Verteidiger will wieder angreifen

Caldirola hofft auf die Dreierkette

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Luca Caldirola

Alhaurin el Grande - Auf dem Platz stand er während der Testspiele gegen den Karlsruher SC (1:1) und den FC Brügge zwar nicht, aber Luca Caldirola wirkte Montagnachmittag in Alhaurin El Grande trotzdem zufrieden.

Dafür gab es gleich zwei gute Gründe: Zum einen ist der Innenverteidiger froh, seinen Knöchelbruch aus dem September 2016 weitestgehend auskuriert zu haben, und zum anderen ließ Werder-Trainer Alexander Nouri mit einer Dreierkette beginnen, einem System, in dem sich Caldirola gute Einsatzchancen ausrechnet. „In einer Dreierkette spielen normalerweise drei Innenverteidiger. Vielleicht gibt das mehr Chancen für mich.“

Schon früher, als junger Spieler in Italien, habe er oft in dieser Abwehrformation gespielt – und Caldirolas Erinnerungen daran sind ausnahmslos positiv. „Das System gefällt mir gut“, sagte der 25-Jährige, betonte aber auch, dass seine Gesundheit für ihn derzeit das wichtigere Thema sei.

„Es geht mir besser“

Nach viermonatiger Verletzungspause hatte der Italiener beim Start in die Vorbereitung in Bremen einige Einheiten komplett mit der Mannschaft absolviert, im Trainingslager in Spanien wurde die Belastung für ihn dann wieder runterdosiert. Für Caldirola allerdings kein Rückschritt: „Es geht mir besser. Manchmal tut die Platte im Fuß noch weh, und ich trainiere mit ein bisschen Schmerzen, aber mit dem Knöchel ist alles gut.“

So gut offenbar, dass der Linksfuß sogar einen Einsatz beim Pflichtspielauftakt gegen Dortmund am 21. Januar nicht ausschließt. „Warum nicht? Ich habe ja noch zwei Wochen Zeit.“ Am Donnerstag soll Caldirola in Bremen wieder mit der Mannschaft trainieren – es ist ein Termin, auf den er hinfiebert. „Wenn du vier Monate verletzt bist, willst du wieder auf dem Platz stehen. Ich hab’ Bock zu spielen“, sagte Caldirola, dessen Selbstbewusstsein durch die Verletzung nicht kleiner geworden ist: „Ich habe Vertrauen in meine Qualität und will das zeigen. Dann entscheidet der Trainer.“

So oder so traut der Abwehrmann Werder eine starke Rückrunde zu, sieht den Abstiegskampf relativ gelassen. „Ich denke, wenn wir gut anfangen, zum Beispiel mit drei, vier Siegen in Folge, kommen wir nach oben.“ Dass Werders erste Gegner in 2017 Dortmund und Bayern heißen – Caldirola stört das nicht. „Dortmund hat auswärts nicht so gut gespielt, und auch gegen Bayern weißt du nicht, was passiert.“

Was Caldirola aber weiß: Sein Vertrag mit Werder endet im Sommer. Gespräche mit Sportchef Frank Baumann habe es bisher nicht gegeben: „Erst mal muss ich wieder spielen.“
dco/kni

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