Werders Schwede im Gespräch

Zur Heimpremiere eine Überraschung?

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Ludwig Augustinsson redet sich und seiner Mannschaft vor dem Duell gegen Bayern München Mut zu.

Bremen - Ludwig Augustinsson tippt auf sein Smartphone und lächelt. „Das muss ich im Internet nachgucken“, sagt Werders Schwede auf die Frage, ob er denn schon für die kommenden beiden WM-Qualifikations-Spiele nominiert wurde.

Zeitgleich zu seiner Medienrunde laufe die Pressekonferenz des schwedischen Fußball-Verbands, dort wurde das Aufgebot für die Spiele gegen Bulgarien und Weißrussland bekanntgegeben. Angerufen wurde der 23-Jährige von Bundestrainer Janne Andersson jedenfalls noch nicht.

„Das ist unterschiedlich“, sagt Augustinsson. „Manchmal ruft er an, manchmal schauen wir Spieler uns die Pressekonferenz an und bekommen eine E-Mail.“ Aber er sei jetzt bereits seit anderthalb Jahren im Kreise der A-Nationalmannschaft, er sei sich schon sicher, dabei sein zu dürfen. „Aber das muss ich nachher mal sehen“, sagt er grinsend. Mittlerweile ist bekannt: Augustinsson wurde wie erwartet nominiert.

Voller Fokus auf das Bayern-Spiel

Länderspiel, Nationalmannschaft – das geht alles erst in der kommenden Woche los. Jetzt will sich der Linksverteidiger erst mal nur auf das Spiel gegen Bayern München am Samstag (15.30 Uhr) konzentrieren – sein erstes Bundesliga-Heimspiel im Weserstadion. „Mein Fokus liegt nur auf Bayern“, sagt Augustinsson. „Bayern gehört zu den fünf besten Mannschaften der Welt, vielleicht zu den drei besten. Das wird ein sehr schwieriges Spiel.“

Wohl noch schwieriger als gegen Hoffenheim, wo die Bremer am ersten Spieltag 0:1 verloren. Augustinsson hatte sich vor allem auf Defensivaufgaben konzentrieren müssen und konnte seine offensiven Stärken kaum entfalten. „Ich habe okay gespielt, aber ich kann es noch besser“, sagte er. Für den Schweden ist eine defensive Ausrichtung, mit der Werder gegen Hoffenheim antrat, kein grundsätzliches Problem: „Ich bin Verteidiger. Natürlich werden wir auch gegen Bayern viel verteidigen müssen“, sagt er. „Aber wenn ich spiele, will ich versuchen, auch nach vorne zu spielen.“ Dass er das kann, hatte er im Werder-Trikot vor allem im Pokalspiel gegen die Würzburger Kickers (3:0) gezeigt.

„Die Atmosphäre wird unglaublich sein“

So schwer das Bayern-Spiel auch wird: Augustinsson freut sich darauf und redet sich und seiner Mannschaft Mut zu. „Jedes Team hat Schwächen, auch Bayern München. Man darf niemals Angst vor dem Verlieren haben. Man muss immer mit dem Gefühl ins Spiel gehen, dass man gewinnen kann.“ Außerdem erwarte er im ersten Heimspiel eine starke Unterstützung der Fans: „Sie sind der zwölfte Mann. Es wird sehr laut. Die Atmosphäre wird unglaublich sein.“

Und dass es im Fußball immer Überraschungen geben kann, das weiß Augustinsson nicht zuletzt aus der Nationalmannschaft. „Mit Schweden haben wir gegen Frankreich gewonnen – es ist nicht unmöglich.“

Ludwig Augustinsson: Seine Karriere in Bildern

Quelle: DeichStube

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