Schubser vor dem ersten Tor

Veljkovic: „Das Tor nehme ich auf meine Kappe“

+
Milos Veljkovic wurde vor dem 0:1-Gegentreffer zu Boden geschubst.

Stuttgart - Es war die entscheidende Szene des Spiels bei Werders 0:2-Pleite in Stuttgart – und bei der Bewertung gingen die Meinungen weit auseinander.

War die Aktion von Christian Gentner vor seinem Führungstreffer gegen Milos Veljkovic nun ein Foul oder nicht? Schiedsrichter Sören Storks hatte den Treffer gegeben und sich dabei auch beim Video-Assistenten in Köln rückversichert. Werder sah das anders, wenngleich Trainer Florian Kohfeldt seinem Abwehrspieler zumindest eine Mitschuld gab.

Gentner schubst Veljkovic zu Boden

Der Coach sprach dabei von „fehlender Cleverness“ seines noch jungen Innenverteidigers: „So etwas kannst du vielleicht im Mittelfeld machen, wo du sagst: Jetzt pfeift er oder nicht. Aber da darfst du es nicht machen, das ist völlig klar.“ Veljkovic war im eigenen Strafraum zu Boden gegangen, weil ihn Gentner nach einer Flanke von hinten etwas gestoßen hatte.

Danach war der Weg frei, um das 1:0 zu köpfen. „Meiner Meinung nach muss man das nicht abpfeifen. Das war ein normaler Zweikampf, das ist ein reguläres Tor“, urteilte – natürlich wenig überraschend – Torschütze Gentner: „Wenn der Abwehrspieler das macht, ist es doch auch okay.“ Das sah Werder-Sportchef Frank Baumann ganz anders: „Für mich war es ein Schubser und deshalb auch ein Foul. Milos spürt beim Absprung den Kontakt. Wenn er normal abspringen kann, bekommt er den Ball. Im Mittelfeld werden ständig solche Dinge abgepfiffen. Ich verstehe nicht, warum das im Strafraum anders ist.“

Fotostrecke: 0:2 - Werder verliert in Stuttgart

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © dpa
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © nordphoto
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © dpa
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart.
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. © gumzmedia

Veljkovics Kollegen hatten sofort beim Schiedsrichter interveniert. Der verwies darauf, den Video-Assistenten zu Rate gezogen zu haben. „Im Spiel sah es für mich wie ein Foul aus“, berichtete Maximilian Eggestein. Er habe sich dann aber mit dem Hinweis des Schiedsrichters, die Szene sei mit Hilfe der Fernsehbilder noch mal bewertet worden, abgefunden: „Dann ist es halt so.“

Werder machte nach dem Spiel kein großes Fass auf, wollte die Entscheidung nicht als Grund für die Niederlage benennen. Wenngleich für Kohfeldt schon feststand, dass es gerade gegen Stuttgart besonders schwierig ist, einem Rückstand hinterherzulaufen. „Ich sehe auch einen Schubser. Es ist eine Kann-Entscheidung“, meinte der Coach: „So wie der Schiedsrichter insgesamt gepfiffen hat, hätte ich mir schon gewünscht, dass er auch diese Szene pfeift. Aber das ist kein großer Vorwurf an den Schiedsrichter.“

Veljkovic nimmt Gegentor auf seine Kappe

Für Veljkovic dürfte diese Szene eine Lehre sein - vor allem mit Blick auf die Nationalmannschaft. Der 22-Jährige will im Sommer mit Serbien bei der WM in Russland spielen. Bei dem Turnier dürfte es noch ein bisschen härter zur Sache gehen als in der Bundesliga. Dazu passte dann auch Kohfeldts Einschätzung, ein Verteidiger müsse trotz dieser Behinderung alles versuchen, um an den Ball zu kommen – und eben nicht auf ein Foulspiel spekulieren.

Veljkovic selbst war das nach der Partie offenbar durchaus bewusst. „Ich spüre einen Schubser, wie auch in der zweiten Halbzeit, wo ich dann den Freistoß kriege. Aber der Schiedsrichter pfeift nicht und dann sehe ich natürlich blöd aus“, sagte der Abwehrspieler zunächst, um dann noch anzufügen: „Das Tor nehme ich auf meine Kappe.“

Schon gelesen?

Werder will Ishak Belfodil ohne Kaufoption verpflichten

Einzelkritik: Nicht nur Max Kruse fahrig und glücklos

Bargfrede: „Das war insgesamt nicht gut von uns“

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Afghanische Parlamentswahl mit Chaos und Gewalt

Afghanische Parlamentswahl mit Chaos und Gewalt

Landeskönigsball in Visselhövede

Landeskönigsball in Visselhövede

Messe „Powerfrauen - einfach anders“ in Groß Mackenstedt 

Messe „Powerfrauen - einfach anders“ in Groß Mackenstedt 

Freimarkt Bremen: Ikke Hüftgold in der Halle 7

Freimarkt Bremen: Ikke Hüftgold in der Halle 7

Meistgelesene Artikel

Einzelkritik: Eggestein wird zur Waffe

Einzelkritik: Eggestein wird zur Waffe

Muskelfaserriss bei Bargfrede - Hoffnung auf Leverkusen

Muskelfaserriss bei Bargfrede - Hoffnung auf Leverkusen

Eggestein: „Dann ist er mir mit links abgerutscht...“

Eggestein: „Dann ist er mir mit links abgerutscht...“

Effektivität der Marke Eggestein

Effektivität der Marke Eggestein

Kommentare