Hunt und Petersen treffen

Live-Ticker: 3:2 für Berlin

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Werder-Keeper Raphael Wolf sammelt weiter Gegentore.

Bremen / Berlin - Von Marc Stehr. Der vorletzte Spieltag der Hinrunde wird mit dem Duell Hertha BSC Berlin gegen Werder Bremen eröffnet. Gegen die „Alte Dame“ stehen die Hanseaten nach dem Debakel gegen den FC Bayern in der Pflicht.

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„Es gibt keine Entschuldigung. Die Bayern haben uns vorgeführt“, brachte Robin Dutt die höchste Heimpleite der Bremer Bundesligageschichte auf den Punkt. Mit einem Sieg hatten zwar die wenigsten gerechnet; dass Raphael Wolf nach dem 4:4 in Hoffenheim bei seiner Heimspielpremiere ganze sieben Mal hinter sich greifen muss, schien trotz der Bremer Krise (nur ein Sieg aus den letzten neun Partien) höchst unwahrscheinlich.

So steht man aktuell mit 16 gesammelten Zählern auf Platz 14, auch mittlerweile 34 Gegentreffer erwecken Erinnerungen an trostlose letzte Jahre. Trotz dieser ernüchternden Bilanz sieht sich Dutt in seiner Prognose, Werder erwarte ein Jahr mit „Höhen und Tiefen“, bestätigt. Gegen den Aufsteiger aus der Hauptstadt verspricht der Trainer Besserung: „Wir trainieren sehr gut und sehr hart – und das werden wir am Freitag auch sehen.“

Angesichts des darauf folgenden Heimspiels gegen starke Leverkusener ist ein Sieg, zumindest aber ein Punkt, immens wichtig. Die Berliner wollen mit einem Sieg Anschluss an das obere Tabellendrittel halten. Momentan rangiert der Club, der in den letzten Jahren eher durch Chaos als durch sportliche Erfolge auffiel, mit 22 Punkten auf dem siebten Rang. Das Team scheint gefestigt – nie wurden mehr als zwei Spiele in Folge verloren, zuletzt bezwang die Elf von Jos Luhukay die ebenfalls aufgestiegenen Braunschweiger souverän mit 2:0. Dennoch backt man in der 3,5 Millionen-Metropole kleine Brötchen. Ziel bleibt der Klassenerhalt - und das aus gutem Grund. 2011 lag man nach der Hinrunde ebenfalls in Schlagdistanz zu den Europa-League-Plätzen, in der Rückrunde glückten nur noch elf Zähler, die den Abstieg bedeuteten. Und die Statistik gibt den Berlinern nicht gerade Grund zur Euphorie: Von bisher 60 Partien gewann Werder mehr als die Hälfte (31) bei elf Remis und 18 Hertha-Erfolgen. Acht der letzten zehn Vergleiche konnten die Grün-Weißen für sich entscheiden. Ferner droht der „Alten Dame“ ein Negativrekord. In den letzten drei Heimspielen gelang kein einziger Treffer – hält die Bremer Abwehr dicht, würden die Berliner ihre Rekordmarke aus der Saison 1990/91 einstellen.

Unklar bleibt, ob Robin Dutt seinen Spielern von der Bayern-Klatsche eine neue Chance gibt oder durchrotiert. Gesetzt dürfte Aaron Hunt sein, der vor seinem 200. Bundesligaspiel steht. Fraglich ist der Einsatz von Kapitän Clemens Fritz (Oberschenkelprobleme). Sollte der 33-jährige ausfallen, würde Theodor Gebre Selassie seinen Platz einnehmen. Auf Berliner Seite dürfte der hochtalentierte, aber leicht übergewichtige Ronny seinen Platz im Team behalten und Torjäger Ramos (acht Treffer) mit Bällen füttern. Der verletzte van den Bergh könnte durch Oldie Levan Kobishvily ersetzt werden.

Bilder vom Spiel

Werder Bremen zu Gast bei Hertha BSC

Geleitet wird die Partie von Christian Dingert aus Lebecksmühle, der zu seinem 40. Einsatz in der Bundesliga kommt. In dieser Saison pfiff der 33-jährige Diplom-Verwaltungswirt bislang sechs Partien, jedoch alle ohne Bremer Beteiligung.

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