Er beerbt Daniel Thioune

Bei Werder Bremen geschasst, beim VfL Osnabrück gewollt: Ex-U19-Coach Marco Grote wird neuer Cheftrainer

Marco Grote verlässt Werder Bremen und übernimmt als Chef-Trainer den VfL Osnabrück.
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Marco Grote verlässt Werder Bremen und übernimmt als Chef-Trainer den VfL Osnabrück.

Osnabrück/Bremen – Karrieresprung für Marco Grote! Der langjährige Nachwuchstrainer von Werder Bremen tritt bei Zweitligist VfL Osnabrück die Nachfolge von Daniel Thioune an.

Das vermeldete der Club am Mittwochnachmittag und bestätigte damit eine Meldung der „Neue Osnabrücker Zeitung“. Thioune war vom Hamburger SV abgeworben worden, Marco Grote hatte zuletzt die U19 des SV Werder Bremen trainiert. Sein Vertrag wurde nach 12 Jahren im Bremer Nachwuchsleistungszentrum nicht mehr verlängert. Der Job in Osnabrück wird nun sein erster als Chefcoach eines Herrenteams. Grote unterzeichnete einen Vertrag mit Gültigkeit bis zum 30. Juni 2022.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim VfL mit einer entwicklungsfähigen Mannschaft in der 2. Bundesliga. Hier in Osnabrück ähnelt mein Auftrag dem in Bremen: Spieler weiterentwickeln und erfolgreichen Fußball spielen. Der VfL hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen, diese möchte ich gerne mit harter und ehrlicher Arbeit fortsetzen. Und diese Aufgabe beginnt genau jetzt!“, sagt der 47-Jährige in einer Mitteilung des Clubs.

Werder Bremen: Nachfolger von Marco Grote wird Christian Brand

Zwei Wochen lang hatte der VfL Osnabrück nach einem neuen Trainer gesucht, nachdem Thioune seine Entscheidung für den HSV bekanntgegeben hatte. Unter anderem tauchte dabei nach Informationen der DeichStube auch der Name Andreas Herzog in Osnabrück auf, letztlich fiel die Wahl aber auf Marco Grote – einen Trainer, der sich nicht auf eine große Karriere als Spieler stützen kann, dafür aber bereits erfolgreich mit jungen Spielern gearbeitet hat. Zuletzt führte er die U19 zur – allerdings vom Saisonabbruch getrübten – Meisterschaft in der Bundesligastaffel Nord/Nordost. Dennoch beschloss Werder Bremen die Trennung, Grotes Posten übernimmt ab der neuen Saison der bisherige U17-Coach und Ex-Profi Christian Brand.

Werder Bremen: Marco Grote überzeugt VFL Osnabrück mit hoher Fachkompetenz

In Osnabrück ist Sportdirektor Benjamin Schmedes, von 2001 bis 2005 selbst als Spieler in der Werder-Jugendabteilung ausgebildet, derweil davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. „Wir haben ein sehr klares Profil des Cheftrainers beim VfL definiert und dieses mit potenziellen Kandidaten abgeglichen. In den persönlichen Gesprächen mit Marco Grote hat er uns unter anderem mit seiner hohen Fachkompetenz überzeugt. Seine Vorstellung von Fußball und Ideen zur Weiterentwicklung von Spielern passt zu unserem Anforderungsprofil und unserer Mannschaft. Insofern sind wir froh, dass sich Marco Grote für ein Engagement beim VfL entschieden hat“, erklärt Schmedes, der derzeit auch Sportvorstand beim Liga-Konkurrenten 1. FC Nürnberg im Gespräch ist. Möglich, dass die Verpflichtung des neuen Trainers schon seine letzte Amtshandlung für den VfL war.

Werder Bremen: Marco Grote ist gebürtiger Bremer

Marco Grote ist gebürtiger Bremer, begann seine Trainer-Karriere aber im Nachwuchsbereich des Hamburger SV. Als Aktiver spielte er beim FC Bremerhaven, VfB Oldenburg und schließlich beim Hamburger SV II. Zu Werder Bremen wechselte der Neu-Osnabrücker über den Umweg VfB Lübeck. 2008 stieg er als Coach im Bremer NLZ ein, übernahm zunächst die U18, führte später die U17 ins Bundesliga-Finale und coachte zuletzt die U19. 

Über die Trennung von Werder Bremen hatte er zuletzt mit „liga-zwei.de“ gesprochen. Warum es nicht weiterging? „Das weiß ich auch nicht so genau. Ich bin Bremer, war sehr lange dort, habe sehr gerne dort gearbeitet. Andererseits liegt es auf der Hand, dass nach über 13 Jahren auch Ideen kommen können, etwas anders zu machen.“ Seine Ambitionen beschrieb er so: „Der logische Schritt wäre der in den Herren-Fußball. Da möchte ich mich aber nicht komplett festlegen. Es kommt auf den Moment, den Inhalt, die Überzeugung, das Miteinander an. Ich würde im Prinzip nichts ausschließen. Nach der langen Zeit bei einem Verein ist es jetzt vielleicht sogar gut, etwas Neues zu machen.“ Das Neue heißt für ihn nun VfL Osnabrück. (csa)

Quelle: DeichStube

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