Außenstürmer ist eingeplant

Neue Chance für Hajrovic?

Izet Hajrovic kehrt heute zu Werder zurück. - Foto: nph

Bremen - Zum bereits angekündigten, aber noch nicht perfekten Neuzugang Fallou Diagne konnte Frank Baumann gestern nichts Neues sagen, außer: „Es fehlen noch Kleinigkeiten.“ Heute soll der Transfer des Senegalesen von Stade Rennes an die Weser aber abgeschlossen werden. Und dann wird Diagne Teamkollege von Izet Hajrovic, der eigentlich als heißer Wechselkandidat gilt. Doch Baumann sieht das anders.

„Izet ist eingeplant. Er hat die Chance sich zu zeigen“, betont der Sportchef. Allerdings belässt es der Ex-Profi auch bei dieser Aussage. Baumann verzichtet darauf, die Qualitäten des 24-Jährigen besonders hervorzuheben. Es wäre auch ein wenig unglaubwürdig gewesen. Denn Hajrovic ist auch zwei Jahre nach seinem Wechsel an die Weser ein unerfülltes Versprechen geblieben.

Was hatten sie sich im Sommer 2014 nicht gefeiert, den bosnischen Nationalspieler, der in der Schweiz geboren ist, nach Bremen gelockt zu haben – und zwar ablösefrei. Die damaligen Sportchefs Thomas Eichin und Rouven Schröder hatten mitbekommen, dass Galatasaray Istanbul den Spieler nicht ordnungsgemäß bezahlt hatte. Hajrovic kündigte und bekam von der Fifa die Freigabe. Dazu ein üppiges Gehalt bei Werder. Er soll zu den Topverdienern gehören. Ein Topspieler wurde er nie. Der Außenstürmer überzeugte immer nur ansatzweise, mit einem guten Antritt oder einem netten Dribbling. Viel mehr gab es von ihm nicht zu sehen. 19 Bundesligaspiele, ein Tor, nur acht Mal in der Startelf, die erste Saison war eine Enttäuschung. Vor der zweiten flüchtete Hajrovic nach Spanien, zu SD Eibar – und spielte nur sieben Mal. Logisch, dass Eibar das Leihgeschäft nicht verlängerte.

Also steht Hajrovic heute wieder in Bremen auf der Matte. Sein Vertrag läuft hier immerhin noch zwei Jahre. Alle Versuche, ihn an einen anderen Club weiterzureichen, sind bislang gescheitert. Entweder Baumann hat nun seine Meinung geändert oder er taktiert – und will Hajrovics ohnehin niedrigen Marktwert nicht endgültig zerstören. Jedenfalls gibt er ihm – öffentlich – noch eine Chance. Eine kleine, wie sich aus den Worten des Sportchefs ableiten lässt: „Jeder im Kader hat eine Chance, auch Izet.“ kni

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