Füllkrug nach Fürth, Akpala blitzt ab

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Bremen (csa) - Dass Werder in der Offensive personell abspecken würde, war klar. Aber nun hat es nicht etwa Joseph Akpala, Marko Arnautovic oder Johannes Wurtz erwischt – nein, Werder hat gestern Niclas Füllkrug verliehen. Der 20-Jährige soll sich ein Jahr lang beim aktuellen Zweitliga-Spitzenreiter Greuther Fürth weiterentwickeln. Eine Kaufoption wurde den Fürthern nicht eingeräumt.

Das wäre auch entgegen der Idee, die Werder mit der Ausleihe verfolgt. Denn Füllkrug – mit einem Vertrag bis 2015 ausgestattet – soll nach dieser Saison auf jeden Fall nach Bremen zurückkehren. „Wir sind von seinen Fähigkeiten überzeugt. Aber wir glauben, dass er den nächsten Schritt besser machen kann, wenn er regelmäßig spielt“, erklärte Sportchef Thomas Eichin gestern: „Fürth ist für ihn eine gute Adresse. Ich denke, dass Niclas dort auf 20 bis 25 Einsätze kommen wird.“ Bei Werder gehörte Füllkrug dagegen am Freitagabend nicht mal mehr zu Kader.

Offensichtlich haben Trainer Robin Dutt und Eichin dem jungen Stürmer nicht zugetraut, sich in der Konkurrenzsituation mit Neuzugang Franco Di Santo und Nils Petersen durchzusetzen. Dabei gilt Füllkrug als vielversprechendes Talent, wäre ein guter Mann für die Hinterhand. Doch genau das soll er nicht sein, so Eichin: „Ein junger Spieler wie er darf nicht ständig auf der Bank sitzen. Vier oder fünf Einsätze in der Saison sind zu wenig, um sich zu entwickeln.“

Füllkrug (23 Bundesliga-Spiele, zwei Tore) wird morgen den Medizincheck in Fürth absolvieren, soll danach offiziell bei dem Bundesliga-Absteiger vorgestellt werden. Gestern Mittag verabschiedete er sich bereits von den Bremer Kollegen. Und gab dabei einem die Hand, mit dessen Rückkehr an die Weser schon nicht mehr gerechnet worden war. Joseph Akpala stand gestern wieder auf dem Trainingsplatz, nachdem er in der vergangenen Woche beim FC Reading aus der zweiten englischen Liga vorgespielt hatte. Nun ist er zurück. Grund: Der FC Reading ist anderweitig fündig geworden, steht kurz vor der Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga-Stürmers Mladen Petric (einst bei Borussia Dortmund und dem HSV unter Vertrag) vom FC Fulham. Und Werder bleibt auf Akpala (Vertrag bis 2016) sitzen? Muss nicht sein, meint Eichin. Noch habe er keine offizielle Mitteilung aus England erhalten, was der FCR tatsächlich vorhat. Erst morgen seien dort alle Entscheidungsträger zusammen, dann wird Offizielles verkündet. Und sollte sich die Option Reading für Akpala zerschlagen – wonach es aussieht – wären noch genügend andere Vereine an dem nigerianischen Nationalspieler interessiert, behauptet Eichin. Er möchte den 27-Jährigen nach wie vor abgeben. Das Abspecken in der Offensive geht weiter

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