es im unmittelbaren Anschluss an die bittere 0:3-Niederlage in Darmstadt gekommen war. Noch auf dem Platz und später in der Kabine hatte sich Niclas Füllkrug einen heftigen Disput mit Clemens Fritz, dem Leiter Profifußball, geliefert, bei dem auch ziemlich unschöne Worte gefallen sein sollen. „Es war eine lautstarke Auseinandersetzung, bei der sich Niclas verbale Entgleisungen erlaubt hat“, berichtete Sportchef Frank Baumann – und hielt fest: „Er hat da eine Grenze überschritten.“ Zudem habe der Spieler erkennen lassen, „dass er seine persönliche Situation über die des Vereins stellt“.

Niclas Füllkrug ist unzufrieden, weil er bei Werder Bremen seinen Stammplatz verloren hat

Niclas Füllkrug ist mit seiner Rolle im Team derzeit mehr als unzufrieden, weil er unter Trainer Markus Anfang seinen Stammplatz verloren hat. Einerseits sei das zwar durchaus verständlich, sagte Baumann, andererseits müssten die Emotionen aber stets unter Kontrolle bleiben. „Sie dürfen jedenfalls nicht als Vorwand für so ein Verhalten dienen.“

Aus diesem Grund hat sich Werder Bremen am Montag dazu entschieden, Niclas Füllkrug freizustellen und ihm zudem eine „deutliche Geldstrafe“ (Baumann) aufzuerlegen. Eine disziplinarische Maßnahme, die der Verein eigentlich unter Verschluss halten wollte, sie zwei Tage später dann aber doch noch öffentlich machte, weil sie zu den Medien durchgesickert war. Für Füllkrug lässt sich die Strafe am besten als Denkpause einordnen. Zudem soll sie ein klares Signal an die gesamte Mannschaft sein. „Es ging auch darum, vor den anderen Spielern zu dokumentieren, dass wir nach so einem Verhalten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagte Baumann.

Niclas Füllkrug bei Werder Bremen noch bis Donnerstag freigestellt - dann entscheidet sich seine Zukunft

Am Donnerstag endet die dreitägige Freistellung, die Niclas Füllkrug sportlich dürfte verschmerzen können. Nach dem Regenerationstag am Montag sowie dem freien Dienstag hat er bisher nur am Mittwoch ein reguläres Training verpasst. Kehrt er am Donnerstag nun ins Weserstadion zurück, wollen Werders Verantwortliche zunächst mit ihm darüber sprechen, wie eine künftige Zusammenarbeit nach dem Eklat aussehen könnte. „Das Wichtigste ist, dass Niclas eine grundsätzliche Einsicht zeigt und bereit ist, der Mannschaft in seiner aktuellen Rolle zu helfen“, sagte Baumann.

Dem Sportchef war zuletzt unter anderem missfallen, dass sich Niclas Füllkrug Anfang Oktober gegenüber der DeichStube als „Verlierer“ der bisherigen Werder-Saison bezeichnet hatte. „Es sagt ja schon vieles aus, dass er sich als Verlierer sieht, obwohl die Mannschaft vorher gegen Heidenheim gewonnen hatte“, sagte Baumann. Füllkrugs Reaktion in Darmstadt sei dann „komplett falsch“ gewesen – und wenn man so möchte so etwas wie der berühmte letzte Tropfen, der am Ende zur Freistellung geführt hat. Was insgesamt die Frage aufwirft, ob es mit Werder Bremen und Niclas Füllkrug überhaupt weitergehen kann? Zumal auch das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer als äußerst angespannt gilt.

„Wenn wir in unserem Gespräch am Donnerstag das Gefühl haben, dass Einsicht bei ihm da ist, dann gibt es keinen Grund, nicht mit Niclas weiterzumachen“, sagte Baumann, betonte aber auch: „Wenn das aber nicht deutlich genug werden sollte, ergibt es keinen Sinn mehr. Dann müssten wir dementsprechend reagieren.“ Wie genau das aussehen könnte, wollte der Sportchef noch nicht sagen. Vermutlich auch deshalb, weil er einen reumütigen Niclas Füllkrug zurückerwartet.

Ein Abschied von Werder Bremen im Winter ist bei Niclas Füllkrug wahrscheinlicher geworden

Bereits am Sonntagabend hatte sich der Spieler bei Clemens Fritz für sein Verhalten entschuldigt, tags darauf dann beim Trainerteam und der Mannschaft. In der Mitteilung des SV Werder Bremen wurde Niclas Füllkrug am Mittwoch zudem wie folgt zitiert: „Ich habe eine Grenze zwischen Spieler und Verantwortlichem überschritten. Das darf mir nicht passieren.“ Es sieht also nicht unbedingt danach aus, als sollte es zum kompletten Bruch zwischen Verein und Stürmer kommen. Ein Füllkrug-Abschied im Winter ist nach dem Darmstadt-Vorfall aber definitiv ein großes Stück wahrscheinlicher geworden. (dco) Auch interessant: Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann stellt sich schützend vor Trainer Markus Anfang! Und: Werder Bremen gegen den SV Sandhausen live im TV und im Live-Stream! Außerdem: Vor Spiel gegen SV Sandhausen - Werder Bremens Coach Markus Anfang ignoriert die Kritik!

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen in Sandhausen aussehen!

Zur letzten Meldung um 15.30 Uhr:

Nach heftigem Disput mit Fritz: Werder Bremen stellt Niclas Füllkrug frei

Bremen - Wenn die Profis des SV Werder Bremen am Mittwochnachmittag zur angekündigten Trainingseinheit auf den Platz kommen, wird ein prominentes Gesicht nicht mit dabei sei - und das aus einem ziemlich pikanten Grund: Wie der Zweitligist am Mittwoch offiziell mitteilte wurde Stürmer Niclas Füllkrug bereits am Montag für drei Tage freigestellt.

Als Grund gab Werder Bremen eine Auseinandersetzung zwischen Niclas Füllkrug und dem Leiter Profifußball Clemens Fritz an, zu der es nach der 0:3-Niederlage in Darmstadt gekommen sein soll. „Diesen Vorfall konnten wir als Verein so nicht hinnehmen. Daher haben wir die Entscheidung getroffen, Niclas für drei Tage freizustellen“, erklärt Sportchef Frank Baumann in der Mitteilung und fügt an, dass der Verein Füllkrug zudem eine Geldstrafe aufgebrummt hat: „Niclas wird neben der temporären Freistellung einen bereits festgelegten Betrag an soziale Projekte spenden, mit denen wir als Verein zusammenarbeiten.“

Bereits kurz nach dem Abpfiff war es in Darmstadt noch auf dem Platz zu einem heftigen Disput zwischen Niclas Füllkrug und Clemens Fritz gekommen. Dabei sollen durchaus unschöne Worte gefallen sein. Ein Streit, der sich in der Kabine, sprich vor der gesamten Mannschaft, fortgesetzt hat, was Werder Bremen zur disziplinarischen Maßnahme gegen den Spieler bewegt haben dürfte. Schließlich kann es sich der Verein nicht leisten, wenn die Autorität eines Funktionärs wie Fritz in Frage gestellt wird.

„Grenze überschritten“: Niclas Füllkrug entschuldigt sich bei Clemens Fritz und der Mannschaft von Werder Bremen

Niclas Füllkrug selbst zeigt sich nach dem Vorfall reumütig. „Ich habe mich bei Clemens, beim Trainerteam und auch bei der Mannschaft entschuldigt. Ich habe eine Grenze zwischen Spieler und Verantwortlichem überschritten. Das darf mir nicht passieren“, wird er in der Mitteilung zitiert. Am Donnerstag, wenn die Freistellung endet, wollen sich der SV Werder Bremen und Spieler zusammensetzen und darüber beraten, wie die gemeinsame Zukunft aussehen könnte. Baumann: „Wir haben Niclas bewusst diese drei Tage gegeben, um sein Verhalten vom Sonntag reflektieren zu können. Wir erwarten von ihm neben der Einsicht auch eine Reaktion.“

Mit dem durchaus angespannten Verhältnis zwischen Trainer Markus Anfang und dem Stürmer soll die Freistellung übrigens nichts zu tun haben. Zuletzt hatte der Coach Niclas Füllkrug für dessen schwachen Auftritt in Darmstadt als einzigen Werder-Spieler namentlich deutlich kritisiert, womit er die Spannungen zwischen den beiden Männern vergrößert haben dürfte. (dco)

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