Vertrag in China endlich unterschrieben

Lukimya: „Alles so wie abgesprochen“

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Jetzt ist es offiziell: So wurde Assani Lukimya gestern von seinem neuen Club Liaoning Whowin FC im Internet vorgestellt.

Bremen/Guangdong - Die Verbindung ins Reich der Mitte ist schlecht, Assani Lukimya (30) nur schwer zu verstehen. Doch die wichtigste Nachricht kommt dann doch deutlich rüber: „Ja, ich habe unterschrieben.“ Fast eine Woche ist vergangen, bis der Werder-Profi in China seinen Wechsel zum Erstligisten Liaoning Whowin FC klargemacht hat. Ein Zitterspiel? „Das hatte schon seine Gründe“, berichtet Lukimya: „Ich habe aber nie daran gezweifelt, dass es nicht klappt. Letztlich ist alles so passiert wie abgesprochen.“

Das heißt: Lukimya wird in den nächsten beiden Jahren geschätzt das Dreifache von dem verdienen, was er bei Werder (Vertrag bis 2017) bekommen hätte. Und die Bremer kassieren eine bemerkenswert hohe Ablöse von zwei Millionen Euro. Ein richtig gutes Geschäft. Das gibt Lukimya auch offen zu: „Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass Geld keine Rolle spielt. Geld spielt immer eine Rolle. Als Profi spielst du nicht, bis du 50 bist. Du musst halt auch gucken, dass du das Bestmögliche herausholst.“ In einer Videobotschaft an die Fans hebt der Abwehrspieler hervor: „Ich habe ein Angebot bekommen, das ich nicht ausschlagen konnte, wenn ich an meine Familie und an meine Familie in Afrika denke.“

Der Kongolese, der mit acht Jahren nach Deutschland kam, ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Die Familie bleibt zunächst in Bremen. „Ich absolviere hier erst mal die Vorbereitung, dann können wir das immer noch entscheiden“, erklärt Lukimya. Das macht Sinn, denn den Lieben in Bremen kann er von der neuen Heimat noch gar nichts berichten. Er hat sie schlichtweg bislang nicht gesehen. „Ich bin vor einer Woche direkt ins Trainingslager gereist.“ Das absolviert der Club in Guangdong in der Nähe von Hongkong – 2800 Autokilometer entfernt von Liaoning im Nordosten Chinas.

Bislang ist Lukimya zufrieden. „Mit geht es sehr gut“, sagt er: „Der erste Eindruck ist sehr gut. Die Menschen kommen auf einen zu und sind sehr positiv.“ Sein Vorteil: Er hat einen eigenen Dolmetscher – und drei weitere Afrikaner im Team dürften ihm die Integration erleichtern.

Eichins „Lieblingsspieler“

„Da wird es bei ,Luki’ keine Probleme geben“, glaubt Thomas Eichin. Denn für den Werder-Sportchef ist Lukimya ein „Vollblutprofi, der sich überall zurechtfindet und auf den man sich immer zu 100 Prozent verlassen kann“. Und nach kurzem Zögern und einem „Ach, schreiben Sie das ruhig“ sagt Eichin noch: „,Luki’ zählte mit seiner Art schon zu meinen Lieblingsspielern in unserer Mannschaft. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis.“ Deshalb war es nun auch selbstverständlich, Lukimya den Wechselwunsch zu erfüllen. Außerdem habe der Abwehrspieler bei seiner Vertragsverlängerung im Sommer 2014 „wegen unseres Konsolidierungskurses auf Geld verzichtet. Damals habe ich ihm schon gesagt: Wenn da mal was kommt, dann können wir reden.“

Nun kam das unmoralische Angebot aus China. Lukimya griff zu – und kann sich nun seinen (finanziellen) Traum erfüllen. „Das ist auch ein Abenteuer für mich“, sagt er und ist heilfroh, dass der Vertrag endlich festgezurrt wurde: „Ich kann es kaum erwarten, hier loszulegen.“

kni/csa

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