Torwart-Duell beim SV Werder entschieden

Endlich am Ziel bei Werder: Michael Zetterer denkt aber auch an Pavlenka

Michael Zetterer bleibt die Nummer eins im Tor des SV Werder Bremen.
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Michael Zetterer bleibt die Nummer eins im Tor des SV Werder Bremen.

Bremen – Davon hat Michael Zetterer immer geträumt, seitdem er vor sechs Jahren von der SpVgg Unterhaching zum SV Werder Bremen gewechselt ist. Jetzt hat sich der 26-Jährige nach mehreren Handoperationen und zwei Ausleihen tatsächlich durchgesetzt und dabei sogar den langjährigen Stammkeeper Jiri Pavlenka auf die Bank verbannt. Dort musste der Tscheche am Samstag in Ingolstadt erstmals in seiner vierjährigen Werder-Zeit Platz nehmen. Probleme zwischen den Keepern soll es nicht geben, behauptetet Zetterer. Trainer Markus Anfang berichtete derweil von einem sehr enttäuschten Pavlenka.

„Die Nummer eins war mein Ziel in den letzten Jahren. Es war nicht immer einfach, aber so eine Chance jetzt genutzt zu haben, fühlt sich sehr gut an“, sagte Michael Zetterer einen Tag nach dem 3:0-Sieg des SV Werder Bremen in Ingolstadt dem „Sportblitz“ von Radio Bremen. Der Trainer habe vor dem Spiel mit ihm gesprochen, dabei die Vorbereitung Revue passieren lassen und schließlich gesagt, „dass ich mir das verdient habe“. So sieht es Zetterer natürlich auch, betont aber zugleich: „Manchmal ist es im Torwartspiel so, dass man gar nicht viel dafür kann. ,Pavlas’ war verletzt und ich habe die Chance bekommen und sie genutzt.“

Werder Bremen: Michael Zetterer ist Nummer eins im Tor - das Leistungsprinzip habe entschieden

Pavlenka hatte sich bei der EM-Vorbereitung mit Tschechien am Rücken verletzt und war danach wochenlang ausgefallen. Nun ist er wieder einsatzbereit, doch Anfang entschied sich in Absprache mit Torwarttrainer Christian Vander weiter für Michael Zetterer. „,Pavlas’ kann nichts dafür, dass er sich verletzt. Aber ,Zetti’ hat dann seine Leistungen gebracht und zu null gespielt. Was kann ,Pavlas’ da mehr machen?“, fragte Anfang in einer kleinen Journalistenrunde nach dem Spiel in Ingolstadt. Es sei allein ums Leistungsprinzip gegangen. Pavlenka habe „unzufrieden professionell“ reagiert und deutlich seinen Unmut geäußert, so der Coach: „Er war natürlich nicht erfreut, hat klar gesagt, dass er spielen will. Nichts anderes habe ich von ihm erwartet.“

Werder Bremen: Michael Zetterer bleibt im Tor - Jiri Pavlenka „ein sehr fairer Sportsmann“

In Ingolstadt präsentierte sich der ehemalige Stammkeeper des SV Werder Bremen keineswegs beleidigt. Zetterer erwartet da auch überhaupt keine Probleme: „Unser Verhältnis ist gut, das war es vorher auch schon. ‚Pavlas’ ist da ein sehr fairer Sportsmann und hat es angenommen.“

Bei seiner Premiere als Stammkeeper wirkte Michael Zetterer zunächst etwas nervös, leistete sich zwei Fehlpässe. Eigentlich ist das Spiel mit dem Ball seine große Stärke und sein Vorteil gegenüber Pavlenka. Im Laufe des Spiels wurde es besser. Zetterer lieferte wieder ab. Doch zu sicher darf er sich nicht fühlen, stellte Anfang klar: „Wir haben keine Nummer eins und keine Nummer zwei, davon müssen wir uns lösen. Wir haben zwei richtig gute Torhüter. Wenn wir merken, dass einer nachlässt, dann müssen wir wechseln. Aber das heißt nicht, dass ich jede Woche wechseln werde.“ (kni/dco) Schon gelesen? Frisches Blut tut gut: Wie die neuen Spieler Werder Bremen befreiter aufspielen lassen!

Zur letzten Meldung vom 12. September 2021 (9.30 Uhr):

Werder Bremen: Michael Zetterer bleibt im Werder-Tor, aber Markus Anfang warnt seine Keeper

Bremen – Nach dem Spiel durfte sich Markus Anfang in seiner Entscheidung bestätigt fühlen – denn zum dritten Mal in Folge stand in der 2. Liga beim 3:0-Sieg des SV Werder Bremen gegen Ingolstadt hinten die Null. Der Coach hatte zuvor Michael Zetterer als Nummer eins des SV Werder Bremen bestätigt, obwohl der langjährige Stammkeeper Jiri Pavlenka nach seiner Verletzungspause wieder einsatzbereit ist. Ganz geräuschlos ging diese Entscheidung allerdings nicht über die Bühne, wie Anfang nach der Partie verriet.

Jiri Pavlenka habe „unzufrieden professionell“ reagiert und deutlich seinen Unmut geäußert, so der Coach: „Er war natürlich nicht erfreut, hat klar gesagt, dass er spielen will. Nichts anderes habe ich von ihm erwartet.“ Schließlich hat Pavlenka seit seinem Wechsel 2017 immer in der Bundesliga für Werder Bremen gespielt, dabei nur eine Partie verletzungsbedingt verpasst. Doch dann stoppten ihn hartnäckige Rückenprobleme. Erst musste der 29-jährige Tscheche seine EM-Teilnahme absagen, dann lange an seiner Rückkehr arbeiten. „,Pavlas' kann nichts dafür, dass er sich verletzt. Aber ,Zetti' hat dann seine Leistungen gebracht und zu null gespielt. Was kann ,Pavlas' da mehr machen?“, fragte Anfang in eine kleine Journalistenrunde nach dem Spiel. Es sei allein ums Leistungsprinzip gegangen. Da habe sich auch Torwarttrainer Christian Vander für Michael Zetterer ausgesprochen.

Werder Bremen: Michael Zetterer bleibt die Nummer eins im Tor - Jiri Pavlenka reagiert „unzufrieden professionell“

Der 26-Jährige wirkte bei seiner Premiere als Stammkeeper des SV Werder Bremen zunächst etwas nervös, leistete sich zwei Fehlpässe. Eigentlich ist das Spiel mit dem Ball seine große Stärke und sein Vorteil gegenüber Jiri Pavlenka. Im Laufe des Spiels wurde es besser. Michael Zetterer lieferte wieder ab. Doch zu sicher darf er sich nicht fühlen, stellte Markus Anfang klar: „Wir haben keine Nummer eins und keine Nummer zwei, davon müssen wir uns lösen. Wir haben zwei richtig gute Torhüter. Wenn wir merken, dass einer nachlässt, dann müssen wir wechseln. Aber das heißt nicht, dass ich jede Woche wechseln werde.“

Für Michael Zetterer ist diese Entscheidung in jedem Fall ein Meilenstein. 2015 war er zum SV Werder gekommen. Mehrere Handoperationen und zwei Ausleihen später hat er es doch noch wie erträumt zum Stammkeeper beim SV Werder Bremen geschafft. „,Zetti' hat seine Leistung abgerufen“, freute sich Anfang über den Auftritt seines Keepers. Von Zetterer gab es nach dem Spiel keine Aussagen. (kni/dco)

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