Sturm-Duo gegen Leverkusen dabei

Davie Selke und Niclas Füllkrug - Werder hofft auf Tore der Teilzeitstürmer

Niclas Füllkrug (li.) und Davie Selke feierten im Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin ihr Comeback - waren aber noch keine große Hilfe.
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Niclas Füllkrug (l.) und Davie Selke gaben im Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin ihr Comeback. Können sie gegen Bayer Leverkusen schon wieder länger spielen?

Bremen – Mit Hoffnungsträgern ist es immer so eine Sache, denn nicht selten sind die Erwartungen an sie schlicht überhöht, woran im Fall von Niclas Füllkrug vor allem eine Person die Schuld trägt: Niclas Füllkrug. Obwohl verletzungsbedingt erst sechs Mal zum Einsatz gekommen, ist der 27-Jährige mit vier Saisontoren nach wie vor der gefährlichste Angreifer von Werder Bremen.

Update (15. Januar 2021): Schock für Werder Bremen: Niclas Füllkrug hat sich wieder verletzt!

Weiter zur bisherigen Meldung: Kein Wunder also, dass sich Fans, Mitspieler und Trainer sehnlichst wünschen, dass Niclas Füllkrug endlich wieder vollumfänglich zur Verfügung steht, dass er trifft, die Mannschaft führt – und somit für den dringend benötigten Aufschwung sorgt. Beim 0:2 gegen Union Berlin hatte der Stürmer nach seiner Wadenverletzung ein 14-minütiges Comeback gefeiert – im Auswärtsspiel des SV Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) könnte es nun schon etwas mehr Spielzeit sein.

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt freut sich auf Rückkehr von Niclas Füllkrug

„Er ist so weit, dass er als Einwechselspieler für Qualität sorgen kann“, sagt Werder-Trainer Florian Kohfeldt, ehe er umgehend einschränkt: „Für einen kurzen Zeitraum.“ Ein Kandidat für die Startelf ist Füllkrug nach insgesamt acht verpassten Spielen noch nicht. Er kämpft sich aber Stück für Stück weiter heran. „Die vergangene Trainingswoche hat Niclas gut getan“, berichtet Kohfeldt, der Niclas Füllkrug teils komplett mit der Mannschaft, teils aber auch noch dosiert hatte trainieren lassen, „weil wir ihn langsam aufbauen wollen“.

Einen Rückschlag will Werder Bremen bei seinem wichtigsten Stürmer um jeden Preis vermeiden. Denn auch wenn Niclas Füllkrug auf dem Platz zunächst weiterhin Teilzeitkraft bleibt – im Kreise der Mannschaft füllt er seine alte Rolle schon wieder voll aus. Kohfeldt: „Als Typ ist er einfach wichtig in der Kabine, weil er dieses Emotionale, dieses Aggressive, eben dieses Gegen-alle-Widerstände verkörpert.“

Werder Bremen: Davie Selke gegen Bayer Leverkusen „ein Startelf-Kandidat“

Attribute, für die durchaus auch Davie Selke stehen kann. Erinnert sei in diesem Zusammenhang kurz an sein „Zwiegespräch“ mit Stuttgarts Silas Wamangituka nach dessen Tor gegen Werder Bremen, vor dem er sich unsportlich verhalten hatte. Anders als Füllkrug ist Selkes Torbilanz zwar nicht so beeindruckend (sieben Spiele, zwei Treffer) – dennoch ist auch seine Rückkehr mit der Hoffnung auf Besserung in der Offensive verknüpft. Gegen Union hatte der 25-Jährige nach auskurierten Leistenbeschwerden eine Halbzeit lang gespielt. „Er ist ein Stück weiter als Niclas“, erklärt Kohfeldt, „wobei man auch sagen muss, dass das Spiel ihn schon sehr gefordert hat.“ 45 bis 60 Minuten, mehr sei für Selke gegen Bayer Leverkusen nicht drin. „Ein Kandidat für die Startelf könnte er aber sein“, sagt der Werder-Trainer.

Füllkrug und Selke – zwei Mittelstürmer auf dem Weg zurück: Florian Kohfeldt verspricht sich davon für den dritten zentralen Angreifer im Kader, Josh Sargent, einige Vorteile, was zunächst suspekt klingt. Schließlich war der US-Amerikaner bisher in allen Spielen gesetzt (Sargent fehlte nur in Wolfsburg verletzungsbedingt), und nun sieht er sich wieder mit größerer Konkurrenz konfrontiert. Getroffen hat der 19-Jährige erst ein Mal, ein baldiger Wechsel im Sturmzentrum wäre also keine große Überraschung. Kohfeldt scheint aber nicht in diese Richtung zu planen. „Es kann von Vorteil für Josh sein, wenn sich das Offensivspiel auf mehrere Schultern verteilt“, sagt er – und erklärt: „Wir werden mit Sicherheit auch Varianten der Startaufstellung finden, in denen es eine Kombination von mindestens zwei, vielleicht sogar drei dieser Spieler gibt.“ (dco)

Weiter zur letzten Meldung vom 5. Januar 2020:

Werder Bremen ist weiter vorsichtig mit Davie Selke und Niclas Füllkrug

Bremen - Ihr Auftrag ist klar: Sie sollen dafür sorgen, dass die Offensive des SV Werder Bremen wieder deutlich gefährlicher wird, als es zuletzt der Fall war. Ob die Rückkehrer Davie Selke und Niclas Füllkrug während des kommenden Auswärtsspiels bei Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) aber schon wieder Startelf-Kandidaten sind, ließ Clemens Fritz, Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, am Mittwoch offen.

„Sie waren beide für längere Zeit raus. Da müssen wir erstmal abwarten, für wie viele Minuten es in Leverkusen reichen könnte“, sagte Fritz - und betonte: „Dabei sein werden sie auf jeden Fall, aber für beide ist die laufende Trainingswoche noch extrem wichtig.“ Während Davie Selke beim 0:2 des SV Werder Bremen gegen Union Berlin eine Halbzeit lang gespielt hatte, feierte Niclas Füllkrug in der Schlussphase sein Comeback. Die Trainingseinheiten am Dienstag und Mittwoch absolvierten beide ohne Probleme.

Im Mittelfeld bangt Werder vor der Partie gegen die Werkself derweil um den Einsatz von Christian Groß. Der 31-Jährige hatte das Training am Mittwoch mit Wadenproblemen abbrechen müssen und wurde am Nachmittag eingehend untersucht. Auch Patrick Erras (Hüftprobleme) musste angeschlagen vom Platz und könnte ausfallen.

Werder Bremen: Nach Niclas Füllkrug und Davie Selke rückt auch das Comeback von Milot Rashica näher

Niklas Moisander (Sprunggelenksprobleme) und Felix Agu, der einen Schlag abbekommen hatte, arbeiteten am Mittwoch individuell in den Katakomben, sollen aber Kandidaten fürs Wochenende sein. „Bei Niklas sehe ich gute Chancen, dass er dabei ist“, sagte Fritz. Agu werde bereits am Donnerstag wieder mit den Kollegen trainieren.

Flügelstürmer Milot Rashica ist bekanntlich noch kein Thema für das Spiel gegen Bayer Leverkusen, er könnte in der Woche danach gegen den FC Augsburg sein Comeback für Werder Bremen feiern. Fritz: „Vorher ist es wichtig, dass er nach der längeren Verletzung gut ins Training integriert wird.“ In der laufenden Woche absolvierte der Kosovare nur Teile des Teamtrainings. (dco)

Zur letzten Meldung vom 4. Januar 2020:

Werder Bremen: Comeback der Stürmer, aber eine Soforthilfe waren Niclas Füllkrug und Davie Selke nicht

Bremen – Die Nachrichten als solche waren durchaus gut, zu bejubeln waren sie jedoch nicht. Denn die Comebacks von Niclas Füllkrug und Davie Selke verkümmerten angesichts der trostlosen Vorstellung des SV Werder Bremen gegen Union Berlin zu einer Randnotiz. Zwei Mittelstürmer wieder da, trotzdem 0:2 verloren – welche Bedeutung kann der Rückkehr also beigemessen werden?

Sagen wir es so: Eine Soforthilfe waren Niclas Füllkrug (in der 76. Minute eingewechselt) und Davie Selke (ab der zweiten Halbzeit dabei) für Werder Bremen nicht, konnten sie nach ihren Pausen wohl auch noch nicht sein. Niclas Füllkrug hatte immerhin zehn Wochen wegen einer Wadenverletzung gefehlt und hatte erst am Freitag eine komplette Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert. Die Viertelstunde auf dem Platz sei deshalb auch „das Maximum“ für ihn gewesen, meinte Trainer Florian Kohfeldt.

Auch Davie Selke sei nach knapp vier Wochen Pause wegen einer Oberschenkelverletzung mit 45 Minuten Spielzeit am Limit gewesen. Immerhin sorgte der 25-Jährige in der 72. Minute für die einzige Szene, die für das steht, was sich Kohfeldt von den Comebacks der beiden Mittelstürmer verspricht: mehr physische Präsenz und Durchsetzungsfähigkeit im gegnerischen Strafraum. Kohfeldt: „Ich bin froh, dass sie wieder dabei sind, weil sie uns ein anderes Mittel geben, das wir brauchen werden.“ Nämlich? „Dass wir auch mal den einen oder anderen Ball aus dem Halbfeld in den Sechzehner spielen können.“ Und dann auch eine Chance draus wird. Wie bei Selke, dessen Schuss aber noch zur Ecke abgefälscht wurde.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug und Davie Selke sollen gegen Leverkusen Startelfkandidaten sein

Am Morgen danach tauchte Selke – anders als die ebenfalls nur für eine Halbzeit eingesetzten Yuya Osako, Leo Bittencourt und Jean-Manuel Mbom – nicht auf dem Trainingsplatz auf. Für ihn war lediglich Pflege angesagt. Füllkrug absolvierte indes das Spiel-Ersatztraining, beendete es sogar noch mit ein paar extra Torschussübungen. Bis zur Partie des SV Werder Bremen bei Bayer Leverkusen am Samstag soll er genau wie Selke wieder ein Startelfkandidat sein.

Für Eren Dinkci, den Newcomer kurz vor Weihnachten, ist das Comeback der beiden etablierten Angreifer gleichbedeutend mit der Rückkehr in die dritte Reihe. Der 19-Jährige, zwei Wochen zuvor gegen Mainz 05 noch der Matchwinner, hatte es gegen Union Berlin schon nicht mehr in den Kader geschafft. (csa)

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