Neuzugang hat Luft nach oben

Rashica braucht noch Zeit

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Milot Rashica konnte gegen Bayer Leverkusen noch nicht wirklich überzeugen.

Leverkusen - Nach 56 Minuten gegen Schalke in der Bundesliga nun 75 gegen Leverkusen im DFB-Pokal - Milot Rashica hat innerhalb von drei Tagen gleich zwei Premieren im Werder-Trikot gefeiert.

Während der 2:4-Niederlage im Viertelfinale wurde er zur zweiten Halbzeit für den angeschlagen Aron Johannsson eingewechselt - die Werte des 7,5-Millionen-Euro-Einkaufs: 34 Ballkontakte, 69 Prozent Passquote, 0 Torschüsse. Keine Frage, da ist noch Luft nach oben. Werders Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich hinterher aber zufrieden mit dem Auftritt Rashicas.

„Heute war noch mehr zu sehen, was er kann“, lobte der 35-Jährige, der Rashica bewusst zunächst nur auf die Bank gesetzt hatte, um ihn später in ein Spiel bringen zu können, „das schon etwas freier ist“. Und in der Tat: Anders als in Gelsenkirchen boten sich dem Kosovaren dieses Mal durchaus Räume auf dem rechten Flügel.

Kohfeldt: „Dann wird er für uns zur richtigen Waffe“

Schnelle Antritte, tiefer Schwerpunkt, entsprechend wendig - Rashica ließ in einigen wenigen Momenten aufblitzen, warum Werder ihn für sehr viel Geld aus Arnheim geholt hat. „Ich habe ihm gesagt, dass er von mir nie Ärger bekommt, wenn er in freigespielten Situationen in Eins-gegen-Eins-Duelle geht, denn genau dafür ist er hier“, berichtete Kohfeldt, der dem 21-Jährigen Zeit lässt, in Bremen anzukommen.

„Er bekommt das Vertrauen und die Zeit, aber er wird uns auch zeitnah schon helfen“, ist sich der Trainer sicher. Momentan, da komme Rashica gefühlt in zwei von zehn Fällen mit seinen Dribblings am Gegner vorbei. „Auf Dauer traue ich ihm aber mehr als die Hälfte zu“, sagte Kohfeldt - und betonte: „Dann wird er für uns zur richtigen Waffe.“

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Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte.
Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte. © Gumz
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0.
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0. © Gumz
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor.
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor. © Gumz
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht.
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht. © Gumz
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.).
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.). © nordphoto
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck.
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck. © Gumz
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland.
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland. © Gumz
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit.
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit. © Gumz
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck.
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck. © nordphoto
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Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung.
Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung. © nordphoto
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an.
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an. © Gumz
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht.
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht. © nordphoto

Quelle: DeichStube

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