Werder nutzt gegen Schalke Gunst der Stunde nicht

Matchball verschlagen – 1:1

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Aus dem erhofften Heimsieg und damit dem Befreiungsschlag im Abstiegskampf wurde nichts. Im Abendspiel der Fußball-Bundesliga kam Werder Bremen gestern Abend gegen Schalke 04 über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus

Werder-Bremen - von Arne Flügge. Aus dem erhofften Heimsieg und damit dem Befreiungsschlag im Abstiegskampf wurde nichts. Im Abendspiel der Fußball-Bundesliga kam Werder Bremen gestern Abend gegen Schalke 04 über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus und muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Vor 40.500 Zuschauern brachte Sandro Wagner die Hausherren per Elfmeter mit 1:0 in Führung (69.), die Edu fast postwendend ausglich (63.).

Die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf hatten am Nachmittag den Weg für den geplanten Bremer Befreiungsschlag freigemacht: Wolfsburg und St. Pauli trennten sich 2:2, Frankfurt verlor 0:1 in Hoffenheim, und der 1. FC Kaiserslautern unterlag dem 1. FC Nürnberg mit 0:2. Damit hatte Werder die Möglichkeit, mit einem Sieg über Schalke den Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf acht Punkte auszubauen und einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt zu tun.

Werder Bremen - Schalke 04 1:1

Werder Bremen - Schalke 04 - 1:1

Doch auch dieser eine Zähler ist immens wichtig. Während die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf im Vergleich zum 1:1 in Frankfurt nur auf einer Position verändert war – Claudio Pizarro kam zurück in die Startelf –, rotierte Schalke-Trainer Ralf Rangnick mächtig und veränderte seine Mannschaft im Gegensatz zum Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Inter Mailand auf gleich fünf Positionen: Edu, Sarpei, Baumjohann, Jurado, Matip raus – Avelar, Draxler, Farfan, Annan, Charisteas rein. Es dauerte nur zehn Minuten, ehe beide Teams das gegenseitige Abtasten beendeten und den Weg nach vorn suchten.

Die erste Möglichkeit hatten die Gäste, doch Bremens Torwart Tim Wiese rettete nach Charisteas-Flanke gegen Raul und Draxler (11.). Im Gegenzug dann helle Aufregung: Petri Pasanen köpfte den Ball ins Tor, doch Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) gab den Treffer nicht, weil Per Mertesacker Torwart Manuel Neuer behindert haben soll. Eine sehr harte Entscheidung, zumal der Zweikampf außerhalb des Fünfmeterraums stattfand und ein Foul nur schwer zu erkennen war, wie die Fernsehbilder zeigten.

Wiederum nur drei Minuten später scheiterte Tim Borowski aus halblinker Position an Neuer (14.). Auf der anderen Seite entschärfte Wiese einen Kopfball des freistehenden Raul (25.) glänzend. Werder hatte insgesamt etwas mehr vom Spiel, ließ in der Folgezeit aber den Zug zum Tor vermissen, entwickelte zu wenig Druck. Schalke blieb andererseits immer gefährlich, wenn’s nach Ball eroberungen über Farfan und Raul schnell nach vorn ging.

In der Halbzeit nahm Schalke-Coach Rangnick seine Griechen Charisteas und Papadopoulos raus – beide waren gelb-rot-gefährdet. Dafür spielten jetzt Edu und Jurado. Das erste Ausrufezeichen setzte Werders Offensivspieler Marko Marin, der aus 18 Metern knapp am Tor vorbeizog (54.). Vier Minuten später: Elfmeter für Bremen! Benedikt Höwedes hatte Pizarro im Strafraum von den Beinen geholt. Sandro Wagner, der in Nürnberg zwei Strafstöße verwandelt hatte, scheiterte zunächst an Neuer, versenkte den Nachschuss dann aber doch zu Werders 1:0-Führung (59.).

Der Bremer Jubel war kaum verhallt, da schlug Schalke eiskalt zurück. Wesley verhinderte Uchidas Flanke nicht, in der Mitte stand Edu völlig frei, köpfte unhaltbar für Wiese das 1:1 (63.). Und Werder hatte Glück, dass die Gäste nur drei Minuten später nicht in Führung gingen, als Draxler nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter über Farfan völlig freistehend vorbeizielte.

Kurz darauf parierte Wiese einen Schuss von Draxler (70.), Rauls Treffer fand wegen Absteisstellung keine Anerkennung (73.) – Werder in Not! Schaaf reagierte, brachte in Dominik Schmidt und Marko Arnautovic zwei frische Kräfte. Und fast hätte Arnautovic nur Sekunden nach seiner Einwechslung die Führung erzielt, seine Direktabnahme nach einer Marin-Flanke strich aber hauchzart am Pfosten vorbei (75.). Werder wehrte sich, wollte zumindest diesen einen Punkt nicht mehr hergeben – und wäre durch Clemens Fritz fast sogar in Führung gegangen, doch der Bremer scheiterte freistehend an Neuer (85.).

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