Skripnik wünscht sich von Junuzovic „ein starkes Signal an die Mannschaft“

Mach den Reus, Zladdy!

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Um Zlatko Junuzovic dreht sich derzeit alles beim SV Werder. Trainer Viktor Skripnik (im Hintergrund) hofft, dass sich der Österreicher vom Aufschwung überzeugen lässt.

Bremen - Als neulich Marco Reus seinen Vertrag bei Borussia Dortmund verlängerte, horchte Viktor Skripnik in Bremen auf: Ein Star, der trotz angeblich besserer Angebote anderer Clubs bei seinem Verein bleibt? Das gibt‘s tatsächlich? Für einen, der den Großteil seines Fußballerlebens beim SV Werder verbracht hat, ist das tatsächlich ein Grund zum Staunen. Und zum Hoffen. Skripnik denkt also an Zlatko Junuzovic und daran, dass er es so machen könnte wie Reus – nämlich zu bleiben, wo er ist.

„Das wäre ein starkes Signal an die Mannschaft“, sagt der Trainer, und es ist anders als bei Sportchef Thomas Eichin („Ich bin sicher, dass er bleibt“) nicht zu erkennen, wie Skripnik die Bremer Chancen einschätzt, Junuzovic zu halten. Er könne die Lage ja auch nicht so gut beurteilen, meint er: „Ich trainiere Zladdy ja nur, verhandele nicht mit ihm.“

Der Poker um die Verlängerung des auslaufenden Junuzovic-Vertrags ist längst im letzten Stadium angekommen. Die Entscheidung steht bevor. Skripnik ist auf alles eingestellt – auch auf einen Abgang des Österreichers. „In unserer Historie ist es ja leider so, dass wir unsere Leistungsträger meistens verloren haben“, sagt der Werder-Coach und meint die Diegos, Özils, Mertesackers, Pizarros, Kloses und wie sie alle hießen – Spieler, die Bremen verließen, als sie reif waren für größere, besser bezahlte Aufgaben. Zlatko Junuzovic steht sportlich gewiss nicht mit ihnen auf einer Stufe, das Prinzip ist aber das gleiche.

Thomas Eichin spricht über Zlatko Junuzovic

Der Ausgang darf aber gerne ein anderer sein, meint Skripnik und mischt sich auf der Zielgeraden des Vertragspokers ins Geschehen ein. „Die Geschichte mit Reus ist ein gutes Beispiel. Ich kann nur hoffen, dass es bei uns auch so läuft. Es würde uns wirklich sehr helfen, wenn ein Leistungsträger bei uns verlängern würde.“ Was er dafür tun konnte, hat Skripnik getan. Indem er die Mannschaft zu vier Siegen in Folge und damit (vorerst?) aus dem Tabellenkeller geführt hat. Jetzt ist die Phantasie wieder positiv, die Anziehungskraft des Clubs eine größere. „Weil wir uns enorm verbessert haben – nicht nur spielerisch, sondern auch in der Tabelle –, kann es sein, dass ein Leistungsträger wie Zlatko eher bei uns bleibt“, formuliert Skripnik seine zaghaften Erwartungen.

Kann es wirklich sein, dass der momentane Aufschwung – Werder verbesserte sich innerhalb einer Woche von Platz 16 auf Rang acht – den Ausschlag gibt? „Das spielt uns sicher in die Karten. Es ist doch klar, dass er – bei allen monetären Dingen – eine sportliche Perspektive bei uns sehen will. Und da sind wir gerade auf einem sehr guten Weg“, meint Thomas Eichin, der zuletzt seinen unbändigen Optimismus versprüht hatte. Zeitgleich tauchten aber auch Gerüchte auf, der FC Schalke habe sich als aussichtsreicher Anwärter unter die Interessenten gemischt. Nur Trainer Roberto Di Matteo sei noch nicht überzeugt, ob Junuzovic tatsächlich Champions-League-Format besitzt, berichtete die „Bild“-Zeitung. Stimmt das, bleibt die Frage, wieso ein Verein für einen Spieler bietet, von dem der Trainer nicht überzeugt ist? Werder und Viktor Skripnik wollen Zlatko Junuzovic dagegen ohne Wenn und Aber.

csa

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