Stammspieler, Bankdrücker, Kartensammler

Werder-Leihgaben: So machen sich Petsos, Thy und Co. – eine Übersicht

Lennart Thy
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Seit Juli 2017 spielt Lennart Thy im Dress des niederländischen VVV-Venlo.

Sechs Profis hat Werder aktuell verliehen. Das primäre Interesse der Grün-Weißen: Die Leihgaben sollen bei anderen Clubs Spielpraxis sammeln und sich wieder empfehlen – für den SV oder andere Vereine. Doch wie machen sich Thanos Petsos, Lennart Thy und Co. eigentlich?

Thanos Petsos 

Zurück zur Ex: Thanos Petsos kennt Rapid Wien gut, schließlich hat er vor seinem Wechsel zu Werder im Juli 2016 schon drei Jahre dort gekickt. Ganze 101 Pflichtspiele absolvierte er damals für die Wiener – und bei seiner Rückkehr war alles wie immer. „Es war ab dem ersten Tag so wie früher, auch im Bus habe ich denselben Platz hinten", sagte er gegenüber der „Kronen Zeitung“. Petsos könnte länger bleiben, Rapid hat eine Kaufoption für den 26-jährigen Mittelfeldakteur. Die bisherige Bilanz ist jedoch ernüchternd: In zehn Liga-Spielen saß er fünf Mal komplett auf der Bank des Drittplatzierten, bekam ansonsten nur Kurzeinsätze. In der zweiten Runde und im Achtelfinale des ÖFB-Cups wurde er dagegen jeweils über 90 Minuten eingesetzt. Am vorletzten Spieltag gab es dann auch endlich das Startelf-Debüt in der Liga. Gegen den LASK Linz (2:1) spielte er 74 Minuten, eine Woche später durfte er gegen Spitzenreiter RB Salzburg (2:3) in der zweiten Halbzeit ran. In beiden Partien blieb Petsos aber eher unauffällig. Der Vertrag des Griechen endet bei Werder am 30. Juni 2019. 

Lennart Thy

Im Sommer ging es für Lennart Thy (Vertrag bei Werder bis zum 30. Juni 2019) auf Leihbasis zum niederländischen VVV-Venlo, damals frisch in die Eredivisie aufgestiegen. Aktuell belegen die Venloer den zwölften Rang und sind damit in einer guten Position im Kampf um den Klassenerhalt. Der Werder-Stürmer gehört zum Stammpersonal, doch es ist bislang eine Spielzeit der verpassten Chancen: Sowohl beim Saisonauftakt gegen Sparta Rotterdam (3:0) als auch bei Twente Enschede (2:1) bereitete Thy ein Tor vor, traf selbst aber nur die Latte. Am vierten Spieltag in Groningen (1:1) kratzte ein Verteidiger seinen Schuss von der Linie, der 25-Jährige bereitete allerdings wieder einen Treffer vor. Gegen ADO Den Haag (0:2) am neunten Spieltag wurde es dann richtig bitter: Der Ball prallte von einem Innenpfosten an den anderen – nur ins Tor ging er nicht. Ende Oktober sollte sich das schließlich ändern: Im Pokal war in der zweiten Runde der FC Utrecht zu Gast und nach zwei Minuten ein Schuss von Thy im Netz – Venlo gewann 3:1, konnte in der Liga seither aber keinen Sieg einfahren. Thys Bilanz in den Niederlanden: 14 Pflichtspiele, ein Tor und vier Vorlagen.

Luca Zander 

„Es ist schön zu sehen, wie der Junge sich entwickelt und wie er in dieser Mannschaft seinen Platz gefunden hat“, sagte Olaf Janßen, Trainer des FC St. Pauli, Ende Oktober zu Club-Medien über Luca Zander. „Wenn er gesund bleibt, werden wir noch viel Spaß an Luca haben, weil seine Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist.“ Kein Lob von ungefähr: Nach auskurierten Oberschenkelproblemen gab Zander am sechsten Spieltag sein Startelf-Debüt für den FC St. Pauli, seither stand der Rechtsverteidiger in jeder Partie über die volle Distanz auf dem Platz. Der 22-Jährige ist noch bis zum 30. Juni 2019 an den Hamburger Zweitligisten (aktuell Platz acht) ausgeliehen, sein Vertrag in Bremen läuft bis 2020.

Sambou Yatabare 

Sambou Yatabare verkündete in der belgischen „Gazet van Antwerpen“, er wolle möglichst lange beim Royal Antwerpen FC bleiben – sofern der Club die Kaufoption zieht. Beim aktuell Fünften der belgischen Liga zeigte der Mittelfeldspieler bislang aber eher durchwachsene Leistungen. Yatabares Bilanz: Neun Partien in der Jupiler Pro League, 569 Einsatzminuten, keine Vorlagen, keine Tore. Zuletzt stand der 28-jährige Malier nicht im Kader. Sein Vertrag bei Werder läuft noch bis 2019.

Leon Guwara 

Für den Club von Leon Guwara sieht es derzeit nicht gut aus: Nach 15 Spieltagen ist der 1. FC Kaiserslautern Tabellenletzer der Zweiten Bundesliga – und auch für Guwara könnte es besser laufen: Bis zu einer Sprunggelenksverletzung, zugezogen Ende September, war der 21-Jährige noch Stammspieler auf der linken Seite. Dann musste Trainer Norbert Meier wegen anhaltender Erfolglosigkeit seinen Hut nehmen, Jeff Strasser übernahm – Guwara spielt seither kaum noch eine Rolle beim FCK. Am zwölften Spieltag (1:3-Niederlage gegen Jahn Regensburg) stand er zuletzt für eine Halbzeit auf dem Platz. Der Linksverteidiger ist noch bis 2019 vertraglich an den SV Werder gebunden.

Fallou Diagne 

Tabellenletzter der französischen Ligue 1 – beim FC Metz läuft es schlecht. Und es scheint beinahe so, als ob Werder-Leihgabe Fallou Diagne Karten anstatt Einsatzzeit sammeln will. In neun Liga-Einsätzen für Metz sah er zweimal den roten Karton. Aktuell sitzt der senegalesische Verteidiger eine Rot-Sperre wegen zu harten Einsteigens ab. Wenn Diagne gespielt hat, wusste er nur selten zu überzeugen – dass Metz mit 26 Gegentoren gemeinsam mit Straßburg die schlechteste Defensive der Liga stellt, spricht auch nicht für Diagne. Höhepunkt der Leihe für den 28-Jährigen: Sein Treffer beim 3:1-Sieg gegen St. Etienne am neunten Spieltag. Viel mehr war nicht! Diagne steht noch bis zum 30. Juni 2019 beim SV Werder unter Vertrag.

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