Zwölfter Verein für Ex-Bremer Marin

Nächster Halt: Budapest! Ex-Werder-Star Marko Marin setzt Wechsel-Odyssee fort und hofft auf Bremer Wiederaufstieg

Marko Marin (Archivbild) hat Grund zur Freude: Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen hat mal wieder einen neuen Verein gefunden.
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Marko Marin (Archivbild) hat Grund zur Freude: Der ehemalige Profi des SV Werder Bremen hat mal wieder einen neuen Verein gefunden.

Budapest – Marko Marin setzt seine Transfer-Odyssee fort: Der frühere Offensivstar des SV Werder Bremen hat sich am vergangenen Samstag dem ungarischen Spitzenclub Ferencvaros Budapest angeschlossen und einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben. 

Ferencvaros Budapest ist eine spannende Aufgabe. Ich habe mitbekommen, dass die Fans hier super sind. In dem kleinen Stadion geht es stimmungsvoll zu. Darauf habe ich Lust“, freut sich Marko Marin im Interview mit „transfermarkt.de“ über den Wechsel zum „FC Bayern Ungarns“, der zugleich seine zwölfte (!) Station als Profi-Fußballer ist.

Immer mit dabei: Ehefrau Sarah und die beiden Kinder. Und jeder Transfer wird im Hause Marin genau diskutiert - auch der nach Budapest. „Es ist nicht so, dass ich sage: ‚Schatz, wir gehen heute nach Saudi-Arabien. Pack bitte die Koffer!‘ Wir reden offen über unsere Zukunft und entscheiden dann gemeinsam“, erklärt der 32-jährige Ex-Bremer, der bis zum Sommer in Saudi Arabien beim Al-Raid FC gespielt hatte. Eine sportliche Rückkehr nach Deutschland, wo der offensive Mittelfeldspieler zuletzt bis 2012 in der Bundesliga für den SV Werder Bremen unter Vertrag stand, sei im Hause Marin kein Thema mehr. „Es gab andere Angebote aus verschiedenen Ländern. Zu deutschen Vereinen hatte ich aber keinen Kontakt“, erklärt Marin, der nach der aktiven Karriere gleichwohl liebend gerne mit seiner Familie in seine Heimatstadt Frankfurt zurückziehen möchte.

Zwölfter Verein! Ex-Werder-Bremen-Star Marko Marin wechselt zur Ferencvaros Budapest

Obwohl Marko Marin seit fast zehn Jahren nicht mehr in Deutschland aktiv ist, verfolgt er den deutschen Profi-Fußball und natürlich die Entwicklung seines Ex-Clubs Werder, für den er zwischen 2009 und 2012 116 Pflichtspiele (13 Tore/35 Assists) absolvierte, aus der Ferne und mit Bedauern: „Leider ist es in den letzten Jahren nicht mehr so rund gelaufen. Ich hoffe, dass sie sich nicht lange in der 2. Liga aufhalten, Werder gehört da einfach nicht hin“, meint Marin. Seine Zeit an der Weser sei für ihn „im Nachhinein fantastisch gewesen. Mit Werder Bremen habe ich in der Champions League und im Pokalfinale gespielt. Solange ich dort war, waren wir immer international vertreten. Die ersten Europapokal-Spiele mit Werder werde ich nie vergessen.“

Statt Champions League hieß es für Marin in diesem Sommer plötzlich: Jobsuche. Woraufhin sich der Weltenbummler sogar kurzzeitig mit einem möglichen Karriereende beschäftigte. Diesen Gedanken wischte er dann aber doch erstmal wieder schnell bei Seite: „Wenn sich nichts komplett Passendes ergeben hätte, wäre das auch klar eine Option gewesen. Aber ich fühle mich fit und gut“. Bei Ferencvaros, wo Peter Stöger (ehemals Borussia Dortmund und 1. FC Köln) seit dem Sommer der Trainer ist, will Marin den Fußball jetzt noch ein bisschen mehr genießen: „So lange es Spaß macht, ich Leistung bringe und die Leute im Verein mit mir zufrieden sind, gibt es überhaupt keinen Grund für mich, aufzuhören.“

Zur Person: Das ist Marko Marin

Marko Marin hat seine Karriere bei Borussia Mönchengladbach begonnen, wo er von der U19 in die Bundesliga und von dort bis in die Nationalmannschaft (16 Spiele/1 Tor) aufstieg. Für die damalige Rekord-Ablöse von 8,5 Millionen Euro wechselte er 2009 zum SV Werder und absolvierte für die Grün-Weißen 116 Pflichtspiele (13 Tore/35 Assists). 2012 verpflichtete ihn der FC Chelsea für eine Ablöse von acht Millionen Euro. In der Premier League kam Marin nur selten zum Einsatz. Der U21-Europameister (2009) und WM-Dritte von 2010 wurde mehrfach ausgeliehen (FC Sevilla, AC Florenz, RSC Anderlecht, Trabzonspor), ehe ihn Olympiakos Piräus im Sommer 2016 für eine Ablöse von drei Millionen Euro fest verpflichtete.

2018 ging es weiter zu Roter Stern Belgrad, wo Marin zum Kapitän avancierte, zweimal in Folge serbischer Meister wurde und regelmäßig in der Champions League spielte. Seine größten Erfolge feierte Marin mit Chelsea und Sevilla: Mit beiden Clubs gewann er die Europa League (2013, 2014). In der vergangenen Saison spielte Marin in Saudi-Arabien dann je ein halbes Jahr für Al-Ahli und Al-Raid. Jetzt sucht er sein sportliches Glück in Ungarn bei Ferencvaros Budapest. (mwi)

 

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