Werder-Innenverteidiger

Sane will spielen – auch wegen der WM

Lamine Sane
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„Die WM ist für mich ein großes Ziel“, sagt Lamine Sane. Deshalb will er auch so viel wie möglich bei Werder zum Einsatz kommen.

Bremen - Trotz des klaren 4:0-Sieges muss das Spiel gegen Hannover 96 für Lamine Sane persönlich eine doppelte Enttäuschung gewesen sein.

Nicht nur verpasste der Innenverteidiger das Duell mit seinem Bruder Salif, es war auch das erste Mal in seiner Zeit bei Werder Bremen, dass er zwei Mal hintereinander nicht spielte, obwohl er fit war. Erst bei der Rückkehr zur Dreierkette gegen RB Leipzig rutschte Sane wieder in die erste Elf.

Sane: „Die WM ist für mich ein großes Ziel“

Für den Senegalesen ist das eine unbefriedigende Situation. „Es ist natürlich nicht einfach, man braucht ja Spiele, man braucht Spielzeit“, sagt Sane, „aber das ist die Entscheidung des Trainers, und die respektiere ich.“ Warum die Entscheidung gefallen ist, wie sie gefallen ist, warum er in der Innenverteidiger-Hierarchie nur noch die Nummer drei hinter Niklas Moisander und Milos Veljkovic ist, weiß Sane nicht. „Mit mir ist darüber nicht gesprochen worden.“

Der 30-Jährige hofft allerdings, dass die Situation „nur für einen kurzen Moment“ so bleibt. Sane will spielen – und zwar so schnell und so viel wie möglich. „Im Juni beginnt die Weltmeisterschaft, ich will mich dafür zeigen. Das geht natürlich nicht, wenn ich auf der Bank sitze“, sagt er. „Die WM ist für mich ein großes Ziel. Ich denke schon, dass das eine einmalige Gelegenheit wäre.“

Mit Nationaltrainer Aliou Cisse habe er ein gutes und langes Gespräch geführt. „Die Türen sind jederzeit offen“, fasst Sane zusammen. Dass er zuletzt nicht für sein Land gespielt habe, liege an einer Übereinkunft mit dem Trainer. „Da hat es eine Absprache gegeben, ich erkläre aber nicht die Details, die besprochen worden sind“, sagt Sane. „Es ist aber alles positiv und alles offen.“

Dass Sane so offen über eine Rückkehr in die Nationalmannschaft spricht, kommt durchaus überraschend. Sein letztes von bisher 35 Länderspielen für den Senegal liegt zwei Jahre zurück. Gegenüber der DeichStube hatte er zuletzt gesagt: „Mich selber ins Gespräch bringen, das ist etwas, was ich nie im Leben machen würde. Wenn der Trainer auf mich zukommt, bin ich gerne da. Wenn er nicht auf mich zukommt, weiß ich, dass er seine Gründe hat. Dann hat er andere Spieler für meine Position.“ Jetzt ist Sane Feuer und Flamme für die WM.

Die Grün-Weißen sind weiterhin auf der Suche nach einem neuen Verteidiger. Beim Werben um Benjamin Henrichs von der AS Monaco kriegt Werder Bremen Konkurrenz aus der eigenen Liga – auch RB Leipzig soll interessiert sein.

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