Jung-Stürmer unterschreibt neuen Werder-Vertrag

Offiziell: Nick Woltemade verlängert bei Werder Bremen und soll „sein Talent vollends ausschöpfen“

Nick Woltemade hat bei Werder Bremen seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben.
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Nick Woltemade hat bei Werder Bremen seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben.

Bremen - Jetzt ist es offiziell: Nick Woltemade hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Werder Bremen verlängert. Das teilte der Bundesliga-Club am Freitag mit.

Damit ist auch eine Hängepartie beendet. Die Vertragsverhandlungen hatten sich lange hingezogen. Sportchef Frank Baumann erklärt in einer Vereinsmitteilung: „Wir sind froh, dass Nick seinen Weg bei Werder weitergeht. In dem Gesprächsprozess über die letzten Monate ging es für Nick vor allem darum, seine Entwicklung und auch die Entwicklung des Clubs zu beobachten. Wir sehen in ihm viel Potential, um sich bei Werder Bremen dauerhaft in der Bundesliga durchzusetzen.“

Nick Woltemade selbst freut sich auf seine Zukunft in Grün-Weiß und hat klare Pläne: „Mein Ziel ist es weiterhin, mich über regelmäßige Einsatzzeiten näher Richtung Startelf zu entwickeln und mit meinen Leistungen zum Erfolg von Werder beizutragen.“ Trainer Florian Kohfeldt nennt den 18-Jährigen eines der „vielversprechenden Talente“, lobt „eine gute Technik und Spielübersicht“ und „ein herausragendes Tempodribbling“ und sagt: „Ich freue mich darauf, weiter daran zu arbeiten, dass er sein Talent vollends ausschöpfen kann.“ Vertrags-Details wie die Laufzeit teilte Werder Bremen nicht mit. (han)

Zur letzten Meldung vom 14. Januar 2021:

Einigung mit Werder Bremen: Nick Woltemades Vertragsverlängerung vor dem Abschluss

Bremen - Noch ist es nicht offiziell, doch die Entscheidung ist gefallen: Nick Woltemade wird dem SV Werder Bremen auch über den Sommer hinaus erhalten bleiben. Nach einem entsprechenden Bericht der „Bild“, der sich mit den Informationen der DeichStube deckt, wird das 18-jährige Sturm-Talent noch am Donnerstagabend seinen ersten Profi-Vertrag bei den Grün-Weißen unterzeichnen.

Über die Laufzeit von Nick Woltemades neuem Arbeitspapier beim SV Werder Bremen ist noch nichts bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass es sich um einen langfristigen Vertrag handelt. Auch das Gehalt dürfte entsprechend deutlich aufgestockt werden. Der bisherige Kontrakt von Werders jüngstem Bundesliga-Spieler aller Zeiten, der bislang noch gar nicht offiziell „Profi“ war, wäre im Sommer dieses Jahres ausgelaufen.

Nick Woltemade wird bei Werder Bremen einen langfristigen Vertrag erhalten

Auch andere Clubs aus der Bundesliga und dem Ausland sollen stark an den Diensten des deutschen U19-Nationalspielers interessiert gewesen sein, weswegen sich die Gespräche um Woltemades Zukunft monatelang hinzogen. Doch nun ist das Pokerspiel beendet, die Fronten sind geklärt - Nick Woltemade sieht seine Zukunft an der Weser. Hier will der schlaksige Angreifer (1,98 Meter), der bislang elf Bundesliga-Spiele für das Team von Trainer Florian Kohfeldt absolviert hat, sein großes Ziel, sich zu einem gestandenen Bundesliga-Profi zu entwickeln, erreichen. Eine offizielle Bestätigung von Seiten des SV Werder Bremen stand am Donnerstagabend noch aus, dürfte aber zeitnah erfolgen. (mwi)

Weiter zur letzten Meldung vom 13. Januar 2021:

Verlängert Nick Woltemade bei Werder Bremen? Die Entscheidung fällt im Januar

Bremen - Auf dem Platz stehen kann Nick Woltemade derzeit nicht, eine Virus-Infektion setzt das Nachwuchstalent des SV Werder Bremen seit Anfang Januar außer Gefecht. Ein großes Thema ist der 18-Jährige trotzdem, weil die Frage, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert oder nicht, noch immer unbeantwortet ist. Nach Informationen der DeichStube steht die Entscheidung aber kurz bevor. Noch im Januar soll Klarheit herrschen.

Ob nun Sportchef Frank Baumann, der „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz oder Cheftrainer Florian Kohfeldt - Werders Verantwortliche werben seit Monaten öffentlich um Nick Woltemade, betonen dabei immer wieder, welch großes Potenzial sie in dem Spieler sehen und was für eine Perspektive sie ihm zutrauen. Im Dezember hat Werder Bremen das gegenüber dem jungen Angreifer noch einmal deutlich gemacht. Woltemade wiederum nutzte die Zeit rund um den Jahreswechsel, um für sich einer Entscheidung näher zu kommen.

Klar ist: Seine Zukunft sieht das Talent in Deutschland, ein Wechsel ins Ausland war für Woltemade trotz einiger Anfragen nie ein ernsthaftes Thema, weil dieser Schritt in seiner Entwicklung womöglich zu früh kommen könnte. Das große Ziel des Spielers ist es, sich zu einem gestandenen Bundesligaprofi zu entwickeln. Bei Werder Bremen hat er seit dem vergangenen Sommer die ersten Schritte in diese Richtung gemacht. Elf Mal kam er seitdem in der Liga zum Einsatz, wenn auch immer nur als Teilzeitkraft, was seine Gesamtspielzeit von 232 Minuten belegt. Ein Anfang. Mehr aber auch nicht. Deswegen prüft die Spielerseite andere Optionen, die es in der Bundesliga geben soll. Nick Woltemade möchte nämlich Umwege vermeiden, er möchte nicht der nächste Nachwuchsspieler werden, der bei Werder unterschreibt, um dann erstmal für ein Jahr in die Niederlande oder wohin auch immer verliehen zu werden.

Werder Bremen: Nick Woltemade durchlief seit 2010 alle Nachwuchsteams

Als gebürtiger Bremer, der seit 2010 sämtliche Nachwuchsteams bei Werder Bremen durchlaufen hat, ist Woltemades Verbindung zum Verein allerdings groß. Er fühlt sich wohl an der Weser, sodass es trotz der langen Bedenkzeit, die sich der Spieler für seine Entscheidung genommen hat, doch eine Überraschung wäre, sollte er Werder nach der Saison den Rücken kehren. (dco)

Zur letzten Meldung vom 29. Dezember 2020:

Bleibt das Talent beim SV Werder Bremen? Florian Kohfeldt und das Zeichen an Nick Woltemade 

„Es sollte ein Zeichen an Nick sein“, sagte der 38-Jährige, der Nick Woltemade hatte signalisieren wollen: Sieh her, ich setze auf dich, ich glaube weiter an dich! Für den 18-jährigen Offensivspieler ist das bekanntlich ein zentrales Kriterium bei der immer noch unbeantworteten Frage, ob er seinen auslaufenden Vertrag bei Werder Bremen verlängert oder nicht.

Vor diesem Hintergrund können drei Minuten Spielzeit womöglich tatsächlich Signalwirkung haben – vor allem, wenn die bisherige Saison für den Spieler etwas kompliziert war. „Nicks Saison verläuft bisher in einer Wellenbewegung“, sagte Kohfeldt und berichtete: „Er hatte überragende Wochen im Training, aber auch Wochen, die nicht so gut waren. Er hatte auch Spiele, in denen nicht so viele Aktionen rumkamen.“

Werder Bremen: Nick Woltemade durfte sechs Mal in der Bundesliga spielen

In Zahlen liest sich das so: Sechs Mal durfte Nick Woltemade in der Bundesliga spielen, zwei Mal im DFB-Pokal, immer als Teilzeitkraft. Nach insgesamt 162 Minuten Einsatzzeit steht für ihn eine Torvorlage zu Buche. Freilich keine überragende, für einen jungen Spieler aber auch keine besorgniserregende Bilanz. „Ich halte Nick für sehr talentiert“, hielt Kohfeldt in Hannover zum wiederholten Male fest. „Und ich wollte ihm unbedingt zeigen, dass er weitermachen soll.“ Damit möglichst bald wieder die vom Trainer erwähnten „überragenden Wochen im Training“ folgen, aus denen wiederum Einsätze für Werder Bremen resultieren, die länger sind als jene drei Minuten von Hannover. (dco)

Zur letzten Meldung vom 16. Dezember 2020:

Was will Nick Woltemade? Werder-Sportchef Baumann: „Ich kann es nicht abschätzen“

Bremen – An elf Spieltagen viermal eingewechselt und einmal in der Startelf – Nick Woltemade (18) sammelt auch in der laufenden Saison fleißig Bundesliga-Minuten beim SV Werder Bremen.

Die Zukunft des Nachwuchsspielers ist aber weiterhin ungeklärt. Nick Woltemades Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Sportchef Frank Baumann unterstrich vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) zwar einmal mehr die Absicht des Vereins, mit dem Talent zu verlängern – wagte dabei aber keine Prognose. „Nach wie vor gilt, dass wir sehr, sehr großes Interesse daran haben, den Vertrag mit Nick zu verlängern. In welche Richtung es am Ende geht, kann ich aber nicht einschätzen. Das wäre spekulativ“, sagte Baumann, der sich mit der Spielerseite für den Winter zu weiteren Gesprächsrunden verabredet hatte, „um die Ideen und Vorstellungen, wie es mit Nicks Entwicklung weitergehen kann, übereinanderzulegen“.

Werder Bremen: Nick Woltemade hat noch keinen Profi-Vertrag

 
Grundsätzlich, das hob Baumann hervor, fühle sich Woltemade, der seit der E-Jugend bei Werder Bremen ist, sehr wohl im Verein. Von der Spielerseite war zuletzt Ähnliches zu hören. Werder ist Woltemades erster Ansprechpartner – was aber nicht zwingend bedeuten muss, dass es am Ende auch zu einer Einigung kommt. „Es ist schon so, dass es für ihn einen Markt gibt“, berichtete Baumann und erklärte: „Wir sind im Austausch mit Nick und seinem Beraterteam und versuchen, eine Lösung zu finden.“

Bemerkenswert bei der Personalie ist, dass Nick Woltemade aktuell noch mit einem Nachwuchsspieler-Vertrag ausgestattet, formal also noch gar kein Profi ist. Während es Spieler gibt, die in vergleichbaren Situationen sofort das Angebot ihres Heimatvereins angenommen hätten, um dort den nächsten Schritt zu gehen, scheint sich Woltemade noch immer nicht sicher zu sein, ob ihn dieser Schritt bei Werder Bremen in die richtige Richtung führt. (dco)

Zur letzten Meldung vom 01. Dezember 2020:

Neuer Vertrag bis Weihnachten? Nächster Werder-Vorstoß bei Nick Woltemade

Bremen – Wird der neue Vertrag zum Weihnachtsgeschenk? Möglich ist das bei Nick Woltemade, denn noch vor den Feiertagen will Werder Bremen die Gespräche über die Zukunft des 18 Jahre alten Offensivtalents fortführen.

„Wir werden uns bis Weihnachten noch einmal zusammensetzen“, kündigt Frank Baumann an. Allerdings scheint der Ausgang der Gespräche nach wie vor offen zu sein, der Sportchef des SV Werder Bremen lässt jedenfalls keine Tendenzen durchblicken: „Dass wir uns treffen, impliziert ja, dass wir uns noch nicht einig sind.“

Werder Bremen wird bis zu einer Übereinkunft weiter heftig um Nick Woltemade werben. Und das nicht nur mit Zahlen am Verhandlungstisch – der neue Kontrakt wäre der erste Profi-Vertrag für den jüngsten Bundesliga-Spieler der Werder-Vereinsgeschichte –, sondern auch mit guten Worten. Diesen Part übernimmt Clemens Fritz und streicht „die gute Perspektive“ heraus, die Werder Woltemade auch in den kommenden Jahren bieten würde: „Nick hat bei uns in Florian Kohfeldt einen Trainer, der an ihn glaubt, seine Stärken schätzt. Und er findet bei Werder ein Umfeld vor, in dem er sich entwickeln kann.“

Werder Bremen-Vertrag: Nick Woltemade will mehr Einsatzzeit - wird das zum Stolperstein?

In den vergangenen Wochen bot dieses Umfeld jedoch wenig Bundesliga-Luft für Nick Woltemade. Gegen den SC Freiburg durfte er noch von Anfang an ran, doch das Experiment mit ihm im offensiven Mittelfeld wurde nach 45 Minuten beendet – Auswechslung. Anschließend schaute Woltemade in vier Spielen nur zu, bis Woltemade am Freitag in Wolfsburg für die letzten sechs Minuten Teil der (vergeblichen) Bremer Schlussoffensive wurde.

Dass sich Woltemade mehr Spielzeit wünscht, ist anzunehmen. Bekommt er sie nicht, könnte das auf dem Weg zum Abschluss mit Werder Bremen ein Stolperstein werden. Fritz beschwichtigt jedoch: „Nick gefällt mir im Training sehr gut, er arbeitet an sich, gibt Gas. Er wird in den kommenden Wochen auch zu mehr Einsatzzeit kommen.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 20. Oktober 2020:

Nick Woltemade: Tendenz zur Vertragsverlängerung bei Werder Bremen - Im Winter wird weiter verhandelt

Freiburg/Bremen – Zufrieden mit sich war er nicht, und das konnte Werder-Talent Nick Woltemade nach seinem unglücklichen Auftritt während des Auswärtsspiels des SV Werder Bremen in Freiburg auch nicht sein – dafür hatte er auf dem Platz schlicht zu viele Probleme gehabt.

Aus dem Umfeld des Spielers war in den Tagen nach der Partie zu erfahren, dass Nick Woltemade sehr kritisch mit sich und seiner Leistung umgegangen ist – aber trotzdem hatte dieses Freiburg-Spiel für den 18-Jährigen auch eine positive Seite. Trainer Florian Kohfeldt hatte im Vorfeld für ein klares Zeichen gesorgt: Sieh her, ich setze auf dich! Das könnte ein weiteres Mosaiksteinchen sein, das zur Vertragsverlängerung Woltemades beim SV Werder Bremen führt.

Werder Bremen: Nick Woltemade tendiert zu einem Verbleib

Vor dem Duell in Freiburg hatte Kohfeldt den 1,98 Meter großen Offensivspieler erstmals in dieser Saison in die Startelf beordert, wovon Nick Woltemade überrascht gewesen sein soll. Der Spieler hatte offenbar nicht erwartet, dass er in der ersten Partie nach dem Abgang von Davy Klaassen gleich dessen Platz einnehmen darf – und dürfte es als Vertrauensbeweis werten. Werder Bremen sieht in Woltemade großes Potenzial, möchte dessen 2021 auslaufenden Vertrag verlängern – daran ändert auch ein schwaches Spiel in Freiburg nichts. „Wir sind super zufrieden mit ihm und seiner Entwicklung“, lobt der „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz.

Bisher hat Nick Woltemade mit der Unterschrift gezögert, weil er abwarten will, wie seine Perspektive im Club aussieht. Nach Informationen der DeichStube tendiert er aber klar zu einem Verbleib beim SV Werder Bremen. Die Gespräche sollen am Jahresende fortgesetzt werden und könnten schnell zum Abschluss kommen. dco

Zur letzten Meldung vom 19. Oktober 2020:

Werder Bremens Welpenschutz für Nick Woltemade

Bremen – Ungefragt ging Florian Kohfeldt nach dem 1:1 des SV Werder Bremen beim SC Freiburg auf die Leistung von Nick Woltemade ein und stellte den 18-jährigen Überraschungsgast in der Startelf gleich mal unter Welpenschutz.

„Es war insgesamt ein schweres Spiel für ihn, aber ich nehme ihn sofort in Schutz“, sagte der Coach des SV Werder Bremen über Nick Woltemade und betonte: „Man kann nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt. Aber er wird wiederkommen. Der Junge ist ein Riesentalent, den werde ich immer schützen!“

Werder Bremen: Nick Woltemade wirkt gegen SC Freiburg gehemmt und überfordert

Ohnehin sei Woltemades Einsatz alles andere als eine Überraschung gewesen, so Kohfeldt: „Das war eine Entscheidung, die über die vergangenen Wochen schon gereift ist. Nick hat nicht nur über eine Woche, sondern über zwei Monate richtig gut trainiert und gute Testspiele gemacht. Jetzt war einfach mal der Moment, wo ich ihn reinschmeißen wollte.“

Es war übrigens nicht der erste Moment in Woltemades Karriere, sondern schon sein siebter Bundesliga-Einsatz, sein zweiter von Beginn an. Anfang Februar hatte er bei der 1:2-Niederlage in Augsburg sein Profi- und gleichzeitig auch Startelf-Debüt gefeiert. Damals wirkte er als jüngster Profi in der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen (17 Jahre, elf Monate und 18 Tage) noch unbekümmert und frech. Diesmal dagegen zu nachdenklich und dadurch gehemmt. Viele Bälle gingen verloren. Mit dem Wechselspiel mit Josh Sargent zwischen Stürmer und Zehner wirkte Nick Woltemade überfordert. Immerhin kämpfte der Jung-Profi. Stark, wie er nach einem Ballverlust den erfahrenen Vincenzo Grifo mit geschicktem Lauf- und Körpereinsatz ins Aus drängte.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt arbeitet mit Nick Woltemade - „Werden noch viel Freude an ihm haben“

Eine frühe Auswechslung wäre trotzdem keine Überraschung gewesen, sondern eher konsequent. Doch Woltemade durfte bleiben und zeigte plötzlich seine Stärken, blieb jetzt mal konsequent am Ball, setzte Kollege Sargent gut in Szene – und hätte kurz vor der Pause sogar das 2:1 machen müssen. Doch bei seinem Schussversuch aus 13 Metern fehlte einfach die nötige Überzeugung.

In der Halbzeit reagierte Kohfeldt, nahm Nick Woltemade runter und brachte Kevin Möhwald. „Nick hatte defensiv Probleme, ist nicht so gut ins Spiel gekommen“, erklärte Kohfeldt, um dann gleich wieder in den Welpenschutz umzuschalten: „Nick ist ein richtig guter Junge, an dem werden wir noch viel Freude haben. Klar, wir arbeiten mit ihm weiter am defensiven Anlaufen, an der Intensität, am Nichtabschalten, wenn der Ball mal über ihn rüber ist. Aber er ist noch A-Jugendspieler. Ihn zu bringen, müssen wir uns jetzt einfach trauen.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 25. August 2020:

Werder Bremen: Nick Woltemade wird von Coach Florian Kohfeldt absichtlich unterschlagen - Das ist der Plan mit dem Sturm-Talent

Zell am Ziller – Nanu, da fehlt doch einer! Während Florian Kohfeldt zum Abschluss des Trainingslagers in Zell am Ziller über seine Möglichkeiten im Angriff des SV Werder Bremen spricht, taucht ein Name überhaupt nicht auf: Nick Woltemade. Und das obwohl der in den Tagen in den Alpen trotz seiner erst 18 Jahre ziemlich forsch und auffällig aufgetreten war.

Wie kann Florian Kohfeldt ihn nur vergessen? „Nick Woltemade erwähne ich absichtlich nicht, weil er noch so jung ist“, erklärt der Coach des SV Werder Bremen und bittet die Medienvertreter: „So lange ich in der Verantwortung bin, werde ich keinen Spieler auf ein Podest heben, wenn er noch so jung ist. Lasst ihn sich bitte in Ruhe entwickeln!“

Kohfeldt erinnert an die Werder-Stürmer Johannes Eggestein und Josh Sargent. Sie hatten und haben mit der Bürde, Riesentalente zu sein, durchaus zu kämpfen. Und sie brauchten – beziehungsweise brauchen immer noch – ihre Zeit, um sich durchzusetzen. Sargent ist inzwischen 20, Eggestein sogar schon 22.

Werder Bremen: Nick Woltemade durfte schon fünf Mal in der Bundesliga ran

Es geht um Geduld, einer Eigenschaft, die es im Fußball besonders schwierig hat. Und jedes Wort eines Trainers kann die öffentliche Erwartung an einen Spielern enorm steigern. Liefert er dann nicht zeitnah ab, gibt es Enttäuschung – womöglich auch beim Spieler.

Deswegen hält sich Kohfeldt bei Nick Woltemade, den er in der vergangenen Saison immerhin schon fünf Mal für Werder Bremen in der Bundesliga eingesetzt hatte, auch zurück, gibt nur wenig preis. Wie zum Beispiel dies: „Nick ist in seiner Art und Weise sehr angenehm. Er ist immer sehr respektvoll, weiß, was sich als junger Spieler gehört. Dem musste ich nie erklären, dass er als junger Spieler das Wasser trägt. Trotzdem führt das bei ihm nicht zu einer Unterwürfigkeit.“

Werder Bremen: Nick Woltemade trotz seiner 1,98 Meter kein zentraler Stürmer für Florian Kohfeldt

Allerdings hat es schon etwas gebraucht, bis Nick Woltemade im Training so auftrat, wie er es eigentlich kann. Seine Zurückhaltung hat er inzwischen abgelegt, der 18-Jährige traut sich viel mehr zu – auch in Testspielen. Da sind vor allem diese „unglaubliche Tempo-Dribblings“, wie Kohfeldt sie nennt und dabei wohl kurz vergessen hat, dass er nicht schwärmen wollte. Aber es sieht nun mal auch beeindruckend aus, wenn sich ein 1,98-Meter-Riese wie Woltemade durchaus elegant mit Ball am Fuß durch die gegnerische Abwehr windet. Trotz seiner Statur sei Woltemade kein zentraler Stürmer, der mit dem Rücken zum Tor agieren könne. Florian Kohfeldt sieht den 18-Jährigen als Flügelspieler oder Zehner.

Wie weit es Nick Woltemade dort bei Werder Bremen schon gebracht hat, deutet der Coach nach dem Testspiel gegen Austria Lustenau an. „Dass ich heute vier Spieler schon zur Halbzeit eingewechselt habe, da könnt ihr mal was hineininterpretieren“, richtet sich Kohfeldt grinsend an die Journalisten. Und es ist klar, wen er damit meint: Nick Woltemade. Er bekam im Trainingslager genauso viel Spielzeit wie beispielsweise Yuya Osako, Tahith Chong, Johannes Eggestein. Und er ist – um es zusammenzufassen – einer, der hoffen lässt, aber noch kein Hoffnungsträger sein soll. (kni)

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