Werder-Profi beim DFB - der Ticker

So läuft Maxi Eggesteins Zeit beim DFB-Team

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Im Training geschont - dafür fleißig im Autogramme schreiben: Werders kommender Nationalspieler Maximilian Eggestein.

Wolfsburg – Es wird ernst. Für Maximilian Eggestein beginnt das Abenteuer Nationalmannschaft und die DeichStube begleitet alle Themen rund um Maxis DFB-Premiere im Ticker.

Mittwoch, 20. März 2019: Matchday

Maxi Eggestein durfte beim 1:1 der deutschen Mannschaft gegen Serbien nicht ran. Der Werder-Profi kam nicht zum Einsatz. Zum Bericht.

Dienstag, 19. März 2019: Maxis zweiter Tag beim DFB

+++ Spielt Eggestein gegen Serbien? +++

Eggesteins Mini-Chance auf das ersehnte Debüt

Montag, 18. März 2019: Maxis erster Tag bei Löw 

+++ Eindrücke von Maxi Eggesteins erstem Tag beim DFB +++

Fotostrecke: Maxi Eggestein bei der deutschen Nationalmannschaft

Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
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Werder-Profi Maxi Eggestein bei der Besichtigung des neuen DFB-Teambusses.
Werder-Profi Maxi Eggestein bei der Besichtigung des neuen DFB-Teambusses. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit mit dem DFB-Team.
Werder-Profi Maxi Eggestein auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit mit dem DFB-Team. © Sielski-Press
Im Training geschont - dafür fleißig im Autogramme schreiben: Werders kommender Nationalspieler Maximilian Eggestein.
Im Training geschont - dafür fleißig im Autogramme schreiben: Werders kommender Nationalspieler Maximilian Eggestein. © Sielski-Press
Das neue DFB-Trikot von Maxi Eggestein.
Das neue DFB-Trikot von Maxi Eggestein. © DeichStube

+++ Ups! Autogrammstunde ohne Autogrammkarten +++

Plötzlich stand er ziemlich hilflos herum. Nach der kurzen Einheit auf dem Rad wurden die geschonten Spieler noch zu den Fans geschickt, um Autogramme zu geben – am besten auf ihren offiziellen Nationalmannschafts-Autogrammkarten. Das Problem für Maxi Eggestein war aber: Er hat als Neuling noch keine. Also konnte er auch keine verteilen und fühlte sich sichtbar unwohl, untätig bleiben zu müssen. Bis Finn aus Süpplingenburg in der Nähe von Helmstedt half. Der junge Fan im Grundschulalter warf Eggestein von der Tribüne einfach ein Kroos-Trikot zum Signieren zu. Nun gibt es also in Süpplingenburg ein Weltmeistertrikot, auf dem sich Maxi Eggestein mit seiner typischen „MEgge35“-Unterschrift verewigt hat – es war sein erstes Autogramm als Nationalspieler. Was so ein Trikot in ein paar Jahren wohl bei Ebay bringen wird? Nach der kurzen Autogrammstunde ohne Autogrammkarten war der offizielle Teil des ersten Tages im Nationalteam für Maxi Eggestein beendet. Noch duschen, essen, Löw begrüßen und austesten, was Nationalspieler so am Abend im Hotel machen – danach ab ins Bett.

+++ Training nur auf dem Rad +++

Am Sonntag war er gegen Leverkusen noch über die volle Distanz gegangen – da war es absehbar, dass Maxi Eggestein beim ersten Training der Nationalelf in Wolfsburg kürzertreten würde. Aktive Regeneration war angesagt. Weshalb der Bremer am späten Nachmittag nicht auf dem Trainingsplatz zu sehen, sondern nur in den Katakomben auf einem Ergometer strampelnd zu erahnen war. Alle anderen DFB-Akteure, die am Sonntag noch für ihre Clubs im Einsatz waren, absolvierten das gleiche Programm. Auf dem Platz präsentiert sich nur eine Gruppe von acht Akteuren. Am Dienstag wird nochmal trainiert, dann allerdings weitgehend unter Ausschluss von Medien und Öffentlichkeit.

+++ Eggestein lässt allen den Vortritt +++

Viel hat nicht gefehlt, und die deutsche Nationalmannschaft hätte am Nachmittag so richtig im Regen gestanden. Kurz vor der offiziellen Übergabe des neuen Mannschaftsbusses ging ein heftiger Schauer über Wolfsburg nieder. Als die Spieler allerdings zum Gruppenbild antraten, war wie auf Bestellung alles vorbei. Und so kam auch Maximilian Eggestein trocken in den „Genuss“, das neue Gefährt aus dem Hause VW unter die Lupe zu nehmen. 500 PS stark, optisch aber weniger beeindruckend, weil schlicht in weiß gehalten. Alles in allem ein Design, das auch in den 1960er Jahren nicht als besonders modern gegolten hätte. Eggestein dürfte das herzlich egal gewesen sein. Der Bremer stieg als letzter Spieler in den Bus ein, ließ allen anderen den Vortritt. Er weiß eben, was sich gehört. Die Jungfernfahrt endete allerdings schnell: Nur wenige Meter weiter, an der VW-Arena, war schon wieder Schluss. Das erste Training steht an.

+++ Ein Pate für die Neuen +++

Klingt eigentlich ganz simpel, oder? „Erstmal ankommen, eingewöhnen, alles beobachten, sich einbringen und konzentriert trainieren.“ Mit diesen Worten hat DFB-Teammanager Oliver Bierhoff am Mittag grob umrissen, was er von den drei Neulingen bei der Nationalmannschaft, also auch von Maximilian Eggestein, erwartet. Bierhoff geht davon aus, dass Niklas Stark, Lukas Klostermann und eben Eggestein für die Akklimatisierung „sicherlich noch Zeit brauchen.“ Heißt: Die Erwartungen an das Trio sind bei der Premiere nicht übertrieben hoch. Und trotzdem machte Bierhoff den Neuen Hoffnung darauf, dass die Nominierung keine einmalige Sache bleiben muss: „Dass sie das erste Mal hier sind, ist ein klares Zeichen der Trainer, dass sie im Blickfeld stehen, dass wir an sie glauben.“ Eine Art Paten hat der Teammanager den Debütanten übrigens auch schon an die Seite gestellt: „Ich bin eben nach der Besprechung zu Leroy Sane gegangen und habe zu ihm gesagt: Du als erfahrener Spieler weist dann jetzt die Neuen ein.“ Na dann.

+++ Auch in der neuen #DeichFUMS-Folge wird fleißig über Maxi Eggestein diskutiert +++

+++ Löw verpasst erste Einheit +++

Das Telefonat mit Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag sei „sehr angenehm“ gewesen, sagt Maxi Eggestein. In dem Gespräch hatte der Bremer erfahren, dass er erstmals zur Nationalmannschaft eingeladen wird und hielt dann erstmal die Klappe, „damit das nicht die Runde macht“, so Eggestein. Schließlich wollte Löw am Freitag offiziell nominieren. Für den Montagnachmittag war dann die erste echte Zusammenkunft von Jogi und Maxi geplant. Sie muss aber verschoben werden. Der Grund: Löw hat sich noch am Sonntag einer ungeplanten Zahn-OP unterziehen müssen und wurde für den Montag noch zur Nachsorge bestellt. Erst am Abend wird er in Wolfsburg eintreffen. Das erste Training von Eggestein im Kreis der Nationalmannschaft wird somit um 17.30 Uhr von Co-Trainer Marcus Sorg geleitet. Bei der Einheit in der AOK-Arena sind Zuschauer zugelassen, der DFB hat sogar 1500 Gäste eingeladen.

+++ Kleider machen Leute +++

Fotostrecke: Maxi Eggestein bei der deutschen Nationalmannschaft

Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen.
Werder-Profi Maxi Eggestein ist am Montagmittag im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft angekommen. © Sielski-Press
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Werder-Profi Maxi Eggestein bei der Besichtigung des neuen DFB-Teambusses.
Werder-Profi Maxi Eggestein bei der Besichtigung des neuen DFB-Teambusses. © Sielski-Press
Werder-Profi Maxi Eggestein auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit mit dem DFB-Team.
Werder-Profi Maxi Eggestein auf dem Weg zur ersten Trainingseinheit mit dem DFB-Team. © Sielski-Press
Im Training geschont - dafür fleißig im Autogramme schreiben: Werders kommender Nationalspieler Maximilian Eggestein.
Im Training geschont - dafür fleißig im Autogramme schreiben: Werders kommender Nationalspieler Maximilian Eggestein. © Sielski-Press
Das neue DFB-Trikot von Maxi Eggestein.
Das neue DFB-Trikot von Maxi Eggestein. © DeichStube

Kleider machen Leute! Wenn das stimmt, was sagt die Wahl der Klamotten dann über Leroy Sane und Maximilian Eggestein aus? Unterschiedlicher hätten die beiden bei der Ankunft der Nationalspieler kaum auftreten können. Hier Sane, der Profi von Manchester City, in einer plüschigen Felljacke, deren Stil irgendwo zwischen schrill, schräg und extravagant angesiedelt ist. Das teuerste Accessoire trägt Sane auf seinem Rücken: einen Louis Vuitton-Rucksack im Wert von läppischen 18.000 Euro! Dort Eggestein, der Bremer, ausgestattet mit grauem Hoodie und grauer Steppjacke. Unscheinbar, unauffällig, das Gegenteil von schrill und extravagant eben. Also: Sane und Eggestein als Paradiesvogel und graue Maus? Sagen wir es so: Kleider machen Leute – dieses Sprichwort sollte man dann doch nicht zu ernst nehmen.

+++ Eggestein: „Hier ist alles ein bisschen größer“ +++

Es war knapp vor 13.00 Uhr, als für Maximilan Eggestein der erste Tag als deutscher Nationalspieler begann. Er fuhr am Teamhotel der DFB-Elf in Wolfsburg vor, empfangen von ungefähr 40 Autogrammjägern und ebenso vielen Medienvertretern. Und fast wäre die Situation eskaliert. Wegen Maxi Eggestein. Die Fotografen rangelten miteinander, um bei der Ankunft des Werder-Profis das beste Foto zu bekommen. Viel Alarm, dabei ist der Bremer beileibe noch kein Superstar, sondern im Kreis der Nationalspieler der Neuling. Als solcher geht er die ersten Tage im Kreis der DFB-Auswahl neugierig und demütig an. Eggestein bei seiner Ankunft: „Ich habe mir gar nicht so viel vorgenommen und will auch keine Forderungen stellen, sondern einfach die Erfahrungen mitnehmen, die ich hier sammeln kann. Ich will mich natürlich an den Spielern orientieren, die schon Weltmeister geworden sind.“ 

Dass mit seinem Namen auch der Neuanfang im Nationalteam verbunden ist, nimmt der 22-Jährige vorerst nicht so wichtig. „Wir haben viele junge Spieler dabei, ich bin einer davon.“ Aber einer, der viel Aufmerksamkeit bekommt – siehe das Fotografen-Battle. „Hier ist eben alles ein bisschen größer, ein bisschen mehr. Man sieht es ja an dem Menschenauflauf hier“, grinste der Mittelfeldspieler.

+++ Ankunft im Teamhotel +++

12.58 Uhr: Maxi Eggestein und Co. sind im Teamhotel der deutschen Nationalmannschaft in Wolfsburg eingetroffen. Im Ritz Carlton versammelt sich der DFB-Tross.

+++ Maxi und seine neue Rückennummer +++

Die Trikotnummer 7 statt der „35“ bei Werder oder der „22“ in der U21-Auswahl – wer sich fragt, ob dieser Nummernsalat für Maxi Eggestein irgendeine Bedeutung hat, dem sei gesagt: Nein, nicht viel. Ach was, seien wir ehrlich: Im Grunde gar keine. „Es ist mir eigentlich egal, welche Nummer ich trage. Die 7 ist eher die Nummer für einen Außenspieler“, sagte Eggestein bei seiner Ankunft am Ritz Carlton gegenüber der DeichStube.

Übrigens: An einen unbekannten Zimmerkollegen muss sich Eggestein nicht gewöhnen. Alle Nationalspieler bekommen ein Einzelzimmer.

Maxi Eggestein trägt bei der deutschen Nationalmannschaft das Trikot mit der Nummer 7 - auf Leihbasis.

+++ Die geliehene 7 +++

Reden wir über die „7“ und was wir über sie wissen: Es gibt sieben Weltwunder, sieben Zwerge, sieben Glorreiche, die Woche hat sieben Tage, der Mensch hat sieben Sinne und Maxi Eggestein trägt in der Nationalmannschaft die „7“ auf dem Rücken. Dem Bremer ist bei seiner ersten Nominierung für die DFB-Auswahl diese Trikotnummer zugewiesen worden. Allerdings wird daraus eher keine feste Marke im Stil von „CR7“. Denn „ME7“ ist nur geliehen. Eigentlich gehört die Nummer im Nationalteam zu Julian Draxler (Paris SG), der aktuell aber verletzt fehlt. Niklas Stark (Hertha BSC) und Lukas Klostermann (RB Leipzig), die anderen beiden Neulinge im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw, haben Chancen, schon jetzt eine feste Rückennummer ergattert zu haben. Klostermann übernimmt die „13“, die in den vergangenen Jahren zu Thomas Müller gehörte. Stark erhält die „17“ des wie Müller nicht mehr berücksichtigten Jerome Boateng.

+++ Eggestein freut sich auf Löw und verzeiht ihm +++

Bis 12 Uhr muss der Werder-Profi im Teamhotel des DFB, im Ritz Carlton, eingetroffen sein. Der 22-Jährige wird nach dem 3:1-Erfolg in Leverkusen gut gelaunt anreisen. „Es war sehr wichtig, mit einem Sieg hinzugehen, weil auch die Leverkusener Jungs dabei sind“, sagte Eggestein in den Katakomben der BayArena und grinste verschmitzt.

Für Maxi Eggestein könnte es gerade nicht besser laufen

Für Maximilian Eggestein könnte es gerade kaum besser laufen. „Zwei Siege und die Nominierung für die Nationalmannschaft – es war eine meiner besten Wochen als Fußballer“, meinte der junge Bremer. Wie schon beim 4:2-Erfolg gegen Schalke vor zehn Tagen hatte sich Eggestein mit einem Assist am Torreigen beteiligt. Das ist in diesen Zeiten nicht ganz unwichtig. Denn wer von Bundestrainer Joachim Löw nominiert wird, der kann sich nicht mehr verstecken. „Es war klar, dass noch mal anders hingeschaut wird. Daran denkt man auch mal vor dem Spiel“, gestand Eggestein: „Aber im Spiel ist das kein Thema mehr, dann spielt man seinen Stiefel runter.“

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Dieser Maximilian Eggestein besitzt die Gabe, irgendwie immer die Ruhe zu bewahren. Selbst beim Anruf von Löw, den er erst mal verpasst hatte. „Es war 12.31 Uhr, da war ich schon in der Kabine“, erinnerte er sich an diesen für ihn eigentlich so besonderen Donnerstag. Als er kurz darauf den entgangenen Anruf entdeckte, rief er die unbekannte Nummer einfach mal zurück – und Löw ging ran. „Da war die Überraschung natürlich groß“, meinte Eggestein. Natürlich sei er stolz, nun dabei zu sein. Und natürlich würde er gerne am Mittwoch im Testspiel in Wolfsburg gegen Serbien oder am Sonntag in Amsterdam in der EM-Qualifikation gegen die Niederlande sein Debüt in der DFB-Auswahl feiern, aber Eggestein betonte: „Es steht mir nicht zu, irgendwelche Erwartungen zu haben oder sogar Ansprüche zu stellen. Ich bin das erste Mal dabei und werde alles mitnehmen, was ich kann.“

Maxi Eggestein: Sein Werder-Weg in Bildern

Maximilian Eggestein hat das geschafft, wovon viele nur träumen können: Er ist Profi-Fußballer geworden. Darauf hat der Defensivspieler lange hingearbeitet.
Maximilian Eggestein hat das geschafft, wovon viele nur träumen können: Er ist Profi-Fußballer geworden. Darauf hat der Defensivspieler lange hingearbeitet. © gumzmedia
Maximilian Eggestein
2011 wechselte Eggestein vom TSV Havelse zum SV Werder und stach hervor. So schoss er in der Saison 2012/13 14 Tore für die U17 des Bremer Leistungszentrums. © imago
Zur Spielzeit 2014/15 rückte er in Werders U23 in der Regionalliga Nord auf, wo er sich auf Anhieb als Stammspieler im offensiven Mittelfeld durchsetzen konnte. Im Januar 2015 durfte Eggestein dann erstmals mit ins Trainingslager nach Belek, um sich weiter anzubieten und an den Profibereich gewöhnen zu können.
Zur Spielzeit 2014/15 rückte er in Werders U23 in der Regionalliga Nord auf, wo er sich auf Anhieb als Stammspieler im offensiven Mittelfeld durchsetzen konnte. Im Januar 2015 durfte Eggestein dann erstmals mit ins Trainingslager nach Belek, um sich weiter anzubieten und an den Profibereich gewöhnen zu können. © imago
Im Alter von 17 Jahren und 356 Tagen wohlgemerkt. Das macht ihn hinter Thomas Schaaf (17 Jahre und 353 Tage) zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte.
Im Alter von 17 Jahren und 356 Tagen feierte er sein Profi-Debüt. Das macht ihn hinter Thomas Schaaf (17 Jahre und 353 Tage) zum zweitjüngsten Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte. © gumzmedia
Vollends etablieren konnte sich der Mittelfeldspieler vorerst nicht bei den Profis. Eggestein war zunächst weiter in der U23 gefragt, mit der er im Mai 2015 den Aufstieg in die 3. Liga schaffte.
Vollends etablieren konnte sich der Mittelfeldspieler vorerst nicht bei den Profis. Eggestein war zunächst weiter in der U23 gefragt, mit der er im Mai 2015 den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. © imago
Sein Startelfdebüt feierte der gebürtige Hannoveraner über ein halbes Jahr später - im August 2015. Werder gastierte bei Hertha BSC. Das Spiel endete 1:1.
Sein Startelfdebüt feierte der gebürtige Hannoveraner über ein halbes Jahr später - im August 2015. Werder gastierte bei Hertha BSC. Das Spiel endete 1:1. © imago
Mittlerweile ist der Jungprofi gereift, spielt im defensiven Mittelfeld eine immer größer werdende Rolle beim SV Werder.
Mittlerweile ist der Jungprofi gereift, spielt im defensiven Mittelfeld eine immer größer werdende Rolle beim SV Werder. © gumzmedia
Beim 3:0-Sieg gegen Schalke 04 im April 2017 schoss Eggestein sein erstes Tor für die Profis vor der eigenen Fankurve. Davon hatte Eggestein immer geträumt, wie er verriet.
Beim 3:0-Sieg gegen Schalke 04 im April 2017 schoss Eggestein sein erstes Tor für die Profis vor der eigenen Fankurve. Davon hatte Eggestein immer geträumt, wie er verriet. © gumzmedia
Anfang Juli verlängerte der Mittelfeldspieler vorzeitig seinen Vertrag an der Weser.
Anfang Juli verlängerte der Mittelfeldspieler vorzeitig seinen Vertrag an der Weser. © gumzmedia
Maximilian Eggestein
Zu Beginn der Saison 2017/18 war er häufig in der Startelf zu finden und stand in fast allen Partien auf dem Platz.  © gumzmedia
Maximilian Eggestein
Im Herbst 2017 wurde er außerdem erstmals in die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen und bestritt die EM-Qualifikation mit dem Team. © imago
Maximilian Eggestein konnte sich während der Saison 2017/18 zu einem unangefochtenen Stammspieler entwickeln.
Maximilian Eggestein konnte sich während der Saison 2017/18 zu einem unangefochtenen Stammspieler entwickeln. © gumzmedia
Am 26. Spieltag konnte er einen wichtigen Treffer gegen den 1. FC Köln erzielen.
Am 26. Spieltag konnte er einen wichtigen Treffer gegen den 1. FC Köln erzielen. © gumzmedia
Auch in der Saison 2018/19 ist Eggestein im zentralen Mittelfeld gesetzt.
Auch in der Saison 2018/19 ist Eggestein im zentralen Mittelfeld gesetzt. © gumzmedia
Im März 2019 wurde Maxi Eggestein dann zum ersten mal von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft berufen - für einen Einsatz im Testspiel gegen Serbien und im EM-Quali-Spiel reichte es aber noch nicht.
Im März 2019 wurde Maxi Eggestein dann zum ersten mal von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft berufen - für einen Einsatz im Testspiel gegen Serbien und im EM-Quali-Spiel reichte es aber noch nicht. © Sielski-Press
Maximilian Eggestein hat im April 2019 seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert. Die Bekanntgabe folgte zwei Tage nach der Vertragsverlängerung von Bruder Johannes.
Maximilian Eggestein hat im April 2019 seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert. Die Bekanntgabe folgte zwei Tage nach der Vertragsverlängerung von Bruder Johannes. © gumzmedia

Max Kruse könnte berichten, was den jungen Teamkollegen dort erwartet. Er hat es selbst erlebt, wird allerdings von Löw trotz starker Leistungen schon lange nicht mehr berücksichtigt. Trotzdem freut er sich für Eggestein mit: „Er hat es sich verdient, weil er sich kontinuierlich entwickelt hat.“ Aber Kruse will ihm nicht zu viel verraten: „Das erste Mal dabei zu sein, ist sehr aufregend. Maxi sollte es sich nicht vorher erzählen lassen, sondern es einfach selbst erleben.“

Am Nachmittag erster DFB-Termin für Eggestein

Die Woche wird interessant genug. Am späten Nachmittag erwartet Eggestein gleich der erste große DFB-Termin, wenn die Nationalmannschaft ihren neuen Bus bekommt. Natürlich vom neuen Automobil-Partner Volkswagen, deshalb findet das Testspiel ja auch in Wolfsburg statt. Um 17.30 Uhr steigt dann das erste Training im AOK-Stadion.

Aus Bremen wird natürlich gespannt nach Wolfsburg geschaut. Werder ist glücklich, endlich mal wieder einen Nationalspieler zu haben – und dann noch einen selbst ausgebildeten. Das hob auch Trainer Florian Kohfeldt noch mal hervor: „Das ist ein sehr wichtiges Zeichen für uns. Man kann sich bei Werder in den Dunstkreis der Nationalmannschaft spielen.“ Das könnte es bei künftigen Verhandlungen mit Talenten und anderen Spielern durchaus einfacher machen. Die werden sich dann vielleicht an den Namen Eggestein erinnern – hoffentlich an den richtigen Namen.

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Denn ausgerechnet der Bundestrainer hatte sich bei seiner offiziellen Bekanntgabe des Kaders versprochen und einen „Eggenstein“ erfunden. Der Betroffene nahm es aber ganz locker: „Er ist nicht der Einzige, dem das passiert ist.“ Aber vielleicht war er der Letzte, denn als Nationalspieler wird der Name Eggestein dann wahrscheinlich jedem ein Begriff sein.

Quelle: DeichStube

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