Luca Caldirola: Pirlo im Gepäck

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Luca Caldirola

Das Foto ist schon etwas verrückt. Es zeigt Luca Caldirolas Home-Entertainment im Hotel. Nebeneinander sind Fernseher, Laptop und Tablet-PC positioniert – auf allen drei Bildschirmen läuft Live-Fußball. Es sieht ein bisschen aus wie der Altar eines absoluten Fußball-Freaks. Frage an Caldirola: Ist er einer?

Der Italiener lacht: „Ein bisschen schon.“ Und er klärt auf: „Ich hatte nach meiner Rückkehr aus Darmstadt noch keine Wohnung in Bremen, war im Hotel und hatte nichts zu tun. Also habe ich alles geschaut, was gerade lief.“

Normalzustand sei das aber nicht. Wenn seine Frau Marija dabei ist, herrscht Sportverbot auf allen Kanälen („Ich gucke nur, wenn ich allein bin“), und Alternativen zu Fernseher, Tablet und Co. kennt Caldirola auch noch: Bücher. Er lese gerne, sagt er, vorzugsweise historischen Stoff – Dokumentationen, Erzählungen, Romane. Aktuell ist aber Fußball-Literatur angesagt. „Ich denke, also spiele ich“ – eine Biographie über und mit Andrea Pirlo, Italiens auch mit 37 Jahren noch aktive Fußball-Legende (spielt bei New York City FC).

Das Besondere daran: Caldirola hat sich die deutsche Version gekauft. „Mein erstes deutsches Buch“, sagt er stolz, „so lerne ich die Sprache noch besser. Ich kenne nicht jedes Wort, verstehe aber alles. Und weil es um Fußball geht, ist es ein bisschen leichter für mich.“ Aber er hat gerade erst angefangen, zehn bis 15 Seiten geschafft: „Vor dem Schlafengehen macht es überhaupt keinen Sinn, nach zwei Minuten bin ich schon weg. Aber im Flugzeug oder Bus geht’s.“ Er wird sich durchbeißen, das hat er sich fest vorgenommen.

Vor allem, weil es Andrea Pirlo ist, der Amüsantes und Unbekanntes aus der Welt des Calcio zum Besten gibt. Caldirola schwärmt über den Landsmann: „Er ist der beste Mittelfeldspieler der Welt. Er hat eine großartige Karriere hingelegt, hat alles gewonnen. Ich möchte auch so erfolgreich sein wie Pirlo.“ Das zu schaffen, wird allerdings äußerst schwer. Denn nur zur Info: In Andrea Pirlos Vita stehen unter anderem ein WM-Titel, zwei Champions-League-Triumphe, sechs italienische Meisterschaften, zwei Pokalsiege sowie drei Auszeichnungen zu Italiens Fußballer des Jahres.  mr/csa

Caldirola: Zweite Chance in Bremen

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