Nach Hess-Grunewald-Aussagen zu Polizeikosten

Baumann stellt klar: Am Kruse-Deal wird nicht gespart

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Frank Baumann stellt klar: Das Thema Polizeikosten „hat keinen unmittelbaren Einfluss auf Max Kruse und seine Vertragsverlängerung“.

Bremen – Es gab etwas geradezurücken für Frank Baumann. Etwas, das der Mit-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald schief zurückgelassen hatte.

Es ging um den Zusammenhang zwischen den auf Werder Bremen zukommenden Polizeikosten und der sich in Arbeit befindlichen Vertragsverlängerung mit Max Kruse. Diese könnte den Polizei-Mehrkosten zum Opfer fallen, hatte Hess-Grunewald angedeutet. Ein Sturm der Entrüstung zog daraufhin über ihn hinweg. Baumann stellte nun klar: „Das Thema hat keinen unmittelbaren Einfluss auf Max und seine Vertragsverlängerung.“

Wieso Hess-Grunewald dann das Drohszenario aufgebaut hat? Baumann spricht von einer „überspitzten Darstellung“, um folgendes klarzumachen: Das Polizeikosten-Urteil habe finanzielle und damit auch sportliche Auswirkungen auf Werder Bremen. „Aber das ist in der Bremer Politik noch nicht angekommen. Wir können finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen und müssen auf die Konsequenzen, die das Urteil für uns hat, hinweisen.“

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Hubertus Hess-Grunewald wollte Baumann vor weiterer Kritik schützen, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer nahm er dagegen ins Visier. Und Baumann, der eigentlich nur den Gemütszustand „ausgeglichen“ kennt, wirkte dabei fast schon zornig. „Das Szenario, das er entwirft, dass Werder Bremen nicht betroffen sein wird, ist nicht korrekt. Dass wir an den Kosten beteiligt werden, ist sehr wahrscheinlich.“

Ein bis zwei Millionen Euro pro Saison wird Werder Bremen künftig wohl für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen aufbringen müssen. Vielleicht weniger. Das Oberverwaltungsgericht muss sich erst noch erneut mit den Gebührenbescheiden des Landes Bremen und dem, was sie tatsächlich enthalten dürfen, beschäftigen.

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Kruse reagiert gleichgültig auf Aussagen von Hess-Grunewald

Während sich Mäurer, der die Beteiligung des Profi-Fußballs an den Polizeikosten erfolgreich vor dem Bundesverwaltungsgericht erstritten hat, nun auf Zahlungseingänge freut, fürchtet Werder den Wettbewerbsnachteil. „Den gibt es definitiv“, klagt Baumann. Aber deshalb mit einem Rückzug aus den Kruse-Gesprächen drohen? Niemand will das, so Baumann: „Es kann nicht unser Bestreben sein, Polemik reinzubringen. Es hilft, das Thema auf sachlicher Ebene abzuarbeiten.“

Eine Frage bleibt noch: Wie hat eigentlich Max Kruse die Aussagen von Hess-Grunewald aufgenommen? Antwort: Mit Gleichgültigkeit. „Ich habe es gelesen und zur Kenntnis genommen. Es ist aber nicht meine Baustelle.“

Quelle: DeichStube

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