Werders Linksverteidiger

Augustinssons Pokal-Plan: Finale statt Versagen

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Ludwig Augustinsson hat sich mit Werder in dieser Saison einiges vorgenommen - und will den DFB-Pokal gewinnen.

Bremen - Den Geschmack des Gewinnens hat Ludwig Augustinsson noch auf der Zunge. Wegen damals in Dänemark. Zwei Meisterschaften und drei Pokalsiege in Folge zwischen 2015 und 2017 hat der Linksverteidiger mit dem FC Kopenhagen eingefahren – logisch, dass einer wie er jetzt auch mit Werder Bremen eine Trophäe holen will.

Weil die Meisterschaft ein utopisches Ziel ist, bleibt nur der DFB-Pokal. Und in den startet Augustinsson am Samstag gegen Regionalligist Wormatia Worms mit einem klaren Ziel: „In der letzten Saison sind wir im Viertelfinale ausgeschieden. Damals haben wir das Finale schon ein bisschen riechen können. Jetzt wollen wir den Weg ganz zu Ende gehen.“ Heißt: Finale in Berlin. Und dort auch siegen.

Augustinsson: „Frankfurt ist sportlich unser Niveau“

Da hat sich einer richtig etwas vorgenommen. Augustinsson sieht gar keinen Grund, weniger von sich und seinen Kollegen zu erwarten. Denn was Eintracht Frankfurt konnte, könne Werder doch auch, meint der Schwede und erinnert daran, dass der aktuelle Pokalsieger zuletzt zweimal in Folge im Finale stand

 „Frankfurt ist sportlich unser Niveau. Sie haben es ins Endspiel geschafft – wieso sollten wir das nicht auch schaffen?“, fragt er. Die Antwort bleibt unausgesprochen, lautet aber so: Es gibt keinen Grund. Eiserne Pokalregel: Alles ist möglich. Speziell für Werder, den bislang sechsfachen Pokalsieger, den Club mit dieser „sehr großen Pokaltradition“, so Augustinsson.

Ludwig Augustinsson: Seine Karriere in Bildern

Ludwig Augustinsson
Der erste Werder-Neuzugang der Saison 2017/18: Ludwig Augustinsson kam im Sommer vom FC Kopenhagen an die Weser. © imago
Der Linksverteidiger machte früh auf sich aufmerksam. Bereits im Alter von 17 Jahren wechselte Augustinsson im Januar 2012 vom schwedischen Zweitligist IF Brommapojkarna zum Erstligist IFK Göteborg. © imago
Ludwig Augustinsson
Nur ein Jahr später unterschrieb er bei Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen. In Dänemark machte Augustinsson erneut einen großen Sprung und spielte sich schnell zu einer festen Größe. © imago
Ludwig Augustinsson
Sein Debüt in der schwedischen A-Nationalmannschaft gab er am 15. Januar 2015 beim 2:0-Sieg gegen die Elfenbeinküste. Bisher kam Augustinsson sechsmal zum Einsatz und nahm an der EM 2016 teil. © imago/Bildbyran
Ludwig Augustinsson
Auf dem Platz stand er dort allerdings nicht. Gegen Zlatan Ibrahimovic und Co. konnte sich Augustinsson noch nicht durchsetzen. © imago
Ludwig Augustinsson
In den Jugendnationalmannschaften spielte der Linksverteidiger allerdings schon eine wichtige Rolle. Sein wohl wichtigstes Tor in seiner bisherigen Laufbahn: Der Treffer zum 3:2 im Elfmeterschießen des Finalspiels der U21-EM 2015. Schweden gewann am Ende mit 4:3 gegen Portugal. © imago
Ludwig Augustinsson
Es war bisher Augustinsson größter Triumph - aber nicht sein einziger. © imago
Ludwig Augustinsson
Mit seinem Club aus Kopenhagen gewann er zuletzt zweimal in Folge den dänischen Pokal und wurde dänischer Meister - zusammen mit seinem damaligen und heutigen Teamkollegen Thomas Delaney (Mitte). © imago
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson ist schnell bei Werder Bremen angekommen - und war von Minute eins an auf dem Weg zum Fan-Liebling. © Gumz
Ludwig Augustinsson
Er gehörte bei Werder schnell zum Stammpersonal. © Gumz
Ludwig Augustinsson
Geschafft! Mit der schwedischen Nationalmannschaft feierte Augustinsson im November 2017 den Einzug in die WM-Endrunde 2018 in Russland. © imago
Durch gute Leistungen ist es Ludwig Augustinsson gelungen, die linke Abwehrseite in der Saison 2017/18 abzusichern.
Durch gute Leistungen ist es Ludwig Augustinsson gelungen, die linke Abwehrseite in der Saison 2017/18 abzusichern. © gumzmedia
Am 22. Spieltag konnte Augustinsson gegen den VfL Wolfsburg seinen ersten Treffer für Werder Bremen feiern.
Am 22. Spieltag konnte Augustinsson gegen den VfL Wolfsburg seinen ersten Treffer für Werder Bremen feiern. © gumzmedia
Bei der WM 2018 in Russland erzielte Augustinsson im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko seinen ersten Treffer für Schweden. Es war der Türöffner ins Achtelfinale. Schließlich ging es sogar bis ins Viertelfinale.
Bei der WM 2018 in Russland erzielte Augustinsson im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko seinen ersten Treffer für Schweden. Es war der Türöffner ins Achtelfinale. Schließlich ging es sogar bis ins Viertelfinale. © imago

Die Tradition hat die Bremer in diesem Jahrzehnt aber auch nicht vor einigen Erstrunden-Blamagen bewahrt. Heidenheim, Münster, Saarbrücken, Lotte – Werder kennt nicht nur den Geschmack des Erfolges, sondern auch des frühen Scheiterns.

Deshalb ist es gewiss nicht verkehrt, dass Augustinsson vor dem Spiel in Worms explizit an die Einstellung aller Spieler appelliert: „Wir müssen mental voll da sein. Wenn wir das nicht schaffen, bekommen wir Probleme.“ Und ja, er zieht sogar das Erstrunden-Aus des Hamburger SV vor einem Jahr beim VfL Osnabrück (1:3) als warnendes Beispiel heran: „Da haben wir gesehen, wie schnell es passiert ist.“

Ludwig Augustinsson fühlt sich jeden Tag besser

Augustinsson macht den Eindruck, als ob er kein Kopfproblem hat vor der ersten Runde beim Fußballzwerg aus Worms. Der 24-Jährige wirkt voll fokussiert. Bei ihm könnte eher der körperliche Zustand ein Problem werden. Wegen des Einzugs ins WM-Viertelfinale mit Schweden stieg er erst Anfang des Monats ins Training ein.

Beim 2:3 gegen den FC Villarreal absolvierte er sein erstes und auch einziges Vorbereitungsspiel. Und das auch nur für 62 Minuten. Reicht das, um fit zu sein für den ersten Ernstfall der Saison? „Ja, es reicht“, behauptet Augustinsson: „Ich fühle mich jeden Tag besser und bin bereit für die Startelf. Ich hoffe, der Trainer sieht das genauso.“

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Quelle: DeichStube

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