„Es fällt mir sehr schwer, damit umzugehen“

Lukimya leidet auf der Bank

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A. Lukimya

Bremen - Assani Lukimya ist keiner, der sich lauthals beschwert. Aber momentan wirkt es so, als würde er gerne mal seinen ganzen Frust rausbrüllen. Der 29-Jährige hat seinen Platz in Werders Innenverteidigung verloren – mal wieder. Und daran hat der Kongolese gewaltig zu knabbern.

„Es fällt mit gerade sehr schwer, damit umzugehen“, gesteht er, „ich fühle mich gut, bin top-motiviert und sehr fit. Ich denke, ich habe viele gute Spiele gemacht, in denen ich der Mannschaft helfen konnte.“

Offensichtlich aber nicht genug. Nach dem 0:3 gegen Leverkusen am 26. September musste Lukimya raus. „Der Erfolg war nicht da, der Trainer wollte etwas Neues probieren“ – so erklärt er sich selbst die Degradierung. Coach Viktor Skripnik brachte den Spanier Alejandro Galvez, der seither mit Jannik Vestergaard das Abwehrzentrum bildet. Lukimya durfte gegen die Bayern (0:1) noch mal ran, weil Vestergaard fehlte. „Da habe ich gezeigt, dass ich gut in Form bin“, meint er. Dennoch ging es danach wieder auf die Bank, wo er vermutlich erst mal bleiben wird. „Die Jungs da hinten machen ihre Sache gut“, findet Lukimya und ergänzt mit Blick auf das 2:1 in Augsburg: „Wenn man gewinnt, muss man nichts ändern.“

Dass Werder erfolgreich war und zuletzt insgesamt stabil stand, liegt laut Lukimya vor allem am neuen 4:1:4:1-System und der defensiveren Denke: „Gegen Bayern hat es zum Beispiel Riesenspaß gemacht, weil alle alles dafür getan haben, dass die Null steht. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so.“ Umso mehr ärgert er sich darüber, zuschauen zu müssen.

Aber Lukimya, der in der Mannschaft hoch angesehen ist, krakeelt nicht. Er präsentiert sich auch in der für ihn schweren Zeit als Teamplayer: „Ich versuche, trotzdem positive Stimmung in die Mannschaft zu bringen – und warte auf meine Chance.“

Mit Werder, glaubt Lukimya, ist in der Hinrunde noch einiges drin: „Natürlich ist die Hoffnung da, dass wir eine kleine Siegesserie starten. Neun Punkte sind auf jeden Fall möglich.“ Auch ein Sieg beim VfL Wolfsburg sei denkbar: „Es kann uns gelingen, endlich mal einen Großen zu schlagen.“

mr

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