Werder kurz vor der Verpflichtung eines Finnen

Moisander der neue Abwehr-Dirigent

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Niklas Moisander

Bremen - Von Björn Knips. Der Nächste, bitte! Werder-Sportchef Frank Baumann holt einen weiteren Innenverteidiger nach Bremen. Der Finne Niklas Moisander von Sampdoria Genua steht vor einem Wechsel an die Weser. „Wir sind in Gesprächen und hoffen zeitnah, den nächsten Schritt vollziehen zu können“, bestätigte Baumann auf Nachfrage.

Am Samstag soll Moisander in Bremen den Medizincheck absolvieren und am Sonntag dann möglichst auch mit ins Trainingslager nach Neuruppin reisen. Die Ablösesumme für den 30-Jährigen liegt bei etwa 1,7 Millionen Euro. Der 1,83 Meter große Finne soll einen Dreijahres-Vertrag erhalten. „Niklas ist ein sehr erfahrener Spieler, der in seinen Mannschaften immer eine Führungsrolle eingenommen hat“, berichtete Baumann und verwies auf Moisanders Stationen in Holland.

Dort spielte er zunächst beim FC Zwolle. Mit dem AZ Alkmaar und Ajax Amsterdam wurde er später holländischer Meister. Vor einem Jahr wechselte Moisander ablösefrei zu Sampdoria Genua. In der italienischen Serie A kam der Abwehrspieler 22-mal zum Einsatz, stand dabei 19-mal in der Startelf. Als Tabellen-15. schaffte Sampdoria Genua gerade so den Klassenerhalt. Moisander kennt sich also mit Abstiegskampf aus. Bei Genua geht es gerade drunter und drüber. Den Club plagen finanzielle Probleme, deshalb nun wohl auch der Wechsel von Moisander.

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„Er bringt taktisch viel mit und hat einen sehr guten Spielaufbau“, lobte Baumann den Kapitän der finnischen Nationalmannschaft: „Wir brauchen einen Spieler, der von hinten dirigiert und lenkt.“ Also ist Moisander, der fünf Sprachen, aber noch kein Deutsch spricht, der neue Abwehrchef und damit der Ersatz von Jannik Vestergaard? Da wiegelte Baumann ab, weil er ein Problem mit dem Begriff Chef hat. Aber für den Sportchef ist das Thema Innenverteidigung erledigt, wenn der Moisander-Transfer vollzogen ist: „Wir wollten vier Innenverteidiger, dann haben wir vier Innenverteidiger.“

Also neben Moisander auch Alejandro Galvez, Luca Caldirola (zurück aus Darmstadt) und Fallou Diagne. Dessen Verpflichtung wurde am Freitag endgültig perfekt gemacht. Der 26-jährige Senegalese kommt für eine Ablöse von zwei Millionen Euro vom französischen Erstligisten Stade Rennes an die Weser. „Ich denke, wir sind da gut aufgestellt“, betonte Baumann. Dem Hinweis, dass durchaus namhaftere Innenverteidiger gehandelt worden waren wie zum Beispiel Dortmunds Neven Subotic, entgegnete der Ex-Profi ganz nüchtern: „Es geht nicht darum, irgendwelche Namen zu präsentieren, es muss sinnvoll und machbar sein.“

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