Liverpool-Legende als Vorbild?

Gerrards Vereinstreue beeindruckt Eggestein-Brüder

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Bleiben dem SV Werder über die kommende Saison hinaus erhalten: Johannes und Maximilian Eggestein.

Bremen - Karrieren wie die von Steven Gerrard gibt es im modernen Fußball nicht mehr viele. 26 Jahre lang lief der Engländer für den FC Liverpool auf, brachte es an der Anfield Road vom Nachwuchskicker zum Kapitän und Champions-League-Sieger. Das ist beeindruckend - und hat auch in Bremen Spuren hinterlassen.

Genauer: bei den Brüdern Maximilian und Johannes Eggestein, die jüngst ihre Verträge bei Werder verlängert haben. Die beiden Profis haben im Interview mit dem „Kicker“ erklärt, warum Gerrard für sie ein Vorbild ist und dass Titel für sie bei der Karriereplanung nicht alles bedeuten.

„So eine Geschichte, wie sie Steven Gerrard in Liverpool geschrieben hat, finden Maxi und ich natürlich schön und interessant“, sagte Johannes Eggestein, der sich mit dem ehemaligen Weltklassespieler zwar nicht vergleichen wollte, aber betonte: „So jemand ist schon ein Vorbild.“ Wegen der Vereinstreue, wegen der Bodenständigkeit - zwei Dinge, für die auch die Eggestein-Brüder stehen, mit denen sie sich identifizieren können und wegen denen sie bei Werder geblieben sind.

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Maxi Eggestein: „Es wäre schön, wenn es am Ende nicht allzu viele Vereine werden“

„Es gab zwei, drei Anfragen“, berichtete Maximilian Eggestein über das Interesse anderer Clubs, „so richtig konkret habe ich das aber nicht verfolgt.“ Auch für Johannes war schnell klar, dass es in Bremen weitergehen wird: „In meinem Fall gab es gar keine Zweifel, dass Werder bei meinem aktuellen Entwicklungsstand weiterhin genau der richtige Verein ist.“ Klingt gut. Und es befeuert die Fantasien der Fans. Wachsen da zwei neue Gesichter des Vereins heran? Bleiben die beiden Eggesteins womöglich für immer Grün-Weiß?

Johannes Eggestein: Seine Karriere in Bildern

Johannes Eggestein
Mit 15 Jahren wechselte Johannes Eggestein zur Saison 2013/14 vom TSV Havelse zu Werders U17. In seiner ersten Saison schoss er 19 Tore und wurde Torschützenkönig. © imago
Johannes Eggestein
Von der U17 ging es zwei Jahre später zur U19. Mit 33 Toren aus 26 Spielen wurde Eggestein in der Spielzeit 2015/16, wie schon in den beiden Jahre zuvor, Torschützenkönig der Junioren-Bundesliga. © Gumz
Johannes Eggestein
Ein guter Grund für Werder, Eggestein längerfristig zu binden: Im Juni 2016 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag. © gumzmedia
Johannes Eggestein
Anschließend durfte Johannes Eggestein mit den Profis ins Trainingslager reisen. Die Saison absolvierte er aber bei der U23, nur im DFB-Pokal bekam er Einsatzzeit bei den Profis. © Gumz
Johannes Eggestein
Auch unter Alexander Nouri trainierte Eggestein bei den Profis mit. Zu Saisonende erlitt er einen Syndesmosebandanriss, fiel für die letzten elf Spieltage aus.  © Gumz
Johannes Eggestein
In der folgenden Saison 2017/18 war Johannes Eggestein zur Vorbereitung wieder fit. So konnte er unter anderem in den Testspielen gegen West Ham United ein Tor beisteuern.  © Gumz
Johannes Eggestein
Er stand anschließend zwar häufiger im Profikader als zuvor, bekam aber nur drei Kurzeinsätze in der Bundesliga und einen im Pokal.  © Gumz
Johannes Eggestein
In den Jugendmannschaften des DFB war er dagegen ein fester Bestandteil. Schon 2012 wurde er für Deutschlands U15 nominiert, spielte dann in allen Juniorenteams.  © imago
Johannes Eggestein
Für die U17 nahm er 2015 an der Europameisterschaft und an der Weltmeisterschaft teil. © imago
Johannes Eggestein
Im September 2017 folgte das Debüt für die U21-Nationalmannschaft und die Teilnahme an deren EM-Qualifikation. Das Besondere: Erstmals stand er dort mit seinem Bruder Maximilian auf den Platz. © imago
Johannes Eggestein
Nur zwei Monate später lief Eggestein auch erstmals für die U20-Mannschaft des DFBs auf. © imago
Bei den Profis wartet Johannes Eggestein noch auf seinen Durchbruch. In der Saison 2017/18 kam er auf sieben Einsätze.
Bei den Profis wartet Johannes Eggestein noch auf seinen Durchbruch. In der Saison 2017/18 kam er auf sieben Einsätze. © gumzmedia
In der ersten Runde des DFB-Pokals 2018/19 erzielte Johannes Eggestein seinen ersten Pflichtspieltreffer für Werder. Der Clou: Auch sein Bruder Maximilian Eggestein traf beim 6:1-Sieg.
In der ersten Runde des DFB-Pokals 2018/19 erzielte Johannes Eggestein seinen ersten Pflichtspieltreffer für Werder. Der Clou: Auch sein Bruder Maximilian Eggestein traf beim 6:1-Sieg. © gumzmedia
Am siebten Spieltag der Saison 2018/19 hatte das Warten endlich ein Ende: Johannes Eggestein schoss gegen Wolfsburg sein erstes Bundesligator überhaupt. Vorlage: Claudio Pizarro, 40 Jahre. Torschütze: Johannes Eggestein, 20 Jahre. 
Am siebten Spieltag der Saison 2018/19 hatte das Warten endlich ein Ende: Johannes Eggestein schoss gegen Wolfsburg sein erstes Bundesligator überhaupt. Vorlage: Claudio Pizarro, 40 Jahre. Torschütze: Johannes Eggestein, 20 Jahre.  © gumzmedia
Am zehnten Spieltag der Saison 2018/19 bedankt sich Johannes Eggestein im Spiel gegen Mainz 05 mit einer Vorlage für Claudio Pizarro.
Am zehnten Spieltag der Saison 2018/19 bedankt sich Johannes Eggestein im Spiel gegen Mainz 05 mit einer Vorlage für Claudio Pizarro. © gumzmedia
Johannes Eggestein hat im April 2019 seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert. Bruder Maximilian folgte mit seiner Vertragsverlängerung zwei Tage später.
Johannes Eggestein hat im April 2019 seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert. Bruder Maximilian folgte mit seiner Vertragsverlängerung zwei Tage später. © gumzmedia

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Seriös beantworten lässt sich das freilich nicht. Gut möglich, dass sich einer oder gar beide Brüder in den kommenden Jahren für einen Vereinswechsel, für den berühmten nächsten Schritt entscheiden. Fest steht: Sowohl Maximilian als auch Johannes würden es sich vorher ganz genau überlegen. „Titel sind schön und wichtig, aber es gibt auch andere Dinge, die zählen“, sagte Maximilian - und hob hervor: „Jojo und sich sind beide nicht die Typen, die es darauf anlegen, in ihrer Karriere möglichst häufig zu wechseln. Es wäre schön, wenn es am Ende nicht allzu viele Vereine werden.“

Quelle: DeichStube

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