Gute Chancen für 18-Jährigen / „Er wirkt sehr fußballintelligent“

Manneh darf wohl mit nach London

Ousman Manneh

Bremen - Ousman Manneh hat mächtig Eindruck gemacht. Gleich in seinem ersten Spiel für die Werder-Profis hatte der 18-jährige Flüchtling aus Gambia am Dienstag beim SV Wilhelmshaven (7:0) nach seiner Einwechslung vier Tore in 16 Minuten geschossen. Ein famoser Auftakt, der nun von Trainer Viktor Skripnik belohnt wird.

Der ukrainische Chefcoach ließ Manneh gestern erstmals bei seiner Mannschaft mittrainieren. Heute ist er auch wieder dabei. Und morgen darf er wohl mitfliegen nach London, wo Werder bei West Ham United den letzten Test der Vorbereitung bestreitet. Er spielt heute (14Uhr) nicht mit dem Drittliga-Team, für das er eigentlich vorgesehen ist, in Bremen gegen Energie Cottbus. Sondern, wie es aussieht, im Boleyn Ground gegen einen englischen Premier-League-Club. Das habe er sich verdient, sagte Skripnik: „Er muss Leistung zeigen, das hat er gegen Wilhelmshaven getan.“

Und alle haben es gesehen. Auch die Teamkollegen, die Manneh nun gestern auch im Training erlebten. „Groß, robust und ein bisschen schüchtern. Aber das ist normal“, sagt Keeper Felix Wiedwald. „Ein guter Junge“, findet Innenverteidiger Jannik Vestergaard, der seine ersten Eindrücke vom 1,90 Meter langen Stürmer so zusammenfasst: „Er hat eine gute Technik, ist für seine Größe sehr beweglich. Beides ist für einen Stürmer sehr wichtig. Und er wirkt sehr fußballintelligent.“ Aber „Ous“, wie sie ihn auf dem Platz nannten, ist „eben auch noch sehr jung. Er muss sich erst mal eingewöhnen“, meint Vestergaard.

Sportchef Thomas Eichin ist extrem sparsam mit Vorschusslorbeeren und weit davon entfernt, Manneh nach nur einem Auftritt jetzt schon als ernsthafte Alternative für den Bundesliga-Kader zu bezeichnen. „Er ist ein guter Spieler mit Potenzial“, urteilt der 48-Jährige, „aber wir sollten den Ball flachhalten und nicht übertreiben.“

mr

Manneh trainiert bei den Profis

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