Werder Bremen: Harnik-Wechsel wird immer wahrscheinlicher

Transfer von Martin Harnik: Stürmer bekommt Bedenkzeit, Werder Bremen erwartet Angebote

+
Werder Bremen: Ein Wechsel von Martin Harnik wird immer wahrscheinlicher.

Bremen – Was passiert mit Martin Harnik? Nach dem Gespräch mit dem Stürmer schließt Frank Baumann einen Wechsel des 32-Jährigen nicht aus. „Martin muss sich jetzt mit seinem Berater besprechen und gucken, was an Angeboten für ihn hereinkommt. Wenn da etwas Passendes für ihn und für uns dabei ist, kann es sein, dass er uns verlässt“, erklärte der Sportchef von Werder Bremen in einer Medienrunde.

Werder Bremen hatte Angreifer Martin Harnik am Ende des Trainingslagers im Zillertal seine sportliche Perspektive im Team aufgezeigt. Und die ist laut Trainer Florian Kohfeldt nicht die beste. Für die Startelf würde es derzeit nicht reichen, Harnik würde ob der starken Konkurrenz maximal die Rolle eines Jokers zukommen, hatte der Coach ausgeführt und gleichzeitig die entscheidende Frage aufgeworfen: Wird Martin Harnik aus Frust zum Störenfried oder kann er die neue, heruntergesetzte sportliche Rolle annehmen? 

Ob der ehemalige österreichische Nationalspieler darauf im Gespräch eine Antwort gegeben hat, verriet Frank Baumann nicht: „Er hat das erstmal gut aufgenommen. Die Entscheidung, die er jetzt zu treffen hat, ist ja auch keine Entscheidung, die man mal eben so im Gespräch trifft.“

Werder Bremen möchte Martin Harnik nicht wegschicken

Zumal keine dringende Eile geboten ist – jedenfalls nicht aus Harniks Sicht. Das Transferfenster schließt erst am 2. September – Zeit genug also, sich nach einer neuen sportlichen Heimat umschauen zu können. Der Handlungsdruck bei Werder Bremen ist sicherlich etwas größer, weil Werder mit einem Harnik-Wechsel auch etwas Spielraum für die Finanzierung neuer Spieler schaffen würde. Doch Baumann möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, Kohfeldt und er würden Martin Harnik nun vergrämen wollen. „Es ist nicht so, dass wir ihn unbedingt loshaben möchten. Aber für uns ist es auch wichtig, dass wir nicht zu viele unzufriedene Spieler im Kader haben.“ (csa)

Derweil gibt Neuigkeiten von der TV-Rechte-Vergabe: Werder Bremen ist ab der neuen Saison live im TV auf DAZN zu sehen. Welche Transfer-Strategie Werder Bremen grundsätzlich verfolgt, hat Baumann derweil auch verraten.

Zur letzten Meldung vom 15. Juli 2019:

Verlässt Martin Harnik Werder Bremen? Berater  erklärt: „Noch ist nichts entschieden“

Die Zukunft von Martin Harnik bei Werder Bremen ist ungewiss. Zum Abschluss des Trainingslagers im Zillertal hat Cheftrainer Florian Kohfeldt die Perspektive für den 32-jährigen Stürmer umrissen und deutlich gemacht, dass es für Harnik schwierig werden könnte, sich gegen die Konkurrenz im Angriff durchzusetzen. Ist ein Transfer die Konsequenz?

Acht Angreifer stehen aktuell bei Werder Bremen unter Vertrag, einer davon ist Martin Harnik. Die Konkurrenz ist demzufolge riesig, für Harnik dürfte es schwierig werden, regelmäßig zum Einsatz zu kommen. Sucht Martin Harnik also sein Glück andernorts und wechselt zu einem neuen Verein? 

„Noch ist überhaupt nichts entschieden“, sagte Harniks Berater Jürgen Milewski nun gegenüber der „Bild“. Und weiter: „Momentan konzentriert sich Martin darauf, seine Situation in Bremen zu verbessern.“ Heißt: Martin Harnik will beißen und Coach Kohfeldt in der Vorbereitung von seinen Qualitäten überzeugen. Klappt das nicht, ist ein Wechsel die naheliegendste Option. 

Ein Transfer-Flop ist Martin Harnik aber freilich nicht. Werder hat in seiner Geschichte aber schon den einen oder anderen Fehlgriff getätigt, was ein Blick auf die Bundesliga-Transfer-Flops, in denen auch Werder Bremen vertreten ist, bestätigt. (tst)

Zur letzten Meldung vom 14. Juli 2019:

Zu viel Konkurrenz bei Werder Bremen: Wohin mit Martin Harnik? Kohfeldt will reden

Martin Harnik (32) steht bei Werder Bremen vor einer ungewissen Zukunft. Zum Abschluss des Trainingslagers im Zillertal hat Trainer Florian Kohfeldt dem Stürmer mit offenen Worten wenig Hoffnung auf regelmäßige Bundesliga-Einsätze gemacht und indirekt einen Wechsel noch in dieser Transferperiode ins Spiel gebracht.

Nur ein Jahr nach der Rückkehr von Martin Harnik zu Werder Bremen könnten sich die Wege also schon wieder trennen.„Wir werden mit Martin seine Rolle grundsätzlich nochmal besprechen. Da müssen wir ehrlich sein, denn von einem Startelfplatz ist er momentan relativ weit weg. Dafür ist die Qualität da vorne zu hoch“, sagte Florian Kohfeldt nach dem 1:1 im Testspiel gegen Darmstadt 98 am Samstag.

Es war ein Spiel, das Harnik die Augen geöffnet haben dürfte. Denn auch im zweiten Match der Sommervorbereitung fand er sich nur in der B-Elf wieder – für einen Spieler in seinem Alter ist das ein sicheres Zeichen, dass die Dinge nicht mehr so laufen, wie sie laufen sollten. Martin Harnik ist in Werders üppig besetzter Offensivabteilung derjenige, der hinten rüber fällt. Jedenfalls dann, wenn es darum geht, die Plätze für die erste Elf zu verteilen. 

Werder Bremen: Ist Martin Harnik mit Backup-Rolle zufrieden - oder Transfer?

Kohfeldt sieht in dem ehemaligen österreichischen Nationalstürmer allenfalls noch einen Mann für sehr spezielle Situationen, aber keine Stammkraft mehr. „Martin hat unglaubliche Qualitäten, was tiefe Läufe und das Unkonventionelle in seinem Spiel angeht. Er tut sich aber schwer damit, sich in eine Ordnung einzufügen“, erklärte der 36-Jährige und führte weiter aus: „Es werden sicherlich Momente kommen, an denen wir jemanden brauchen, der wild ist. Martin ist aber in einem Alter, wo er für sich entscheiden muss, ob er mit dieser Rolle umgehen kann. Die kann ja darin münden, dass er irgendwann wieder Startelfspieler wird. Momentan sehe ich die Chancen dafür aber eher gering.“

Martin Harnik war im vergangenen Sommer für eine Ablöse von drei Millionen Euro von Hannover 96 zu Werder Bremen gewechselt. Für ihn war es die emotionale Rückkehr zu jenem Verein, der ihn in der Jugend ausgebildet hatte und bei dem er zum Profi geworden war. Kohfeldt freute sich damals über einen gestandenen Bundesliga-Stürmer, der Verantwortung übernehmen könne. Harnik kam dann in 22 Pflichtspielen in der Liga und im DFB-Pokal auf sieben Treffer und vier Assists – eigentlich keine Bilanz, weshalb ein Mittelstürmer ins Abseits geraten sollte. 

Konkurrenz bei Werder Bremen ist an Martin Harnik vorbeigezogen

Doch Florian Kohfeldt sieht die interne Konkurrenz bei Werder Bremen stärker: „Es sind seit Martins Verpflichtung ein paar Dinge im positiven Sinne passiert, die so nicht abzusehen waren. Die Entwicklung von Josh Sargent ist sehr gut, wir haben in Niclas Füllkrug noch einen weiteren Zentrumsstürmer dazubekommen. Milot Rashica ist für mich gesetzt. Dazu kommt Yuya Osako, und Claudio Pizarro ist immer noch in einer Form, die man nicht glauben kann. Die Konkurrenzsituation ist einfach eine andere geworden.“ Johannes Eggestein und Fin Bartels kämen zudem noch on the top. 

Martin Harnik steht hinter allen. Was aber – und das betont Kohfeldt mehrfach – nicht heißt, dass der gebürtige Hamburger nun unbedingt abgegeben werden soll. Es gilt: Er wechselt nur, wenn er will. Nochmal der Trainer: „Ich möchte Martin gerne behalten, weil ich ihn immer noch für einen Spieler halte, der in gewissen Momenten sehr wertvoll sein kann. Wir müssen aber klar definieren, welche Rolle er für sich sieht und welche Erwartungen wir an ihn haben. Wenn das weiterhin übereinstimmt, freue ich mich sehr, ihn in unserem Kader zu haben.“

Unterdessen hat Florian Kohfeldt erklärt, Marco Friedl bei Werder Bremen zukünftig als Innenverteidiger einsetzen zu wollen. Das sei der feste Plan. Auch Nuri Sahin habe eine „immense Bedeutung“ für Werder Bremen und Florian Kohfeldt - er zählt zu den Gewinnern des Trainingslagers. Sportchef Frank Baumann bastelt indes am Kader für die neue Saison: Werder Bremen hofft auf einen Transfer von Benjamin Henrichs.

Zur letzten Meldung vom 9. Juli 2019

Harnik-Wechsel? Berater Jeremies zu Besuch im Werder-Trainingslager

Prominenter Besuch für Werder Bremen während des Trainingslagers in Zell am Ziller: Ex-Profi Jens Jeremies war zu Wochenbeginn im Bremer Quartier zu Gast. Gemeinsam mit Werders Aufsichtsrats-Chef Marco Bode hatte der 45-Jährige früher in der Nationalmannschaft gespielt.

„Es war nur ein Treffen zwischen alten Teamkollegen“, sagte Frank Baumann, Sportchef von Werder Bremen,  einen Tag später - und wehrte damit die Spekulationen ab, für die Jeremies' Besuch umgehend gesorgt hatte.

Schließlich ist der ehemalige Spieler des FC Bayern München nicht nur ein alter Weggefährte von Marco Bode, sondern auch einer der Berater von Werder-ProfiMartin Harnik (32), sprich jenes Stürmers, für den es im Bremer Kader eng werden könnte, sollte der angestrebte Transfer von Michael Gregoritsch über die Bühne gehen. Allerdings hat Cheftrainer Florian Kohfeldt zum Ende des Trainingslagers im Zillertal die Transfer-Pläne von Werder Bremen verraten und erklärt, dass die Verpflichtung eines Verteidigers Priorität habe.

Werder Bremen: Muss Martin Harnik gehen, wenn Michael Gregoritsch kommt?

Milot Rashica, Johannes Eggestein, Fin Bartels, Niclas Füllkrug, Yuya Osako, Josh Sargent, Claudio Pizarro und eben Martin Harnik - aktuell zählen acht Angreifer zum Aufgebot von Trainer Florian Kohfeldt. Kommt in Michael Gregoritsch der neunte dazu, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein anderer gehen muss - und Martin  Harnik wäre da wohl ein heißer Kandidat.

Zum einen, weil er sich in der vergangenen Saison mit vier Bundesligatoren in 18 Einsätzen nicht gerade unentbehrlich gemacht hat, und zum anderen, weil in Niclas Füllkrug bereits ein Stürmer verpflichtet wurde, der die auch von Martin Harnik favorisierte Position im Sturmzentrum bekleiden soll.

Werder Bremen: Vertrag von Martin Harnik läuft bis 2021

Vor einigen Wochen war bereits dem Zweitligisten Hamburger SV Interesse an Martin Harnik nachgesagt worden, was sich allerdings nicht bewahrheitete. Aber einen Markt dürfte es für Harnik, dessen Vertrag bei Werder bis 2021 läuft, in jedem Fall geben. Seinen Marktwert beziffert das Branchenportal „transfermarkt.de“ aktuell mit zwei Millionen Euro. Einnahmen, die Werder zweifellos helfen würden, bei einem möglichen Gregoritsch-Transfer etwas mehr Spielraum zu haben.

So weit die Theorie. Die Praxis ist laut Frank Baumann aber eine andere. Es gibt - wie schon vor einigen Tagen von ihm verkündet - „keinen Anlass“ seitens Werder Bremen über einen Harnik-Transfer nachzudenken. Er selbst habe auch gar nicht mit Jens Jeremies gesprochen: „Ich habe ihn verpasst.“ Und überhaupt: Ein Berater-Besuch im Trainingslager sei wirklich nichts Besonderes. „Es waren auch schon sechs, sieben andere da“, so Baumann.

Unterdessen freut sich Werder Bremen, beim Transfer von Ex-Bremer Marko Arnautovic einen Teil der Millionen-Ablöse zu kassieren. Der Östrereicher wechselt von West Ham United nach China. Und ein grün-weißer Neuzugang hat mit der DeichStube gesprochen: „Flo hat mir brutal geholfen“ - Niclas Füllkrug im Interview über seine Rückkehr, seine Knie und Familie.

Unterdessen hegt Johannes Eggestein die latente Hoffnung auf einen Stammplatz bei Werder Bremen.

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bremen Olé: Der Party-Tag auf der Bürgerweide

Bremen Olé: Der Party-Tag auf der Bürgerweide

US-Amerikaner gedenken Mondlandung vor 50 Jahren

US-Amerikaner gedenken Mondlandung vor 50 Jahren

Großbritannien droht dem Iran in Tankerkrise

Großbritannien droht dem Iran in Tankerkrise

Fotostrecke: Enttäuschung gegen Osnabrück, Jubel gegen Köln

Fotostrecke: Enttäuschung gegen Osnabrück, Jubel gegen Köln

Meistgelesene Artikel

Live-Ticker aus Lohne: Abpfiff - Sargent lässt Werder jubeln!

Live-Ticker aus Lohne: Abpfiff - Sargent lässt Werder jubeln!

Sargent-Treffer als Make-up für einen durchwachsenen Test-Tag

Sargent-Treffer als Make-up für einen durchwachsenen Test-Tag

So seht ihr drei Werder-Testspiele live im Free-TV

So seht ihr drei Werder-Testspiele live im Free-TV

„Immense Bedeutung“: Warum Sahin für Kohfeldt so wichtig ist

„Immense Bedeutung“: Warum Sahin für Kohfeldt so wichtig ist

Kommentare